Nach und nach werden Gottesdienste wieder erlaubt. Die beiden großen Kirchen haben deswegen Verhaltensregeln entworfen – mit teils drastischen Maßnahmen.
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Von Nathanael Ullmann

In Sachsen dürfen es Christen schon, in Thüringen auch. Und bald wird es wohl auch wieder in anderen Bundesländern möglich sein: Gottesdienste feiern. Doch trotz der Lockerungen ist die Gefahr des Coronavirus nicht gebannt. Die evangelische und die katholische Kirche haben deswegen jetzt Verhaltensregeln veröffentlicht, die sich jeweils leicht unterscheiden.

Die Basis ist jedoch bei beiden gleich: Sowohl die „Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ als auch die „Empfehlungen zur Feier der Liturgie in Zeiten der Corona-Krise“ schreiben vor, dass die Feiernden einen ausreichenden Sicherheitsabstand wahren. Bei der evangelischen Kirche sind das beispielsweise anderthalb bis zwei Meter in jede Richtung. Im Zweifelsfall sollen Zugangsbeschränkungen eingeführt werden.

Gesichtsmasken empfohlen

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Auch sonst möchten die beiden Kirchen den Kirchenraum auf unterschiedliche Art vorbereitet wissen. Die evangelische Kirche rät beispielsweise, die Empore nicht zu nutzen und die Kirche geordnet zu betreten und verlassen. Die katholische Kirche empfiehlt sogar, Laufwege wenn möglich als Einbahnwege zu markieren und für den Ein- und Ausgang der Kirche verschiedene Türen zu wählen. Das Tragen von Gesichtsmasken beschreibt die Bischofskonferenz als „sofern erforderlich […] maßgeblich“, auch die EKD empfiehlt sie dringend.

Für Trauergottesdienste, Taufen und Trauungen gelten bei der EKD dieselben Bestimmungen. Von Konfirmationen und Ordinationen rät sie vorerst ab. Auch die katholische Kirche legt bei besonderen Feiern eine Verschiebung nahe. Ansonsten fordert sie eine „besonders sorgfältige Einhaltung der Regeln“. Auf jeden Fall ausgesetzt bleiben hingegen Wallfahrten. Erlaubt und von der Bischofskonferenz sogar empfohlen ist der Gottesdienst im Freien.

Unterschiedliche Abendmahlsregeln

Auch für den Ablauf der Gottesdienste haben die Kirchen Regelungen verabschiedet. Weil Singen „besonders hohe Infektionsrisiken“ birgt, bittet die evangelische Kirche, darauf wie auch auf Blasinstrumente bis auf Weiteres zu verzichten. Die katholische Kirche reagiert hier etwas lockerer. Sie bittet nur, von lautem Gemeindegesang abzusehen.

Unterschiede gibt es auch bei den Regeln für das Abendmahl beziehungsweise die Eucharistie. Die EKD erinnert daran, dass „ein Wortgottesdienst keine Minderform von Gottesdienst ist, sondern die vollständige Gegenwart Jesu Christi eröffnet.“ Sollte doch das Abendmahl gefeiert werden, bittet sie, Einzelkelche zu benutzen. Die katholische Kirche hat dazu eine Vielzahl von Regeln aufgestellt. Der Spendedialog („Der Leib Christi“ – „Amen“) sollte beispielsweise allenfalls zusammen ausgesprochen werden, Mund- und Kelchkommunion sind untersagt. Beide Kirchen verbieten den Friedensgruß. Die Kollekte sollen Gemeinden am Ausgang einsammeln.

Die Kirchen wollen ihre Regelungen regelmäßig überprüfen und bei Bedarf anpassen. Ob die Regelungen umgesetzt werden, entschiedet in den katholischen Gemeinden der Ortsbischof. Bei der evangelischen Kirchen sollten die jeweiligen Landeskirchen bzw. Regionen die Bestimmungen umsetzen.

