Markus Söder Bayern Kreuz
Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident (CSU), hängt ein Kreuz im Eingangsbereich der bayerischen Staatskanzlei auf (Foto: Peter Kneffel/dpa)
Im Eingangsbereich aller staatlichen bayerischen Dienstgebäude soll künftig ein Kreuz hängen. Dies hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte laut einer Mitteilung der Staatskanzlei: „Das Kreuz ist grundlegendes Symbol unserer bayerischen Identität und Lebensart.“ Ein Kirchenrechtler äußert Bedenken. Der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm begrüßt die Anordnung, sprach jedoch auch eine Warnung aus.
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Das Kreuz stehe für elementare Werte wie Nächstenliebe, Menschenwürde und Toleranz, so der Ministerpräsident. Direkt im Anschluss an die Kabinettssitzung brachte Söder persönlich ein Kreuz im Eingangsbereich der Staatskanzlei an. Für seinen Beschluss änderte der Ministerrat die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats. Dort heißt es nun, im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat sei „als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland anzubringen“.

Die neue Regelung gilt ab dem 1. Juni verpflichtend für alle staatlichen Behörden. Allen Gemeinden, Landkreisen und Bezirken werde empfohlen, entsprechend zu verfahren, heißt es in der Kabinettsmitteilung.

„Ein heikler Grenzfall“

Der Göttinger Kirchenrechtler Hans Michael Heinig hält die bayerische Anordnung für problematisch. Evident verfassungswidrig sei die Entscheidung des Kabinetts von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) allerdings nich. Sie berühre aber die Verpflichtung des Staates zur religiös-weltanschaulichen Neutralität und stelle daher „einen heiklen Grenzfall“ dar, argumentierte der Universitätsprofessor. Zudem sieht der Verfassungsrechtler einen Versuch, eine Religion zu vereinnahmen. Religionspolitisch wäre zu fragen, „ob dort nicht ein Glaubenssymbol auf problematische Weise politisch instrumentalisiert wird“, sagte Heinig. Das Bundesverfassungsgericht habe in der Vergangenheit hervorgehoben, dass das Kreuz gerade nicht nur auf kulturelle Prägungen, sondern auf den Kern des christlichen Glaubens verweise und der Staat sich diese Dimension nicht zu eigen machen dürfe. Hier könne eine Identifikation des Staates mit dem Christentum wahrgenommen werden.

Kirchenvertreter: „Gute Anordnung, aber…“

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Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, begrüßte die bayerische Anordnung, warnte aber zugleich davor, das Kreuz für politische Zwecke zu missbrauchen. Ein Kreuz an der Wand sei auch eine Selbstverpflichtung, sagte der bayerische Landesbischof im Bayerischen Fernsehen. Hänge man Kreuze auf, müsse man auch den Inhalt des Kreuzes ernst nehmen. Bedford-Strohm sagte, er wolle sich nicht zu parteipolitischen Fragen äußern: „Was aber ganz klar ist, dass niemand ein religiöses Symbol wie das Kreuz für politische Zwecke missbrauchen darf.“

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sagte im Radiosender Bayern2, er begrüße die Entscheidung des Kabinetts zwar grundsätzlich. Für ihn komme es aber auf die Deutung des Kreuzes an: „Alle Menschen, die das Kreuz anschauen, verpflichten sich, das zu leben und voranzubringen, was das Kreuz bedeutet.“

Links:
Bericht aus der Bayrischen Kabinettssitzung
Wir sagen ja zum Kreuz – Erklärung bayerischer Theologieprofessoren

39 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das finde ich sehr sehr gut. Endlich mal jemand, der Mut und Wichtigkeit für das Christentum in unser Deutschland zeigt!!!

  2. Super,
    Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen,
    Herr SÖDER und ganz herzlichen Glückwunsch, lieber Roman, zur Ernennung zum PP.

  3. Allein aber mit dem Aufhängen des Kreuzes – das ich aber ausdrücklich begrüße! – ist es nicht getan!
    Es gilt auch – und besonders in der Politik! – die christlichen Werte vorzulegen und v.a. für das ungeborene Leben entschiedener als bisher einzutreten!

