Die Bremische Evangelische Kirche ist als erste Landeskirche überhaupt Mitglied der internationalen Nagelkreuzgemeinschaft geworden. Damit übernimmt sie eine besondere Verantwortung für Frieden und Versöhnung.
Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) ist am Sonntag, 1. November, Mitglied der internationalen Nagelkreuzgemeinschaft geworden. Im St. Petri Dom hat Reverend Dr. Canon Kate Massey, amtierende Dekanin von Coventry, um 10 Uhr zwei Nagelkreuze übergeben. Die BEK ist die erste Landeskirche überhaupt, die dieser Gemeinschaft angehört.
Das Nagelkreuz stammt aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kathedrale von Coventry in England. Die Nagelkreuzgemeinschaft setzt sich seit 1945 für Frieden und Versöhnung in Europa und weltweit ein. Mit der Mitgliedschaft übernimmt die BEK die Aufgabe, das Versöhnungsgebet von Coventry in Kirche und Stadt zu tragen.
Eines der beiden Kreuze soll im kommenden Jahr fest auf den Treppenstufen vor dem Dom installiert werden und so an einem öffentlichen Ort für alle zugänglich sein. Das zweite, „mobile Nagelkreuz“ soll durch die Gemeinden der BEK wandern und vor Ort Gespräche und Denkanstöße anregen.
„Liebe, nicht Hass, Frieden, nicht Krieg, sind Gottes Wille.“
Pastorin Inge Kuschnerus, Beauftragte für die Nagelkreuzaktivitäten der BEK, sagte, für die Kirche gehe ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Das Kreuz stehe für Frieden im Kleinen wie im Großen. Die Kirche bete darum und arbeite dafür mit weltweiten Partnern zusammen, unter anderem in der Ukraine, in Polen und in Westafrika.

Kirchenpräsident Dr. Bernd Kuschnerus erklärte, die Bitten des Nagelkreuzgebets seien aktueller denn je. Er betonte: „Liebe, nicht Hass, Frieden, nicht Krieg, sind Gottes Wille.“ Das Kreuz zeige, dass Hoffnung stärker sei als Resignation vor Hass, Gewalt und Krieg. In Bremen sind künftig Friedensandachten geplant. Außerdem soll im Rahmen des Mittagsgebets im St. Petri Dom freitags ein Friedensgebet stattfinden.
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