26 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Dass von den Kirchen ein Verzicht auf Gesang kommt, ist für mich absolut unfassbar. Ohne Lieder sind Gottesdienste nichts weiter als „Das Wort zum Sonntag“, nur noch schlimmer. Wenn man auf Musik verzichtet, dann sollte man es komplett lassen.

    Mit solchen selbst auferlegten Einschränkungen machen wir Christen uns zur „beliebigen“ Verfügungsmasse ohne jeden Wert und dienen lediglich auch „Feigenblatt“ für die Religionsfreiheit unserer Politiker. Traurig!

    • Gottesdienst ist kein Rauchopfer

      Lieber Klaus Fischer,
      es ist sicherlich traurig, auf absehbare und hoffentlich kürzere Zeit im Gottesdienst nicht singen z ukönnen. Bei allem, was man an der Politik kritisieren könnte ist jedoch die Vorwurf geradezu absurd, die Politiker machten uns Christen zur Verfügungsmasse ohne jeden Wert und dienten der (falsch verstandenen oder unehrlich gemeinten) Religionsfreiheit der Volksvertreter. Es geht ja gerade darum, Menschen durch eine bestimmte Form von Religionsausübung nicht zu schädigen oder gar zu Tode zu bringen. Einmal abgesehen davon, daß dies weder etwas mit Nächstenliebe zu tun hat und auch nicht mit Verantwortung. Wenn selbst die von uns im allgemeinen als fundamentalistisch angesehenen Religionen sogar ganz auf gottesdienstliche Feiern bisher verzichtet haben, gibt es doch hier hohes Verantwortungsbewusstsein.

      Am besten verstehen dies Menschen mit COPD bzw. von Asthma, auch wenn sie bereits einmal über Stunden keine Luft bekommen haben – das hat was mit Todesfurcht zu tun – und daher beatmet sowie in ein künstliches Koma versetzt werden mussten. Ich glaube jedenfalls, daß man Gott auch lieben darf, und von ihm geliebt wird, ohne sich das bei ihm verdienen zu müssen :Wenn man auf bestimmte Rituale bzw. auch das an sich wertvolle Musikizieren und Singen nicht verzichtet dürfte.
      Als Christinnen und Christen bringen wir keine Rauchopfer mehr dar, auch keine durch Singen. Oder ohne Masken unseren
      Gottesdienst zu feiern. Die menschliche Würde ist genauso unantastbar wie das Recht auf die Unversehrheit der Person und dazu rechnet auch die Gesundheit. Insbesondere wenn schlimme Folgen drohen. Eitle Eifersüchteleien mit Blick auf wieder stattfindenen Fußballspiele, Besucher von Bau- oder Möbelmärkten oder dergleichen halte ich für infantil. Unser Leben sollte ein Gottesdienst sein und dann ist dies auch ein Menschendienst. Man nehme mir bitte meine Auffassung nicht übel .Auch, daß Geduld eine christliche Tugend ist, insbesondere wenn das Ansteckungsrisiko dadurch gemindert wird. Bakterien sind sehr unfromm auch im Kirchenraum. In allen Kirchen, Domen und Kathedralen herrschen leider stets auch die Naturgesetze.

      Das Argument, ohne Lieder sei der Gottesdienst wie das Wort zum Sonntag, hat das Wort zum Sonntag nicht verdient. Und zweitens beginnt der Gottesdienst am Montag mit dem Alltag auch unter Coronabedingungen und endet am Sonntag beim Gottesdienst: Egal ob im Netz, im Fernsehen oder persönlich in der Gemeinde. Und sogar im heimischen Wohnzimmer.

    • Ihre Sorgen möchte ich haben, in der jetzigen schweren Zeit. Aber so sind sie: die ewig Gestrigen, die Hardliner, die Fundamentalisten, die jeglichen Kompromiss ablehnen.

    • Ich stimme dir, Klaus Fischer zu. Es ist traurig, dass so viele Leute sich gern manipulieren lassen. Ich bin froh, dass es mutige Wissenschaftler wie Wodarg und Bhakdi gibt und es werden immer mehr.
      Von den Kirchen bin ich in dieser Corona-Hysterie maßlos enttäuscht.