  4. Religion ist zwar keine Privatsache aber auch nicht staatliche Aufgabe. Religion darf und soll öffentlich wirken und bekannt werden, nur nicht vom Staat. Und nein, das Kreuz als rein kulturelles Symbol zu bezeichnen ist schlichtweg Unsinn, das Kreuz ist ein christliches Bekenntnis. Der deutsche Staat hat keine Staatsreligion und keine Staatskirche. Ich kann gut verstehen, wenn sich Muslime oder Atheisten daran stören.
    Ein Weihnachtsbaum, ja das ist Kulturgut, hat ja auch nichts mit Weihnachten zu tun. Osterhase und bunte Eier sind Kulturgut, haben ja auch nichts mit Ostern zu tun. Aber, dass ein Kreuz kein christliches Bekenntnis sei, greift DAS Kerngeschehen christlichen Glaubens an.

    • Da unser Grundgesetz und die bayerische Verfassung den biblischen Wertekanon des Alten (10 Gebote) und Neuen Testamentes (z. B. Bergpredigt Jesu und sein Gebot der Nächstenliebe) als Grundlage hat, siehe Präampel, ist es für mich ein deutliches und richtiges Zeichen. Zu politischen Strategiespielchen darf es nicht misbraucht werden. Von mir aus können sich die Muslime daran stören. Der Islam hat ja den Anspruch, in allen Bereichen des Lebens (sozial, kulturell, und politisch) ALLEIN maßgebend zu sein.

  5. Die Entscheidung finde ich gut und mutig.

    Leider sind nur die öffentlichen Dienstgebäude betroffen. Was aber ist mit den Schulen ? Ach hier sollte man unsere Werte und Identität bezeugen.

    • M.E. muss diese unerhörte Vereinnahmung des Kreuzes als kulturelles und identitätsstiftendes Symbol für eine sich über Abgrenzung von anderen definierende Gemeinschaft, wie Söder Bayern scheinbar sieht, auf nichts als Widerspruch von christlicher Seite treffen. Das Kreuz ist ein christliches Symbol und stehe aus meiner Sicht für die Aufgabe der eigenen Identität, die durch Ethnie, Geschlecht und andere Merkmale definiert ist (Gal 3,28) und der Annahme einer christusförmigen Identität, die sich zu Zugehörigkeit zur Gemeinschaft Gottes definiert. Sie kann nicht durch andere Interessen in Beschlag genommen werden und dort wo es getan wird, ist es angebracht, zu widersprechen

  6. Oh, oh, dazu ließe sich jetzt sehr viel Zustimmendes und Ablehnendes sagen. Nur soviel: Mich lässt das ungute Gefühl nicht los, dass manche Politiker gerne Jesus und sein Kreuz für ihre Interessen in Anspruch nehmen möchten, aber allein durch ihre Äußerungen, für was das Kreuz Jesu ihrer Meinung nach eigentlich stehe, zu erkennen geben, dass sie von Jesus nichts verstanden haben. Wenn ihnen das Kreuz wirklich etwas bedeuten würde, dürften sie es nicht als Symbol für die Abgrenzung gegenüber nichtbayerischen „Identitäten und Lebensarten“ missbrauchen. Der christliche Glaube an Jesus schließt niemanden aus. „Jesus ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“ (1. Jh 2,2). Ich schäme mich für diese politische Anmaßung. Das Kreuz steht auch nicht für menschliche Nächstenliebe, oder für die menschliche Würde und auch nicht für politische Toleranz. Die Richtung ist umgekehrt: Das Kreuz steht für die Liebe Gottes zu den Menschen. Es steht für Gottes Mitleiden. Es steht für die Sündenvergebung, die von Gott ausgeht. Das Gebet Jesu „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ müsste von jenen Politikern erstmal durchdekliniert werden, bevor sie das Kreuz Jesu in Anspruch nehmen dürften.

