Kann der Glaube langweilig werden? Und ob! Ein Erfahrungsbericht zeigt, wie die Beziehung zu Gott wieder lebendig werden kann – und was das kostet.
Von Matthias Kleiböhmer
„Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll: Es hat gut angefangen mit uns. Ich dachte, es bleibt so aufregend. Und es passt ja auch noch. Es passiert nur nichts Neues mehr. Irgendwann ist mir klar geworden, dass wir im gleichen Trott gelandet sind wie jede andere Beziehung auch. Da hatte ich mir mehr versprochen. Ich glaube, wir passen doch nicht zusammen. Adieu!“
Wie oft Gott wohl schon erlebt hat, dass jemand so oder ähnlich mit ihm Schluss macht? Jede Liebesbeziehung kann den Tod aus Gewöhnung sterben, auch die zum Allmächtigen. Das ist das Erste, was man sich eingestehen sollte, wenn man es verhindern will. Man kann sich einreden, dass der Glaube in einer anderen Liga spielt als alles, was man mit Menschen erleben kann. Dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Realistisch ist das aber nicht.
Man muss sich nur eine einzige Frage stellen: „Würde ich heute wieder ‚Ja!‘ sagen?“ Wenn nicht, wird die Beziehung zu Gott nicht von Vertrauen getragen und nicht von gemeinsamen Erlebnissen. Sie existiert nur noch aus Gewohnheit. Eine Weile kann man auf der Durststrecke durchhalten, aber nicht auf Dauer.
Kein Grund, sofort wegzulaufen
Es mag also tatsächlich sein, dass etwas fehlt. Aber mehr sagt es auch erst einmal nicht aus. Erst mal wirken lassen, nicht werten. Und genau hinsehen: Was ist es genau, was da fehlt? Liegt es an der Botschaft oder am Boten? Liegt es an Gott oder an seiner überforderten Kirche? Wie jede Gruppe von Menschen haben Gemeinden Konflikte und Diskussionen, die sich wiederholen. Pastorinnen und Pastoren haben Lebensthemen, an denen sie sich abarbeiten. Sie haben eine beschränkte Zahl von persönlichen Erlebnissen und Lieblingsstellen in der Bibel. Wenn man das alles durch hat und am Anfang der Predigt schon ahnt, was am Ende rauskommt, ist das vielleicht wirklich auserzählt. Gott hat aber sicher noch mehr zu sagen. Nur wo findet man das?
Langeweile fühlt sich nicht gut an, und sie hat einen schlechten Ruf. Zum Teil ist das berechtigt. Langeweile kann Depressionen fördern, aggressiv machen und mit Essstörungen und Suchtverhalten zusammenhängen. Aber sie hat auch etwas Positives. Da habe ich viel von meinen Kindern gelernt. „Mir ist langweilig!“ – Wie oft habe ich das gehört! Dann sofort aufzuspringen und für kurzfristige Unterhaltung zu sorgen, hat sich als wenig hilfreich erwiesen. Im Gegenteil: Wenn man genau das nicht getan hat, haben sich die Kinder durch eigene Ideen selbst daraus befreit und besonders lange intensiv gespielt. Nach der Langeweile kommt die Erfüllung. Offenbar ist sie das Tor zu einem intensiven Erlebnis, zu Kreativität, Wachstum und Veränderung. Wenn die Langeweile die Wüste ist, liegt dahinter das Land, in dem Milch und Honig fließen.
Vitamine in kleinen Dosen
Wie gelangt man dorthin? Auf der Suche nach einer Vitaminspritze für den matten Glauben gibt es viele Möglichkeiten. Die Verlockung ist groß, hier christliche Bücher, Zeitschriften, Videos und Konferenzen zu empfehlen. Nicht zu vergessen die vielen christlichen Lieder, von denen manche mit erstaunlich wenigen Worten überraschend viel sagen können. Ich konsumiere das alles regelmäßig. Da gibt es viel Gutes, Überraschendes und Neues. Aber nach vielen Jahren Erfahrung damit muss ich sagen: Das alles bringt wenig, wenn ich es nicht an mich heranlasse. „Viel hilft viel“ gilt für Sonnencreme, aber nicht für die Seele. Sie schützt sich anders vor Überlastung. Sie schaltet ab, wenn es zu viel wird oder zu schnell.