    • Nun, wenn Ihre Kirche nur für Musik taugt und sonst nichts, ist dies sehr traurig.

      Ich für meinen Teil finde es Sinnvoll das Singen zu vermeiden (oder alternativ 5m Mindestabstand einzuführen). Denn es geht hier um die Vermeidung von Ansteckungen. Die das ist wichtiger als jedes so tolle gesungene Lied.

      Zudem ist Musik ja erlaubt. Dann kann jeder in Gedanken mitsingen.

    • Keiner. Du darfst den ganzen Tag so viel singen wie du willst. Nur halt nicht, wenn du in der Kirche neben anderen Menschen sitzt, die du anstecken könntest.

  2. Schon klar! Leiser Gesang ist deutlich weniger infektiös! *kopfschüttel*
    Mundschutz und Singen dürfte doch wohl hinhauen, ohne sich Gedanken über lat und leise zu machen.

  3. Eigentlich sollte man gemeinsam hier jetzt etwas stärker auftreten. Die Ausübung des Glaubens auch in Formen von Gottesdiensten hat der Staat keinen Einfluss zu nehmen! Er kann empfehlen, doch das umsetzten sollte den Gläubigen überlassen werden. Gesang oder Musik ist ein Teil des Lebensgefühl und kann verzichtet werden oder nicht. Ich komme aus eine Freikirche, die im übrigen keiner Bewegung angehört. Von diesen gibt es in Deutschland weit mehr als die meisten denken. Diese haben andere Formen, oft jüngere Gottesdienstbesucher usw. Musik ist ein fester Bestandteil und wird es auch bleiben wie das gemeinsame beten des Vater unser usw.

    Was ist mit Kinderarbeit. In der Schweiz gibt man nun offen zu das Kinder bis 10 Jahre gar kein Problem sind im Bezug auf Cobit-19 da sie sich nicht anstecken können und damit auch kein Überträger sind. Dort können also Großeltern wieder mit den Enkeln spielen, umarmen usw…… wie sieht es bei uns Christen aus? und in der Kirche?

    [Lieber Michael Idler, Sie veerbreiten hier eine potenziell gefährliche Falschinformation: Auch Kinder können sich mit Corona anstecken. Sie beziehen sich vermutlich auf Daniel Koch. Er hat seine Aussage inzwischen präzisiert und eingeräumt, sich nicht auf empirische Daten bezogen zu haben. Er hat außerdem klargestellt, dass sich Kinder sehr wohl infizieren können. Richtig ist, dass der Verlauf der Krankheit bei Kindern meistens milder erfolgt. Die Redaktion.]

    man muss sehr aufpassen das man sich als Gläubige Menschen nicht noch mehr beschränken lässt ud das Gläubige die Möglichkeit haben ihren Glauben und damit auch Gottesdienste leben dürfen!
    Übrigens gab es schon mehr als einmal solche Epidemien in Deutschland in Form der Influenza. Die shatte bisher niemand interessiert und klar es gab auch ein paar Tode und kranke und Einschränkungen.
    Wir sollten für die Menschen da sein und ihnen begegnen, sonst gibt es ganz viel nacharbeit, nicht nur in Trauerfällen, sondern auch in der Betreuung von gestörten Kindern und Erwachsenen…

    Gottesdienst und Begegnungen müssen sein…. und die Eingriffe in die Religionsfreiheit sind auch in unserem Lande spürba.r

    • Lieber Michael Idler, Sie veerbreiten hier eine potenziell gefährliche Falschinformation: Auch Kinder können sich mit Corona anstecken. Sie beziehen sich vermutlich auf Daniel Koch. Er hat seine Aussage inzwischen präzisiert und eingeräumt, sich nicht auf empirische Daten bezogen zu haben. Außerdem hat ern klargestellt, dass sich Kinder sehr wohl infizieren können. Richtig ist, dass der Verlauf der Krankheit bei Kindern meistens milder erfolgt. Die Redaktion.