    • Ich halte nicht viel von Markus Söder. Aber diese Nachricht hat mich sehr überrascht. Mein erster Gedanke war: „was ist den in den gefahren?“ dann aber habe ich weitergelesen und diesen Unsinn „das Kreuz stehe für elementare Werte wie Nächstenliebe, Menschenwürde und Toleranz.“ gesehen. Als ob eine Kreuzigung etwas menschenwürdiges wäre! Der Mann scheint nicht die leiseste Ahnung zu haben. Wer das Kreuz verstehen will, muss zunächst erstmal ein Unrechtsbewusstsein entwickeln. Der muss erkennen, dass etwas zwischen einem selbst und dem Schöpfer steht und dass man selbst nicht aus der Welt schaffen kann: die Sünde. Ich wollte schon in die Tasten hauen, dann aber habe ich Ihren Kommentar gelesen, Herr Becker. AMEN, Amen! Etwa so hätte ich mich auch geäußert.

    • Ich bin Darwinist, impertinent von seiner Idee der Evolution überzeugt. Dass der liebe Gott dahintersteckt, halte ich für eine Zumutung. Sie wurde von jenen erfunden, die von einem freien, selbstbestimmten Menschen – sprich selbstbestimmten Leben – nichts wissen wollen. Ihr Mensch soll Sünder sein, soll sich ducken und buckeln. Und den „Schöpfer“ vergötzen. In alle Unendlichkeit.
      Dass wir hinterher in die Hölle oder ins Himmelreich müssen, klingt noch infantiler.

      • Hallo Dieter, ich widerspreche Dir nur in einem Punkt: „Ihr Mensch soll Sünder sein, soll sich ducken und buckeln.“ Das ist ein völlig falsches Zerrbild dessen, was der Mensch nach Gottes Willen sein soll. Wer an Gott glaubt, hat ein Leben in Fülle (Joh 10,10). Gott nahe zu sein, ist mein Glück (Ps 73,28). Das ist wirkliche Freiheit: Gott mehr zu gehorchen als den Menschen (Apg 5,29), weil es nur einen gibt, der wirklich gut ist: Gott (Mk 10,18). Ja, das von Dir geglaubte Bild des Menschen gibt es wirklich – in Verhaltensweisen, die ich gerne als „religiös“ bezeichne. Zu kurz gegriffen daran ist nur, dass Du es mit dem lebendigen Glauben an Jesus Christus verwechselst. Liebe Grüße Hans

        • Guten Abend Hans,
          als Kind glaubte ich an Gott, doch der ist mir mit den Jahren verlorenen gegangen. Ich halte ihn für eine Erfindung, die der Mensch gemacht hat – um mit diesem Leben fertig zu werden. Ich denke, viele brauchen Gott als Maßstab, als Vater, als jemanden, der sagt, wo es langgeht.
          Religionen werden uns Menschen immer voneinander trennen, meist mehr, manchmal weniger.
          Also, ich glaube nicht mehr. Ich denke jetzt.
          LG Dieter

  7. Ein Kreuz ist ein Symbol für das Schlimmste und Menschenverachtendste was wir Menschen je bewerkstelligt haben… einen Unschuldigen töten, nur weil wir die Wahrheit, die er redete und die Nächstenliebe und Toleranz die er lebte nicht ertragen konnten. Wenn dieses Symbol Teil der Identität von uns in Bayern lebenden ist, na dann überlege ich mir doch spontan ins grüne Baden Württemberg auszuwandern. 😉

    • Leider hast du das nicht ganz verstanden. Jesus ist freiwillig für uns (ja auch dich) ans Kreuz gegangen. Lies mal in der Bibel. Da steht das drin.

  8. Für mich ein klassischer Fall von „du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen“. Oder auch „gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“.
    Da wird Religion instrumentalisiert um sich vor unerwünschten oder Angst machenden „Fremden“ – nämlich unseren Nächsten – abzugrenzen. Feige und falsch finde ich das. Das Kreuz ist ein Symbol für die Liebe Gottes zu allen Menschen, nicht ein Symbol für ein rückständig engstirniges Bundesland.

    • Nur so viel! Wie kommt „Marieta“ eigentlich auf die Schnapsidee, ausgerechnet Bayern sei ein rückständig engstirniges Bundesland?
      Ich bin übrigens kein Bayer und wohne auch nicht dort!