Also gilt das Gegenteil: weniger! Tempo rausnehmen statt hektischer Suche. Vielleicht ist der Vergleich mit der Suche nach dem Autoschlüssel etwas zu platt, aber es steckt schon eine Wahrheit darin: Du kannst ihn nicht finden, wenn du panisch zwischen Garderobe, Küche und Kinderzimmer hin- und herläufst. Mit dem Glauben ist es nicht anders. „Entschleunigung“ ist das Zauberwort, das uns in den Medien ständig begegnet. Dabei ist „Achtsamkeit“ kein Lifestyle-Kunstwort, sondern eine uralte christliche Übung auf dem Weg zu Gott. Der Kirchenvater Augustin schrieb vor über 1.600 Jahren: „Wer den Augenblick beherrscht, beherrscht das Leben.“ Die Neurowissenschaft bestätigt das. Weniger Impulse steigern die Erlebnisfähigkeit. Anders gesagt: Das Leben kann sehr spannend sein, wenn man die Ruhe findet, es anzusehen. Was nur an einem vorbeirauscht, berührt nicht. Das bedeutet: nicht mehr, sondern weniger Impulse. Da wartet eine wunderbare Erfahrung, nämlich dass sich unser großer Gott in seiner ganzen Herrlichkeit manchmal in sehr kleinen Dingen zeigt.
„Keine Beziehung funktioniert, wenn man nichts investiert. Liebe gibt es kostenlos, eine Beziehung nicht.“
Zeit miteinander verbringen
Ich habe es genauso erlebt. Meine eigene Langeweile mit Gott begann schleichend. Sie zeigte sich darin, dass ich gedanklich öfter mal mit dem Ausstieg aus Kirche, Gemeinde und Dienst liebäugelte und mir dann einredete, es sei ja nichts Ernstes. Als Nächstes dachte ich darüber nach, dass es doch auch ohne Gott gehen müsste. Also war es doch ernst. Dann erschien eine neue Bibelübersetzung. Und ich nahm mir etwas Verrücktes vor: einfach mal die Heilige Schrift lesen!
Dazu muss ich sagen, dass ich ständig in der Bibel lese. Hey, ich bin Theologe. Natürlich kenne ich sie. Dachte ich. Aber wirklich überraschend, herausfordernd, spannend und tief wird sie, wenn man sie ohne Auftrag und Erwartungen und ohne Ziel liest. So wie man sich eben kennenlernt, wenn man einfach mal Zeit miteinander verbringt. Besonders, wenn man längere Abschnitte liest und auf das große Ganze schaut, breitet sich vor einem die Tiefe des Glaubens aus – und die fast endlose Fülle der verschiedenen Wege, die Gott mit unterschiedlichen Menschen geht. „Chillen mit Gott“ könnte man es nennen, wenn man es Menschen erklären will, die diesen Zugang nicht kennen. Ich wende dabei keine Methode an und nutze nur eine Bibel mit Schreibrand, einen Bleistift und einen roten Buntstift. Manchmal lerne ich einen Vers auswendig.
Das ist einer meiner Wege, Neues zu entdecken in meinem Glauben, der mich schon sehr lange begleitet. Musik spielt auch eine Rolle. Und manchmal verzichte ich bewusst darauf, über Gott nachzudenken oder über ihn zu reden. Stattdessen spreche ich lieber mit ihm. Außerdem feiern wir in unserer Gemeinde nun zweimal im Monat das Abendmahl, was eine gute Erfahrung ist.