    • Manches macht „“fassungslos““

      Wie klug und achtsam – und damit christlich – ist doch die abwägende Art der beiden großen Kirchen, Freikirchen und der Moschee- und Synagogengemeinden. Ich bin eindeutig auf der Seite derjenigen, und dies ist die große Mehrheit, die mit den Gottesgläubigen Verantwortung tragen und Vorbild sind, die Menschen vor einer gefährlichen Ansteckung zu schützen. Die diesbezüglich vielen unbedachten Äußerungen hierzu unter Jesus.de sind unter dem Aspekt der Meinungsfreiheit erlaubt. Aber für das Abwägen gegenüber der Art und Weise von Gottesdiensten in Pandemiezeiten ist das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe fundamentale Grundlage. Deshalb macht manche Äußerung fassungslos, auch ausserhalb des Netzes. Nicht die Form und die gestalterischen Inhalte eines Gottesdienstes sind maßgeblich, sondern mit welcher Gesinnung es geschieht. Menschen, die man anstecken könnte, sind Gottes pfleglich zu behandelndes Eigentum. Das jedenfalls meinen die meisten Glaubensgemeinschaften bzw. Religionen. Immerhin sind wir alle „Geist von Gottes Geist“.

  4. Kleine Berichtigung

    Mein obenstehender Kommnentar enthält irrtümlich das Wort „Bakterien“ statt richtigerweise Viren. Es war nur ein Schreibteufel.

  5. Einige Kommentare hier machen mir klar, wie richtig und wichtig eine deutliche Einschränkung bis hin zum Verbot von Gottesdiensten war und derzeit ist.

    Zum langsamen Aufheben der notwendigen Beschränkungen gehört die Einsicht und das verantwortlungsvolle Handeln bei den Gemeindemitgliedern. Daran habe ich bei manchen Kommentaren hier große Zweifel.

    Das klingt mindestens bei einem Beitrag so, ‚wir machen das eh, wie wir wollen‘. Wenn das so ist, muss eben ein klares staatliches Verbot und hohe Geldstrafen für solche Gemeinde her. Ich höre dann zwar schon wieder das sich zum Märtyrer erklären, aber wer Menschenleben gefährdet, ist kein Märtyrer sondern das Gegenteil.

    Es geht um den Schutz von Menschenleben, auch in den Gemeinden.

    Und das immer noch Falschinformationen wie ‚Kinder können sich nicht anstecken‘ (Danke an die Redaktion für die schnelle Kommentierung) oder ‚ist doch nur wie eine normale Grippe‘ verbreitet werden, trägt für mich auch nicht gerade zum Vertrauen in manche Gemeinden bei.

    Und wer meint, ohne Gesang will er keinen Gottesdienst, der soll es dann eben lassen mit dem Gottesdienstfeiern. In der Bibel finde ich allerdings nichts von einer Notwendigkeit des Gesangs.

    Danke auch an Bernd Hehner für seinen sehr gelungenen Kommentar. Das macht wieder etwas Mut.

    • Eine Ergänzung:
      Vor ein paar Minuten hat der Leiter des Robert-Koch-Instituts auf seiner regelmäßigen Pressekonferenz gesagt, dass beim Singen die Viren deutlich weiter geschleudert werden als beim Sprechen.

      Nur falls noch jemand solche Regelungen für Willkür hält. Sie haben Ihren Sinn, auch wenn manchen das Verständnis dafür fehlt.

  6. Im vorauseilenden Gehorsam legen die Kirchen ihre eigenen Regeln fest. Jede Kirche für sich, evangelisch und katholisch sauber getrennt. Freikirchen oder auch die orthodoxen Kirchen kommen in den jeweiligen Betrachtungen nicht vor. Was sagt uns das?