  9. Besser als Hans Becker kann ich mich auch nicht ausdrücken. Ich finde diese Aussage sehr gut. Genauso gehört der Religionsunterricht dazu. Aber ohne die L I E B E dazu sehe ich die Vergangenheit ??? Es ist jedenfalls besser als ein Kopftuch oder eine schwarze Mumie mit Schlietzaugen aufzuhängen.

  10. WArum auch nicht? Wieso müssen wir uns verstecken?
    Sicherlich wird deshalb kein Mitarbeiter einer Behörde “ christlich“.
    Ich find das ne gute Sache und ein Zeichen, ich hoffe nur, dahinter steckt nicht nur der Wahlkampf zur
    LAndtagswahl, was auch sein könnte 😉

  11. Gebete helfen.
    Bitte betet weiter dafür, dass Kreuze in unserem Land aufgehängt bleiben dürfen.
    (das sich Muslime zB. nicht daran stören, und auch nicht glauben, was gesagt wird – dadurch wird ihnen Kraft genommen, wenn sie ein Kreuz sehen) Bitte beten !

  12. Das Kreuz bedeutet viel mehr als das für was wir es halten. Das erinnert uns an das Opfer von Jesus für uns Menschen. Es ist kein Instrument für die Politik etc. Aber es ist und bleibt das Symbol der Christenheit das überall hängen sollte, nicht nur lnnen sondern auch Aussen an Gebäuden. Das Abhängen der Kreuze vor einigen Jahren hat gezeigt dass wir schnell gegenüber anderen religiösen Strömungen unsere Prinzipien und Einstellungen aufgeben. Sogar unseren Glauben nicht verteidigen können oder nicht wollen und überlassen alles der Tolleranz und Gleichgültigkeit.
    Man hätte von Anfang an die Kreuze nicht abhängen sollen. Ich finde es gut dass mancher doch noch wach wird und sagt wo es entlang gehen soll, in der christlichen Welt.
    Eines ist generell gültig:
    „Wer von der Liebe singt, der kann vom Kreuz nicht schweigen“

    Grüß Gott

  13. Ich finde es sehr gut denn das Kreuz ist das Symbol der Christenheit.
    Leute führt es wieder überall dort ein wo es abgehängt wurde und auch dort wo es noch nie stand. Lasst euch das Kreuz nicht noch einmal wegnehmen.
    Wer von Toleranz und Menschenwürde spricht der soll wissen:
    „Wer von der Liebe singt, der kann vom Kreuz nicht schweigen“

    Grüß Gott Herr Söder, Deutschland und Europa braucht noch solche Männer wie Sie.

  14. Es gibt keine gute Anordnung, ABER !
    Entweder GUT, weil . . . . . . ODER
    Wo bisher kein Kreuz war, sollte man
    auch um die Ernsthaftigkeit kein Kreuz
    aufhängen , damit man nicht einem Geg-
    ner eine Kreuzes Gelegenheit gibt, einen
    Prozess zu führen, und ein Richter ent-
    scheidet, „Kreuz muss weg“.
    Übrigens vor meinem Haus steht ein Karmin,
    Der wie ein Glockenturm aussieht. Da es
    aber kein Glockenturm ist, könnte ich ja,
    „Als Zeichen, hier wohnt ein Christ, oben
    ein großes Kreuz anbringen, vielleicht finanziert
    ja Bayrische Staatskanzlei als nördliche Außen-
    stelle auch die Kosten, wenn ein bayrischer
    Herrgottsschnitzer ein „Pracht-Kreuz“ schnitzt.
    Ich werde meine Idee der Barischen Staatskanzlei
    und damit Herrn Ministerpräsident Söder vortragen.

  15. Unerträglich für Christen: Das Kreuz als «Bekenntnis zur Identität» und zur «kulturellen Prägung» Bayerns, also als eine Art kulturelles Maskottchen zu missbrauchen, ist unerträglich. Es ist die Vergegenwärtigung des Foltertodes von Jesus Christus, Zeichen des lebendigen Gottes, seiner Gnade und seiner Hinwendung zu der Verletzten und Schwachen. Und es ist das, was zusammen mit der Auferstehung der grundlegende Unterschied zwischen dem christlichen Glauben und jeder anderen Religion ist. Wir dürfen als Christen nicht zulassen, dass das Kreuz in den völkisch-bajuwarischen Dreck getreten wird.

