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Jahreslosung 2024: Anspruch versus Zuspruch

Alles in Liebe geschehen lassen – die Jahreslosung 2024 ist anspruchsvoll. Ein Blick zurück ins Vorjahr hilft beim Verstehen und der Umsetzung.

Von Rosemarie Dingeldey

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Das neue Jahr ist gar nicht mehr so neu. Und an die neue Jahreslosung habe ich mich mittlerweile auch schon gewöhnt. Die alte, vom vorigen Jahr, hat mir allerdings irgendwie besser gefallen:“„Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1. Mose 16,13).“ Dass Gott mich sieht, so wie er damals Hagar gesehen hat, ist so ein Trost. Einfach gesehen werden, sozusagen angesehen sein, das gefällt mir.

In der Jahreslosung 2024 geht es um die Liebe. Das war ja immer schon schwierig – wenn auch wunderschön. Aber alles in Liebe tun, was ist da eigentlich gemeint? In Liebe die Schuhe putzen, freundlich lächeln, wenn ein mir unsympathischer Mensch über den Weg läuft? Quasi durchdrungen sein von Gottes Liebe? Ich schaffe das nicht, kommt mir in den Sinn. Aus langjähriger Erfahrung im Glauben, weiß ich, dass ich das nicht kann. Da beschließe ich am frühen Morgen, wenn ich bete und in der Bibel lese: ‚Heute soll alles mit viel Liebe getan werden‘. Und bald danach scheitere ich.

Nun kommt wieder die Jahreslosung aus dem letzten Jahr ins Spiel. Gott sieht mich in meinem Unvermögen. Er weiß genau, was ich kann und was nicht. Ihm muss ich nichts vormachen. Aber Christus lebt in mir. Er hat mich versiegelt mit seinem heiligen Geist. Das bedeutet, ich kann jeden Tag mutig mit ihm beginnen. Jeden Tag auf ihn vertrauen. Und wenn ich versage, darf ich mit ihm darüber sprechen und mir von ihm vergeben lassen.

Wie ein begossener Pudel

Neulich regnete es den ganzen Tag in Strömen. Trotzdem gingen mein Mann und ich etwas an die frische Luft. Da kam ein grell-grüner BMW viel zu schnell die Straße hochgerast. Verärgert gab ich mit der Hand Zeichen, er solle doch langsamer fahren. Darauf fuhr der junge Mann näher an uns heran, direkt in eine Pfütze –und da standen wir, wie begossene Pudel. Das Schimpfwort, das ich ihm nachgerufen habe, möchte ich hier nicht wiedergeben …

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Ja, auch Christen ärgern sich. Und das dürfen wir auch. Am Abend betete ich für den „unmöglichen“ BMW-Fahrer: „Sei ihm gnädig und alle anderen schwierigen Menschen – und bitte sei auch mir gnädig.“ Darauf will ich hoffen. Auf einen Gott, der Gnade vor Recht ergehen lässt. Auf einen Gott, der uns mit Augen der Gnade und der Liebe ansieht. Ein Gott, der uns beim Schuheputzen sieht und auch das Herz anschaut, das die Arbeit mit Liebe verrichtet.

Was wären wir ohne diese Hoffnung? Genau das will ich weitersagen: Wir dürfen hoffen, auch weil Gott die Hoffnung mit seiner Menschheit nicht aufgegeben hat und nicht aufgeben wird. Gott sei Dank!

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