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Ulrich Eggers: „Gemeindearbeit ist Marathonlaufen“

Ulrich Eggers ist seit 2003 Vorsitzender von Willow Creek Deutschland. Er sieht Gemeinden zwei Gefahren ausgesetzt.

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Hallo Uli, was hat dich persönlich überzeugt, zu sagen: Willow Creek brauchen wir auch in Deutschland – und dann auch selbst einzusteigen? 

Ulrich Eggers: Zwei Faktoren waren absolut überzeugend: Zum einen die Gemeinde in den USA zu sehen und ihre kluge Ausrichtung an den „beiden Händen“ von Jesus, wie man sagt: der klare Fokus auf Evangelisation und ein offenes Haus und die überzeugende praktische Hilfe für Menschen in Not. So muss Gemeindearbeit quer durch die Zeiten aussehen, wenn sie an Jesus orientiert ist.

Und dann der erste Kongress in Hamburg, der einfach mitreißend und atemraubend war in der Verbindung von klugen und leidenschaftlichen Inputs und inspirierender Kunst und Musik. Das ist ja bis heute Kennzeichen der Kongresse.

Wie hat Willow Creek die kirchliche Landschaft in Deutschland in den letzten 25 Jahren geprägt? 

Sicher ganz vielfältig – so unterschiedlich wie die Menschen in den Gemeinden sind. Entscheidend sicher die Ausrichtung auf Menschen, die Kirche noch nicht kennen oder Vorbehalte haben – Gemeinde konsequent aus den Schuhen von Interessierten oder Fragenden denken.

Zum anderen der Fokus auf strategische Leitung einer Gemeinde: Alles so tun, dass es der Vision einer Gemeinde entspricht, die Programme durchdenken, die Vision immer wieder erfrischen, die Vielfalt der Gaben einsetzen.

Durch die Impulse der Kongresse ist ganz neu Hoffnung für die Rolle der Gemeinde in einer Stadt gewachsen – und es sind ganz andere Gaben aktiviert worden, die vielleicht früher nicht so im Blick waren.

Warum ist Willow Creek auch in Zukunft wichtig? 

Die große Bedrohung von Gemeindearbeit – nach und vor Corona – ist: Visionsverlust und Müdigkeit. Gemeindearbeit ist Marathonlaufen – für Ehrenamtliche genauso wie für Hauptamtliche. Du brauchst immer wieder neue Vision, neuen Mut, gute Beispiele und Vorbilder.

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Natürlich sind wir nach Corona müde – und natürlich sind Pausen wichtig. Aber am Ende hilft am meisten, wenn man sieht, dass Menschen durch unsere Gemeinden tatsächlich ein verändertes Leben bekommen, mit neuem Mut an ihre Probleme gehen, die Gemeinschaft mit anderen genießen.

Gemeinde ist Hoffnung der Welt – das klingt so vollmundig. Aber wenn sie ihre Arbeit gut machen, dann sind sie tatsächlich der große liebevolle Leuchtturm, der zu Jesus einlädt. Und in der Begegnung mit ihm verändert sich unser Leben. Hier wieder neu begeistert zu werden, das erwarte ich vom Leitungskongress 2022 in Leipzig und den Übertragungsorten in den Regionen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Pascal Alius.

Ulrich Eggers ist 1. Vorsitzender von Willow Creek Deutschland.


Der Willow Creek Leitungskongress 2022 steht unter dem Motto „Connected – Verbunden“. Er findet vom 25. bis 27. August in Leipzig statt. Es sind noch Plätze verfügbar. Der Kongress will nach der Coronapandemie Unterbrochenes wieder verbinden und Verbindungen neu gestalten: „zu Gott, zu mir selbst, meinem Team, meiner Gemeinde, zu anderen Kirchen und Bewegungen“. Hier kannst du dich für die Veranstaltung anmelden.

Transparenzhinweis: Ulrich Eggers war verlegerischer Geschäftsführer der SCM Verlagsgruppe und Verlagsleiter des SCM Bundes-Verlags, zu dem auch Jesus.de gehört.

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