  16. Das Kreuz ein christliches Symbol für die Erlösung und für die Vergebung, die durch Gott geschenkt wird.

    Ein Kreuz ist eine Erinnerung und eine Selbstverpflichtung und bedeutet, daß man seinen Inhalt auch im politischen Alltag ernst nehmen sollte, auch wenn das Kreuz von manchen als eine Provokation interpretiert wird.
    Gott hat sich nicht versteckt.
    Die Kreuzigung fand in aller Öffentlichkeit statt,
    und die Bitte: Vater, vergib ihnen (Lk 23), hat der HERR auch in aller Öffentlichkeit gerufen.

    Und das Volk stand und sah zu.
    Und die Obersten samt ihnen spotteten sein. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum. Solches darf sich nicht wiederholen! Niemand darf zusehen und niemand darf das Kreuz verbannen, verbrennen oder mit Füßen treten, wie dies in einigen Ländern geschieht.

    Wer das ernst nimmt stellt sich an die Seite der Verletzlichen
    und versteht die Ermahnung an die Mächtigen:
    Überprüft eure Macht und eure Taten, urteilt und handelt in Liebe,
    denn Liebe ist stärker als Haß.

    Die Liebe wird nie getötet.
    Die Liebe steht immer wieder auf.

    Möge die Botschaft des Kreuzes allen ein Trost und auch ein Mahnmal sein.
    Ja, auch als Protest. Das Kreuz ist keine Privatangelegenheit. Die Kreuzigung ist keine kuschelige Privatangelegenheit. Es ist sowohl eine religiöse als auch eine politische.

    Danke, Herr Söder.

  17. Das KREUZ des NT steht nicht nur für Nächstenliebe, sondern vor allem andern als ein Zeichen der Liebe Gottes zu uns Sündern. Das zu erklären, ist nicht die Aufgabe des weltlichen Staates, sondern sollte klar und deutlich von den Kirchen im Lande geschehen! Der evangelische Vertreter meinte, man müsse den Inhalt des Kreuzes ernst nehmen. Gut gesagt. Tut er das denn überall? „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft“ (1. Korinther 1,18). Auch der katholische Bischof begrüßt die Entscheidung des bayrischen Kabinets. (Ich auch). Er meint, man solle das voranbringen, was das Kreuz bedeutet. Dazu 1. Korinther 1,21: „……gefiel es Gott durch die Predigt die zu retten, die glauben.“ An den himmlischen JESUS zu glauben und Ihn anzurufen, nicht Sakramente zu praktizieren. Wir (die Christus JESUS gläubigen) aber predigen den gekreuzigten Christus, den (Kippa tragenden) Juden ein Ärgernis und den (atheistischen) Griechen eine Torheit (1. Kor. 1,23). Dazu sollte man den Beitrag von Peter Hahne in der letzten Ausgabe von idea lesen.

  18. Hallo!
    Auch in Bayern gilt die Neutralitätspflicht. Aber die wird nicht verletzt wie einige meinen, denn das Kreuz gilt für nicht nur für katholische sondern auch für evangelische Christen!