    Die Ökumene ist nur auf dem Papier existent, eine Zusammenarbeit mit anderen Kirchen gibt es nur, wenn es den Evangelischen und den Katholiken nützt. Auf diese „Einheit“ sollten die Freikirchen verzichten, die ACK ist doch nur noch ein Witz…

  7. In Duisburg auch
    Wollen Gottesdienste unter Auflagen genehmigen
    – Max 50 Personen ( je nach größeren Geemeinde Kirche Fläschchen duch 20 = Personen Anzahl zb 100m2 = 5 Personen )
    – Abstand 1,5 bis w m (jeder 2 Platz mus leer bleiben)
    – Mundschutz (Mssken Pflicht)
    – Kein Brotbrechen / Wein ( Corona Verzehr Verbot in der Öffentlichkeit)
    – Kein Gesang
    – Abstandsregler auf Boden
    – Desinfektionsmittel Stationen

    Unter den Auflagen dürften Gottesdienste ab 04.05.20 in NRW wieder stattfinden

  8. Ein Gottesdienst ohne Singen ist wie eine Kirche ohne Gott. In dem Gesang, in den Liedern kommt all die Herrlichkeit von Gott zu Vorschein. Ein Gottesdienst soll die Freude der Menschen entzünden und nicht verbrennen. Es kann nicht sein, dass wir alle diese Maßnahmen einhalten müssen. Die Herzen der Menschen werden schwer. Diese neue Regeln lassen den Menschen verkümmern und sie werden zu seelischen Fracks.

  9. Die Frage ist doch die: Wer hat etwas dagegen, dass die Menschen Gott loben, singen und preisen? Der Teufel.
    Und wer das nicht glaubt, hat irgendwie die Botschaft des Evangeliums nicht verstanden. Kirche ist keine Selbsthilfegruppe oder Gesprächskreis über sozialpolitische oder naturschutzrelevante Themen, sondern es geht in aller erster Linie um Jesus Christus.

    • Du meinst, der Teufel denkt sich Maßnahmen aus, um Alte und Kranke (auch in den Gemeinden) zu schützen und auch Nichtvorerkrankte vor schweren Lungenschäden und ggf. Tod zu bewahren?

  10. Es nützt nicht, um Vorsicht zu bitten.Es müssen ganz klare Regeln in ganz Deutschland gelten. Kein Trinken oder Eintunken.Nur Hostiennoder Brot mit Gebäckzange o.ä. reichen

  11. Gesang ist in der evangelischen Kirche tabu ????
    Drei Sonntage hintereinander habe ich jetzt evangelisch-lutherisch „auf der Wiese“ Gottesdienst gefeiert – mit Gesang.
    Römisch-katholisch fand in den drei Wochen nichts statt.
    Heute war ich wieder römisch-katholisch zum Gottesdienst – aber mehr Gesangstabu als dort konnte nicht sein…

    Das ist wohl doch nicht so einfachkatholisch-evangelisch zu unterscheiden….

    • Lieber Behr,

      wie beziehen uns hier auf die Regelungen der beiden Kirchen, die auch im Artikel verlinkt sind. Demnach erbittet die evangelische Kirche, in geschlossenen (!) Räumen nicht zu singen, die katholische erlaubt es leise. Wenn einzelne katholische Gemeinden über die Regelung hinausgehen und gar nicht singen, ist das natürlich deren gutes Recht.

      Herzliche Grüße
      dein Jesus.de-Team

  12. Sehr geehrte Landeskirche in Deutschland! Liebe Bischöfe,….!!!

    Ich selber bin ausgebildete Organistin in der evangelischen Kirche und möchte einen kurzen Kommentar dazu schreiben, was uns Christen momentan in dieser für uns alle sehr sehr schwierigen Zeit passiert!!!

