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Umfrage: Deshalb sorgen US-Evangelikale sich nicht um Klimawandel

Evangelikale in den USA glauben, dass die Menschen in Gottes Auftrag die Erde bewahren sollen. Trotzdem machen sie sich unter allen US-Amerikanern am wenigsten Sorgen wegen des Klimawandels. Warum?

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US-Amerikanerinnen und -Amerikaner mit starkem religiösem Glauben machen sich laut einer Umfrage weniger Sorgen um die Klimaerwärmung als ihre Landsleute, denen Religion nicht so wichtig ist. 42 Prozent der Menschen mit starker religiöser Bindung vertreten die Auffassung, der Klimawandel sei ein sehr ernstes Problem, berichtete das „Pew Research Center“. Bei denen mit geringer religiöser Bindung sind es 72 Prozent.

Am wenigsten Sorgen machen sich demnach Evangelikale (34 Prozent). Allerdings hält ein Großteil der US-Evangelikalen (64 Prozent) die Erde für heilig. Sie glauben, dass Gott die Menschen beauftragte, die Erde zu bewahren (86 Prozent). Trotzdem sorgen sie sich kaum wegen des Klimawandels. Das „Pew Research Center“ fragte: Warum?

Als Gründe führten Evangelikale an, dass es deutlich größere Probleme gebe (34 Prozent), Gott das Klima kontrolliere (29 Prozent) oder der Klimawandel die meisten Menschen nicht groß beeinträchtige (19 Prozent). 15 Prozent glaubten außerdem nicht an den Klimawandel. Mehr als andere Gruppen befürchteten Evangelikale, Klimavorschriften würden die persönliche Freiheit beeinträchtigen (56 Prozent).

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Der größte Faktor für die Meinung zum Klimawandel ist die politische Orientierung. 78 Prozent der demokratischen Evangelikalen halten den Klimawandel für ein großes Problem. Evangelikale und Menschen mit starkem religiösen Engagement seien jedoch eher Republikaner als Demokraten, schreibt das "Pew Research Center". Und Republikaner glauben deutlich weniger als Demokraten an einen menschengemachten Klimawandel.

Die allermeisten US-Amerikaner sehen ihr Klima-Verhalten nicht als Frage der Moral. Nur zehn Prozent gaben an, einen PKW mit hohem Benzinverbrauch zu fahren, sei "moralisch falsch". Bei der Erhebung hat das "Pew Research Center" vom 11. bis 17. April 2022 10.156 Menschen in den USA befragt.

Link: How Religion Intersects With Americans' Views on the Environment (Pew Research Center; Englisch)

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7 Kommentare

  1. Christen sind Schöpfungsbewahrer/innen

    Existenzialisten glauben immerhin, der Mensch sei gewissermaßen ins Leben geworfen (von wem ?), müsse also existieren, weil ihn niemand fragte. Da sie aber davon überzeugt sind, dass es keinen allgemeingültigen Sinn des Lebens gibt, selbst das Universum möglicherweise nicht wisse warum es wurde und wohin es will: Daher muss dann jede und jeder in seinem Erdenleben leider einen eigenen Sinn basteln. Wir machen dann möglicherweise die Welt, so wie sie uns gefällt. Ich befürchte, da wir alle Egoisten sind, wollen wir dann auch die anderen Menschen gerne nach unserem Bild machen. Andere sind sodann wie unsere Vorurteile, oder Untergebene unseres Willens und Strebens. Es entstehen so Zerrbilder.

    Bei unserem christlichen Glauben bin ich uneingeschränkt bei den Kommentaren von Andi. Gott ist der absolut Gute. Dann hat es Sinn dass alles existiert und nicht das Nichts. Weil Gott ist, existiert das Universum und auch unser kleinen Planet am Rande einer Galaxis, von denen es nach wissenschaftlicher Schätzung 1 Billion gibt. Aber alleine unsere Galaxis (Milchstraße) verfügt wahrscheinlich über 400 Milliarden Fixsterne, Sonnen also, und viele größter als unsere. Will sagen: Unser Gott der Liebe und Barmherzigkeit ist unendlich groß, seine Macht ist unermesslich, aber seine innere Größe besteht darin, dass wir nicht tiefer fallen können als in seine geöffneten Hände. Wir existieren, weil Gott uns unverdient liebt. Die Offenbarung beschreibt Katastrophen, die nicht (wirklich) Gott generiert, sondern zumeist wir selbst. Der Schöpfer wird selbst Menschen, kann fühlen wie es uns in dieser seiner Schöpfung ergeht, wenn wir ganz tief fallen, bzw. bei unseren Mitmenschen oder diktatorischen Staaten unter die Räuber und Mörder geraten. Er hat dies gefühlt, als er an einem Kreuz aufgehängt wurde und zu Tode kam. Mehr Liebe, Zugewandtheit und Solidarität kann niemand geben als der Schöpfer alleine.