Weniger Bild, mehr Realität
Letztlich sind das alles Übungen, um meinen Teil beizutragen, dass die Beziehung lebendig bleibt. Es gibt andere. Was es aber nicht gibt, ist ein Weg, der keine Mühe macht. Keine Beziehung funktioniert, wenn man nichts investiert. Liebe gibt es kostenlos, eine Beziehung nicht. Sie erfordert Zeit, Ressourcen und Energie. Und etwas sehr Wichtiges: die Bereitschaft, etwas aufzugeben. Grundsätzlich gilt das zu jeder Zeit und für jede Beziehung. Wenn es gut läuft, fällt es leicht. In Krisenzeiten sieht das schon anders aus. Aber was muss ich aufgeben, wenn der Glaube langweilig wird? Mein bisheriges Bild von Gott.
Das ist eine gewagte These. Aber vielleicht zeigt diese Form der Langeweile an, dass mein derzeitiges Gottesbild auserzählt ist. Gott ist so viel größer als ich, das kann nicht uninteressant werden. Aber mein Bild von ihm, gewachsen aus Erfahrungen, Erlebnissen, Erkenntnissen und schmerzhaften Enttäuschungen, das ist endlich. Es ist nicht Gott, der nichts Neues mehr zu bieten hat. Es ist das bisherige Bild von ihm. Die Langeweile ist der Ruf, etwas davon loszulassen und Platz für Gott zu machen – weniger Bild, mehr Realität. Wenn das auf der Rückseite der Langeweile auf mich wartet, kann ich es kaum erwarten, bis es endlich mal wieder so richtig schön langweilig wird.
Matthias Kleiböhmer ist Theologe, Autor und Communitypastor der Stiftung Creative Kirche.

Dieser Artikel stammt aus der Zeitschrift Family, die wie Jesus.de ein Angebot des SCM Bundes-Verlags ist.

Gott liebt diese Welt gesund und herrscht mit Liebe
Die Himmelfahrt Jesu konfrontiert uns mit der Frage, wie eine Herrschaft des Himmels ist: Mit Macht, Gewalt, oder mit einer vollkommener Liebe?
Da denke ich an den guten Hirten, der die 99 Schafe verlässt, um das eine Abtrünnige zu finden. Die 99, die angeblich den Arzt nicht brauchen, die fromm und richtig zu glauben und vertrauen meinten, wollen eher seine Hilfe nicht. Aber was Jesus da andeutete, geht noch viel weiter über das Gleichnis vom Verlorenen Sohn hinaus. Jesus sucht das Schaf, von dem nicht bekannt ist daß es überhaupt gerufen hat. Er holt es aus den Dornen, legt es sehr liebevoll auf seine Schulter und trägt es wortlos heim. Dies ist ein Bild des gnädigen Gottes, dem wir begegnen, wenn wir es gar nicht wollten und planten. So wie es Saulus erging vor Damaskus, der eigentlich die Urgemeinde verfolgte, der nun ein großes Licht sah, sich mit Jesus Christus auf der Stelle versöhnte und dann zum Völkerapostel Paulus wurde. Vom potentiellen Massenmörder zu jemand, der das Programm nur der Liebe Gottes laut propagierte. Allein dass die Urgemeinde es dem ehemaligen Saulus, der zum Paulus wurde, hier überhaupt abgenommen hat, ist ein wirkliches sehr „großes Wunder“! Deshalb steht auch in der Bibel, daß die Liebe unter Glaube und Hoffnung an allererster Stelle bleibt.