    Zuerst zu meiner Person:

    Ich selber bin sehr sehr christlich aufgewachsen. Schon sehr sehr früh haben mich meine Eltern christlich erzogen und immer schon auch durch Kinderkirche, Gebet, Mitsingen im Kirchenchor und verschiedenen Chören, Klavierspiel, meine eigene Musikalität, die mich selber durch mein ganzes Leben begleitet ( Ich habe mich immer schon sehr stark für die klassische Musik bereits in meiner Kindheit interessiert, bin selber ausgesprochen musikalisch, liebe sehr klassische Musik ( wie z.B. Mozart, Beethoven,….)
    Ich selber finde es äußerst schade, dass gerade Sie als die Landeskirche auf soooo eine Kanzlerin hören müssen, die aufgrund der Pandemie sagt: keine Gottesdienste mehr!!! Singen im Gottesdienst ist verboten wegen des Aerosols und wegen der Ansteckungsgefahr,….!!!Keine Chorproben mehr, keine Veranstaltungen mehr ( z.B. ; Konzerte, Lesungen,….)
    Das alles grenzt an unsere persönliche Freiheit!!! Auch keine Bewegungsfreiheit mehr, die uns Christen zusteht!!!! Wenn man in meiner Kirchengemeinde in Isernhagen zu spät kommt, wird man ausgegrenzt aus der Kirche und garnicht reingelassen!!! Ich finde es deprimierend und beleidigend!!! (Auch, wenn man manchmal wirklich nichts dazu kann… z.B. wenn mit dem Auto irgendetwas ist, man den Weg zur Kirche nicht findet, weil man z.B. von weiter herkommt!!! Ich finde es depriemierend und beleidigend, wenn man in seiner eigenen Kirchengemeinde ( auch als Organistin im Gottesdienst!!!!) der „nur“ für 23 Leute vorgesehen ist, nicht mal raus darf bzw nur durch die Taufkapelle …. Und bei uns geht man, wenn man durch die Taufkapelle geht auch gleichzeitig am Pastor bzw demjenigen vorbei, der predigt (!!“!) und ist dann gleich vorne beim Altar und nicht wie sonst in “ normalen Zeiten“, wo man getrost durch die Eingangstür gehen kann und man stört überhaupt keinen Pastor oder eine sonstige Person!!
    Denn man sagt doch: “ Wir sind Christen und benehmen uns als solches, und stören tun wir natürlich selbstverständlicherweise überhaupt keinen“. Und eine anthroposophisch orientierte Frau mit dessen Sohn ich über 7 Jahre lang in einer anthroposophischen Einrichtung- nämlich dem Musicon in Wennigsen arbeiten durfte- meinte zu mir daraufhin: “ Wir benehmen uns wie ganz normale Christen“ und nicht so, wie das von unserer Kirchengemeinde gefragt ist…!!!! Sondern wie ganz normale Christenmenschen, die selbstverständlicherweise sehr gerne irgendwo gesehen sein möchten!!!!
    Und was wird durch sooo ein Verhalten gefördert, was man uns nun vorschreibt???
    Außerdem ist das, was die Kanzlerin sagt, abgöttisch!!! Das sagen viele von uns!!! :“Singen ist in der Kirche verboten“—- wo gibt es denn soo etwas??? Selbst unser Kreiskantor Christian Conradi regt sich über so etwas auf!!! Er bezeichnet unsere gesamte Gesellschaft als “ Damoklesschwert“, was man ncht überbrücken dsrf!!! Uns Sie als Landeskirche hören auf die Kanzlerin, die von der Macht abgesetzt werden muss, weil sie so etwas erlaubt, den Bürgern tagtägliche Kontakteinschränkungen gibt, uns allen vorschreibt, wie wir Christen und Christinnen unser alltägliches Leben zu gestalten haben, wieviele Leute wann und wie wir treffen können, mit wievielen Leuten wir wie in welcher Wohnung sein dürfen, Ausgehverbote, Kontaktverbote bzw- einschränkungen, hier und dort nicht hingehen zu dürfen, ich darf am besten garnicht unter Menschen (!!!!), immer gleich “ zu Hause“ zu bleiben, garnicht zur