Der Deutsche Ärztetag hat sich dafür ausgesprochen, Bluttests vor der Geburt zu einer Krankenkassenleistung zu machen. Mit diesen pränatalen Tests soll festgestellt werden, ob das Kind an Trisomie 21, 13 oder 18 leidet, also beispielsweise Down-Syndrom hat.

In ihrer Begründung nennen die Mitglieder des Deutschen Ärztetags vor allem finanzielle Aspekte: „Die Frage über die Entscheidung, ein behindertes Kind zu gebären und zu pflegen, darf nicht vom Geldbeutel der werdenden Eltern abhängig werden“, heißt es. Aus der ärztlichen Berufserfahrung heraus sei festzustellen, dass Familien mit behinderten Kindern einer sehr umfassenden Belastung ausgesetzt seien. Außerdem sei es in Ländern mit leichtem Zugang zu diesen Tests bisher zu keiner signifikanten Vermehrung der Abtreibungen gekommen. Allerdings fordert der Ärztetag auch, dass die Mütter bei den Tests ausreichend beraten werden müssen, sodass ihre Entscheidung von „ausreichender Information“ geprägt wird.

Der Deutsche Ärztetag ist die Hauptversammlung der Bundesärztekammer. Insgesamt kommen dort jährlich 250 Abgeordnete der 17 Ärztekammern zusammen.

 

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