    Aber diese gute Gott, der Liebe und Barmherzigkeit in Person ist, und der uns auch nur mit den Mitteln der Liebe richtet, will dass wir die Erde, als ein winziges Teilchen seiner Schöpfung, unbedingt bewahren. Dieser schöne blaue Planet ist wie das Wohnzimmer Gottes. Es werden auch Zeiten kommen, in denen die Menschen die Schwerter zu Pflugscharen (Werkzeugen) machen und den Krieg ächten. Nicht aus eigener Macht, sondern weil der unendliche Geist unseres Schöpfers dies möglich macht. Und ganz am Ende von allen Dingen steht eine völlig neue Schöpfung. Wir haben eine sehr gute Zukunft. Christen sind dankbar für die Versöhnung, die Gott durch Jesus geschaffen hat. Und gerade deshalb setzen sie sich (zumeist !?) ein für die Bewahrung seiner Welt, gemeinsam mit anderen Mitmenschen guten Willens. Sie möchten sie nicht mehr ausbeuten. Das Gottesbild von Reinhold Geppert macht mir Angst. Nicht weil Gott so sein könnte, sondern weil nicht nur er ihn eher als einen universellen Staatsanwalt ansieht. Jesus aber ist für jeden Menschen gekommen, und für die Erlösung aller Menschen und die Erneuerung der Welt.

  2. Es ist naiv zu glauben, der Mensch könne das Klima beeinflussen. Das Klima ist keine konstante. Das Klima ändert sich seit Gott die Welt erschaffen hat. Wenn wir in die Offenbarung schauen, dann lesen wir , was Gott uns schicken wird. Zu glauben der Mensch könne dies verhindern ist heidnisch.

    • Diese Aussage finde ich problematisch. So ist es wohl eher heidnisch, wenn man glaubt, den Naturgewalten hilflos ausgeliefert zu sein. Gott hat uns damit beauftragt, uns die Erde untertan zu machen und die Schöpfung zu bewahren. Das schließt auch mit ein, dass wir das Klima beeinflussen – zum Guten wie zum Schlechten. Auch der Verweis auf die Offenbarung ist in diesem Zusammenhang eher unpassend. Der wird nur allzu gerne vorgeschoben, um mit Endzeits- und Gerichtsphantasien Stimmung zu machen – gegen die böse Welt und für die „wahren Gläubigen“. Dies hat viel mehr heidnische Elemente, als so Mancher wahrhaben will!

      Das, was in der Offenbarung beschrieben wird, unterscheidet sich elementar vom Klimawandel, der jetzt stattfindet und der Fatalismus einiger „Frommer“ ist einfach verantwortungslos!

      • Ich bleibe dabei. Und das bedeutet, dass uns Gott diese Schöpfung anvertraut hat um sie zu bewahren und zu bebauen. Das heisst aber nicht, dass das Klima konstant bleibt. Grönland war früher einmal eisfrei. Im augenblick nicht. Zur Zeit schmilzt das Eis auf der Nordhalbkugel, dagegen nimmt es auf der Südhalbkugel zu. Gott hat uns zugesagt, solange die Erde besteht wird es Saat und Ernte geben, Frost und Hitze. Gott hält seine Zusagen. Er hat aber nicht gesagt dass das Weltklima konstant bleibt. Menschen die meinen sie können den Wandel des Weltklimas aufhalten sind Narren.

        • Es geht hier nicht um globale Kalt- und Warmzeiten, die es als sehr langfristige Entwicklungen über viele Jahrtausende bzw. länger immer wieder in der Erdgeschichte gegeben hat, sondern darum, dass wir seit Beginn der Industrialisierung einen massiven und messbaren Einfluss des Menschen auf das aktuelle Erdklima erleben. Es ist wichtig und sinnvoll, zu handeln.

    • Warum scheinen manche Menschen fast danach süchtig zu sein, merkwürdige Dinge zu glauben, während andere eher skeptisch sind.

  3. Nur allzu leicht wird Glaube zum religiösen Egoismus. Dies ist offenbar bei den US-Evangelikalen besonders häufig anzutreffen, doch auch hier in Deutschland kenne ich Christen, die meinen, es reiche völlig aus, wenn sie persönlich sich sicher fühlen. Diese Einstellung steht jedoch im Gegensatz zur Botschaft Jesu: Man muss als Christ sicher nicht die Weltuntergangs-Panik einiger Klima-Aktivisten teilen und kann das Thema mit mehr Gelassenheit angehen. Doch der Auftrag, die Schöpfung zu bewahren bedeutet etwas anderes, als sie gnadenlos auszubeuten und seine Mitgeschöpfe rücksichtslos auszurotten. Wer die Welt zu zerstören versucht, und sei es auch aus Gedankenlosigkeit, der macht sich schuldig vor Gott und den menschen.

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