Arbeit zu gehen ( und das aufgrund den Coronaeinschränkungen,…!!!) , Betretungsverbote für Behindertenwerkstätten und für Seniorenpflegeheime. Besuchsverbote in Krankenhäusern, Behindertenwerkstätten werden geschlossen ( alles aufgrund Corona!!!), und wir leiden alle selbst unter dieser Situation (!!!). Ich kenne viele Menschen, die in einer Werkstatt arbeiten und unter dieser Situation wirklich leiden. In der Lebenshilfe in Seelze bei Hannover sind z.B. 900 Menschen, die davon betroffen sind und behindert sind und betreut werden müssen. Und wenn sie zu Hause keinen haben, der sich um sie kümmert, dann…. In den Hannoverschen Werkstätten sind es über 1000 behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der Vahrenheider Werkstatt, einer Werkstatt für ausschließlich seelisch behinderte Menschen ( Seelisch behinderte Menschen sind z.B. Menschen, die aufgrund eines oder sogar mehrerer Schicksalsschläge in ihrem Leben wie z.B. Verlust beider Eltern, Partner oder Partnerin oder durch diverse andere Schicksalsschläge in ihrem Leben einfach seelisch krank bzw seelisch beeinträchtigt sind und seelische Diagnosen haben wie z.B. Psychiose, Schitzophrenie,… Oder ich kenne jemanden, der aus dem Iran kommt und ein wahnsinns Kriegstrauma hat durch die 2 ziemlich großen Kriege, die im Iran passiert sind, die wahnsinnigen Menschenrechtsverletzungen ( auch an Frauen…. selbst unser Pastor hat sich vor mehreren Jahren mal dafür wirklich eingesetzt!!!). Und er selber ist sehr für Frauen, und, dass Frauen auch ihre Rechte bekommen und nicht verschleiert rumlaufen müssen wie es im Iran und den arabischen Ländern vorgeschrieben wird!!! Er selber ist dadurch sogar weggegangen, weil er es in seinem Land nicht mehr ausgehalten hat!!! Und nun liegt und lebt er alleine zu Hause aufgrund der Werkstättenschließung und hat Kriegsgedanken, die ohne diese Schließung ( verursacht durch unsere Bundeskanzlerin!!!) nicht gewesen wären!!! Behindertenwerkstätten sind also etwas wahnsinnig Wichtiges, und dass man diese aufgrund der Pandemie schließt… nein danke !!!! Sie vermitteln insbesondere behinderten Menschen und Menschen, die nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt sein können eine geregelte Tagesstruktur !!! Man hat einen gewissen Tagesablauf. Man weiß, man muss um 08.00 Uhr oder 09.00 Uhr ( oder je nach Absprache….) irgendwo sein und man geht einer geregelten Tätigkeit in einer Werkstatt nach und wird nach und nach auf die Arbeitswelt draußen vorbereitet!!!
    Und insofern sind solche Werkstätten durchaus wichtig und sinnvoll für Menschen mit einer Beeinträchtigung, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung anderswo nicht tätig sein können!!! Und diese Schließung aufgrund der Pandemie ist wirklich großartig … nämlich garnicht…°°°
    Genauso das Schließen aller Geschäfte, Cafés. Restaurants und sonstigen Freizeiteinrichtungen, Schwimmbäder, Museen und sonstigen Kultureinrichtungen,… alles aufgrund dieser Pandemie… wirklich widerlich…!!!
