Brutal gedreht, hoffnungsvoll erzählt: Die Darsteller von „The Chosen“ sprechen über die Kreuzigung Jesu und die schwersten Szenen der Serie.
Fünf Staffeln lang sind die Jünger in „The Chosen“ mit Jesus durchs Land gezogen. Sie haben Wunder erlebt, Anfeindungen ausgehalten und oft nicht verstanden, was er eigentlich vorhat. Am 15. November startet Staffel sechs bei Prime Video und zeigt die letzten 24 Stunden im Leben Jesu bis zur Kreuzigung.
Die Schauspieler sagten der Christian Post am Set in Texas, dass sich die Geschichte der letzten Stunden Jesu nur schwer erzählen lasse. Denn die Jünger erleben die Ereignisse ohne das Wissen, das die Zuschauer haben: Sie vertrauen Jesus, ahnen aber weder die Kreuzigung noch die Auferstehung. Die fünfte Staffel endete damit, dass Jesus (gespielt von Jonathan Roumie) nach dem letzten Abendmahl und dem Verrat durch Judas festgenommen wird.
„Kein leichter Stoff, aber am Ende macht er Mut“
Paras Patel, der den Jünger Matthäus spielt, beschreibt die sechste Staffel als „ziemlich erschütternd“. Die Ereignisse rund um die Kreuzigung seien chaotisch und emotional aufgeladen. Zugleich würden manche Figuren in ihrer Verzweiflung über sich hinauswachsen. Viele Zuschauer wollten diese Folgen wegen des schweren Themas am liebsten meiden, sagt Patel. „Es wird schwer auszuhalten sein.“ Dennoch lohne es sich, dranzubleiben: Wer sich auf die Geschichte einlasse, gehe am Ende „mit neuer Hoffnung und neuer Kraft“ daraus hervor.
Maria und die Frauen unterm Kreuz
Vanessa Benavente, die Jesu Mutter Maria spielt, sagt, Marias Abschied habe schon vor Jahren begonnen. Sie verweist auf eine Szene der dritten Staffel, in der Jesus seiner Mutter am Grab Josefs sagt, dass er nicht zurückkommen werde. Für Maria sei das ein Albtraum, vergleichbar mit Eltern eines unheilbar kranken Kindes: Sie wissen, dass die Zeit begrenzt ist, aber nicht, wann sie endet. „Wie nimmt man Abschied?“, fragt Benavente. Zudem erinnert sie daran, dass es Frauen waren, die bis zuletzt bei Jesus blieben. Das zeige, welche wichtige Rolle sie in seinem Wirken hatten.

Die bisher aufwendigste Staffel
Gedreht wurde in Texas, Utah und im italienischen Matera. Dort arbeitete das Team drei Wochen lang an den Kreuzigungsszenen, heißt es. Roumie nahm dafür laut Bericht rund elf Kilogramm ab. Die Maskenbildner brauchten jeden Tag mehrere Stunden, um die Wunden zu schminken.
Zum ersten Mal zeigt die Serie auch eine übernatürliche Ebene mit Engeln und Dämonen. Serienschöpfer Dallas Jenkins nennt die Staffel „brutal“, körperlich wie seelisch. Das Team habe dadurch eine Ahnung davon bekommen, welche Opfer nötig sind, um das größte Opfer überhaupt darzustellen. „Wir kommen da nur durch, wenn wir beten und uns Gott anvertrauen“, so Jenkins.
Diesen Artikel haben wir von C-Heute übernommen. Das neue Newsportal C-Heute bietet verlässliche christliche Inhalte. Das wachsende Angebot umfasst Nachrichten aus Kirche, Gesellschaft und Weltgeschehen. Dazu kommen Hintergrundberichte, Interviews und Kommentare sowie Beiträge zu Spiritualität, Gemeinde und Glaubensleben.
Mehr zu The Chosen:
