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USA: Neuer Präsident der südlichen Baptisten gegen Frauen im Pastorenamt

Die theologisch konservative Southern Baptist Convention hat einen neuen Präsidenten gewählt – Willy Rice sprach sich stark für konservative Werte aus.

Der in der Jahresversammlung neu gewählte Präsident Willy Rice arbeitete zuvor in verschiedenen Kirchen in Florida und Alabama. Der 62-Jährige besitzt einen Master in Theologie und einen sogenannten Doctor of Ministry – ein in Deutschland nicht anerkannter berufsspezifischer Doktorgrad, der eher praxisorientiert ist.

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Das Wort Gottes ernst nehmen

Der Pastor der Calvary Baptistenkirche in Clearwater (Florida) erhielt 57,56 Prozent von 9.063 abgegebenen Stimmen. Sein Gegner Josh Powell erhielt 42,16 Prozent.

Damit ist Rice der Nachfolger von Clint Pressley, der für zwei Amtsperioden im Dienst war. Adrian Taylor, Pastor der Springhill Church in Gainesville, nominierte Willy Rice mit den Worten: „Er wird der kommenden Generation zeigen, dass wir das Wort Gottes ernst nehmen […]: „Kulturen verändern sich, Menschen verändern sich, […] aber das Wort Gottes bleibt dasselbe.“

Für Tradition – gegen „soziale Revolution“

In einem Interview mit der Baptist Press sprach er sich zuvor stark für die Autonomie lokaler Kirchengemeinden aus, die die Southern Baptist Convention (SBC) auszeichne.

Er gab zudem das Wahlversprechen, mehr Zeit für durchdachte und offene Debatten zu lassen, sodass umstrittene Resolutionen nicht mehr leichtfertig getroffen würden. Dabei spielte er auf Resolution 9 aus dem Jahr 2019 an, welche die Critical Race Theory (zusammengefasst: Rassismus ist in der amerikanischen Gesellschaft verankert) als nützliches Analyse-Werkzeug bezeichnete, das jedoch unter der Heiligen Schrift steht. Viele Mitglieder der SBC kritisierten, dass der Critical Race Theory in der Resolution ein zu hoher Stellenwert zugesprochen würde. „Ich glaube, viele Leute haben für etwas gestimmt, das sie nicht verstanden haben“, sagte Rice im Interview mit der Baptist Press.

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Gegen Frauen im Pastorenamt

Rice sprach sich zudem gegen Frauen im Pastorenamt aus und sagte im Nominierten-Interview vor der Wahl, dass der Titel eines Pastors zu inflationär benutzt würde. Auf seiner Webseite gab er an, die «soziale Revolution» der vergangenen 25 Jahre habe die «biblische Wahrheit über Gender und Sexualität» angegriffen.

Die Delegierten der Jahresversammlung sprachen sich mit deiner Drei-Viertel-Mehrheit dafür aus, dass nur Gemeinden Mitglied der SBC sein dürfen, die keine Pastorinnen beschäftigen. 2025 war eine entsprechende Vorlage noch an der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit gescheitert. Damit die Regelung Teil der Kirchenverfassung wird, muss die Jahresversammlung das Votum 2027 bestätigen.

2023 hatte die SBC eine ihrer größten Gemeinden, die bekannte Saddleleback-Church in Kalifornien, ausgeschlossen, weil dort Frauen ordiniert worden waren.

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