    Und so etwas wird zugelassen??? Genauso wie Betretungsverbot für Behindertenwerkstätten, Alten- und Pflegeheime. Krankenhäuser, sonstige Wohneinrichtungen,…. ??? So etwas finden Sie als Landeskirche gut ??? Und Sie unterstützen eine Frau, die sagt:Keine Gottesdienste mehr, keine Moscheebesuche mehr ( für Menschen aus dem Islam, die selbstverständlicherweise sehr sehr gerne in die Moschee gehen, gläubig sind,…) , keine Synagogenbesuche für Juden…. was für eine furchtbare Frau sie doch für uns alle ist…!!! Und so etwas unterstützen Sie als Landeskirche??? Sind Sie toll, oder was sind sie??? Sie unterstützen diese Frau, die sagt: Maskenpflicht für uns alle sowohl im öffentlichen Nahverkehr, Maskenpflicht für uns alle ( für Gemeindemitglieder und auch sonstige Mitarbeiterinnen sei es im Kirchenvorstand oder Musiker/innen oder mich als Organistin???? Selbst unser Pastor hat sich selber vor Jahren, als er in Israel war mal gegen so etwas gegenüber dem Islam auch gegenüber Frauen eingesetzt!!!! Und gegen so eine Frau, die so etwas sagt und einführt für einfach alle Menschen…. gegen sooo etwas wird sich nicht gewehrt???? Das ist doch peinlich , oder ??? Ich finde, das geht gegen uns alle… gegen die gesamte Religionsfreiheit, Menschenwürde, Bewegungsfreiheit,….. Menschenrechte der Frauen auch in der Kirche,….!!!
    Und auch Gemeindemitglieder haben selbstverständlicherweise eine Maske zu tragen. Wenn das nicht geht und sie die Maske nicht tragen oder selbstverständlicherweise nicht tragen möchten(!) werden sie nicht in die Kirche gelassen bzws Musiker oder sonstige Mitarbeitende der Kirche ( z.B.: Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher,….)
    !!! Finden Sie das richtig so????
    Unser Glaube selber schreibt vor: Religionsfreiheit und Menschenrechte!!! Und nicht , was die Kanzlerin möchte!!!
    Glauben soll für jeden Menschen etwas Schönes sein!!! Und wenn Menschen aus der Kirche ausgegrenzt werden bloß weil sie ihre Maske nicht tragen…. genauso wie Musikerinnen, Organisten,. die selbstverständlicherweise ihren Dienst nicht verrichten können, bloß, weil sie ihre Maske nicht dabei haben können….. ganz schön abgöttisch, wie ich finde….!!! Genauso wenn sie an dem Tag, an dem Sie spielen, eben Fieber, Husten oder Schnupfen haben ( was in „normalen“ Zeiten eben Schicksal ist…. )da muss man eben “ durch… wie in jedem Job… und abgesagt wird selbstverständlicherweise garnicht…!!!) absagen müssen oder selbstverständlicherweise ihren Job nicht verrichten können… furchtbar…!!!
    Normalerweise gibt es selbst bei uns unter uns Organisten diesbezüglich eine Meldefrist von bis zu 4- 5 Tagen vorher, wenn jemand krank ist, damit sich die Kirchengemeinde selbstverständlicherweise um einen anderen Organisten oder eine andere Organistin kümmern kann. Und wenn es nicht geht oder auch wenn kein anderer Organist oder eine andere Organistin gefunden wird, ist das eben Schicksal…!!! Da wird nicht abgesagt…!!!! Sonst gibt es diesbezüglich Ärger…!!!

    Und diese scheiß Hysterie, die aus allem gemacht wird… selbst in den Geschäften.. diese Hochspielerei…!!!! So etwas akzeptieren Sie ??? Und so etwas lassen Sie zu, dass es keine Veranstaltungen, Konzerte, u.ä. mehr gibt??? Das finden Sie gut???
    Also ich finde, über soo etwas können wir selbstverständlicherweise sehr sehr gerne nocheinmal in Rune reden, damit Sie selbstverständlicherweise Bescheid wissen.
    Meine E-Mail- Adresse lautet; InkaHildebrandt@web.de.
    Wenn Sie mögen schreiben Sie mir diesbezüglich eine Mail oder rufen mich an unter meiner Telefonnummer: 05139 – 6970312 ( auch bitte auf meinen AB sprechen!!! Dieser wird regelmäßig von mir abgehört!!!!

    Ganz ganz liebe herzliche Grüsse, und ich hoffe sehr, dass sich alles bald bessert und wir alle gemeinsam wieder zur Normalität gehen können!!!

    Herzlichst,

    Ihre Inka Hildebrandt

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