  19. Prinzipiell würde ich ja gerne denjenigen zustimmen, die für jedes wieder zurückgekehrte Kreuz dankbar sind. Ich halte es aber für falsch, wenn die Falschen mir das Kreuz Jesu wegnehmen möchten und es egoistischerweise zu ihrem Kampf-der-Kulturen-Symbol machen wollen. Jesu Kreuz ist eben kein kulturelles und kein politisches Symbol, auch wenn man es dazu religionspolitisch missbrauchen kann. Wenn der Apostel Paulus sagt, dass das Wort vom Kreuz den Erlösten eine Gotteskraft ist (1. Kor 1,18), dann meint er nicht das Zeichen des Kreuzes, sondern das WORT VOM KREUZ. Es ist eben nicht die äußere Form sondern der Inhalt, nicht der Buchstabe sondern der Geist, der lebendig macht. Ja, wir sollen vom Kreuz Christi reden – zur Zeit und zur Unzeit. Aber wir sollen reden und nicht den Menschen das Kreuzeszeichen sprachlos aufdrängen. Gottes Geist will uns wie die ersten Christen zu Pfingsten sprachfähig und wortgewandt machen. Ist schon interessant, die Pfingstpredigt des Petrus aus Apg 2,14-36 zu lesen: Da gibt es nur einen Satz zur Kreuzigung (V. 23b), aber einen ganzen Absatz (V. 24-36) zur Auferstehung Jesu. Das ist die Kraft Gottes, deren Ausgangspunkt das Kreuz Jesu ist. Und die ersten Christen waren sowieso kreative Strategen, wenn es um die Botschaft von Kreuz und Auferstehung ging. Sie haben sich ein Nahrungsmittel, den Fisch und nicht das Kreuz als ihr Erkennungszeichen ausgewählt: ICHTHYS als Akronym für „Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist der Erlöser“ – Zeichen/Logo, Slogan/Claim/Motto/Bekenntnis und Briefing/Mission/Vision in einem. Genialer geht’s nicht. Also, liebe Mitchristen, lasst uns das Wort vom Kreuz nicht verwässern durch zeitgeistigen Quatsch, sondern selbst aktiv werden durch unsere Rede vom Kreuz, welches unsere Kraftquelle ist.

  20. Sehr geehrterHerr Söder
    ich unterstütze mit nachdruck ihr Vorhaben ein Kreuz in allen Amtsstellen anzubringen.
    Durch unseren Glauben, sind wir da angekommen, wo wir heute stehen.
    Und Ihre Aktion unterstützt meinen Glauben.

  21. Das Kreuz ist nicht nur ein Symbol für Toleranz; es ist auch nicht primär das Zeichen für das Christentum – auch wenn es selbstverständlich fest damit verankert ist: Es ist ein Mahnmal, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Es ist ein Zeichen für den neuen Bund und dafür, dass wir damit Gott fürchten, lieben und ehren und seine Gebote vollziehen sollen. Es ist eine Handlungsanweisung und – vor allem – es ist ein heiliges Symbol.
    Und was sagt Söder dazu?
    „Ich wundere mich, dass wir über Toleranz für andere Religionen reden, und uns nicht trauen, zu unseren eigenen Werten, zu unserer eigenen Religion zu stehen“, sagte Söder. Hinter dem Kruzifix stehe auch ein „ideelles Wurzelgeflecht“, zu dem zum einen die Religion an sich gehöre, „aber auch das, was unser Land geprägt hat: die Kirchen, die Klöster, die Werte, die religiöse Erziehung, die kirchliche Prägung dieses Landes“.
    Das Kreuz steht nicht für Werte es steht für Gott.
    Es ist kein ideelles Wurzelgeflecht, wo es auch ein bisschen Religion gibt
    Und es ist schon gar kein Pars Pro Totum für unsere Kirchen und Museen.

    Daran wird deutlich, wie sehr Söder ein hl. Symbol für seinen Wahlkampf instrumentalisiert. Für mich ist das nur eines : Blasphemie.

  22. 🍀!Endlich Mal Ein Politiker Der Sich Für Den Erhalt Christlicher Symbolik Das Kreuz Einsetzt Beim Bedenken
    Bayerischer Gepflogenheiten Und Deutscher Vergangenheit Finde Ich Sehr Toll Sollte Sich Kanzlerin Merkel Mal Ein Beispiel Dran Nehmen Zur Demonstration Gegenseitiger Kultureller Toleranz Und Akzeptanz!🐺

  23. Ein Kreuz hat in den Behörden eines säkularen Staates keinen Platz, den es ist weltanschaulich nicht neutral und vor allem ist es keine bayrisch-heimilge Wanddeko.

    Mit dem Leben von christlich-sozialen Werten könnte die CSU vermutlich mehr punkten als mit diesem populistischen Theater.

  24. Kreuz = MordInstrument. Das Kreuz ist kein angemessenes christliches Symbol. Da könnte man genauso Symbol in Form eines elektrischen Stuhls aufhängen (hätte der Verrat und Hinrichtung unseres Herrn heutzutage stattgefunden).

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