Vor Jahren habe ich eine solche gute Predigt gerade über dieses Gleichnis gehört und da war von dem Jesus die Rede, der keine Gardinenpredigt hält, der immer noch in das Reich des Todes hinabsteigt und alle sucht, die noch noch jeden Tag gefunden werden sollen. Der dann aber noch das enorm Größere bereit hält, denn er hat versprochen nicht zum Gericht zu kommen, sondern zur Erlösung: Wenn dann unser aller Erdendasein aus nur biologischen Gründen endete und/oder das Universum an seinen Megapunkt kommt, wo Himmel und Erde auch zur Neuen Schöpfung Gottes aufwachsen. Wenn alle Menschen ihre Knie vor Gott und seinem Messias beugen werden, sich ganz freiwillig nun auch ihrerseits mit dem Himmel gerne versöhnen. Daran glaube ich, weil sonst die Erlösungsbotschaft nur eine Hoffnung für die Bemühten wäre, nicht aber für sämtliche Armen, die Kranken, sowie die auf den Müllhalden und in den Kriegen dieser Welt umkommend. Oder die im Konzentrationslager gequält und verbrannt wurden. Nicht für alle Kriegstoten, die Verhungerten, die sexuell Missbrauchten, oder den Toten durch Mordanschläge und den Terror. Er wird auch die destruktiv Mächtigen, welche die Völker unterdrückten, sogleich vom Thron stürzen, heißt es da auch. Die Ersten werden also die Letzten und die Letzten die Ersten werden. Die Armen sind die dankbaren Erben der Ewigkeit, weil sie die Welt und auch der Wohlfahrtsstaat gerne vergessen hatte. Gott wird sie, wie uns die Offenbarung erzählt, tröstend alle in die Arme nehmen und ihre Tränen tocknen. Der Himmel wird also dann auch niemals leer sein, oder nur von einer sehr kleinen frommen Elite bevölkert. Aber dies bedeutet nicht die billigste Gnade: Denn wir, die wir es besser wissen, sollten diese gute Botschaft nicht nur weitersagen und aus der Liebe Christi leben, (die garnicht unsere Privatliebe ist), sondern weil diese unendliche Liebe die gesamte Schöpfung des fast unendlichen Universums umgibt: Uns von ihr aber hier im Diesseits gerne auch vollständig durchdringen lassen dürfen. Wir sind eigentlich Lichtträger, jene die das Licht Gottes reflektieren. Es ist nicht unsere Leistung, aber sie existiert real.
Diese Liebe Gottes darf niemals als Macht und unguter liebloser Herrschaft über Menschen und alle ihre Gedanken verwendet werden. Es ist eine sehr freimachende Liebe, die schon die Israeliten aus der Versklavung durch Ägypten heraushalf. Und jene von Jesus, der uns erlöste. Da aber alle Menschen von Gott mit der Absicht sie zu lieben, erschaffen wurden, sind alle Menschen aller Zeiten und Völker, dann in Wirklichkeit Geschwister, ohne es zu wissen. Politisch hat die Himmelfahrt Jesu daher immer das Ziel von Verständigung, Menschenwürde und daß es immer notwendig ist, Brücken zu bauen. Der Heilige Geist am ersten Pfingstereignis, nach der Himmelfahrt ausgesandt, hat hier alle Anwesende, multikulturell, nur eine Sprache sprechen lassen. Die Heilige Geistkraft wirkt wo sie will, auch dort wo wir es niemals vermuten. Etwa bei den Klimarettern oder für Frieden.
Auch die Apokalyse ist nicht wie der unzuverlässige Fahrplan der Bundesbahn, sondern was WIR anrichten. Aber wenn dann der Heilige Geist die Brücken zur Ewigkeit baut, dann werden vielleicht die Schwerter zu Pflugscharen und die Menschen werden auf Erden sogar den Krieg bannen, wie von Gott gewollt und durch seinen Geist bewirkt. Gott ist Liebe, er ist der vollkommen Gute und nichts böses ist in ihm. Und seine Botschaft von Golgatha hier ist, daß die himmlische Herrschaft nicht funktionert wie jene im Altertum durch die grausamen Regenten menschlicher Macht, auch nicht jene der Hitlers, Putine und der Trumps, sondern Gott regiert nur mit seiner Liebe und diese ist die allergrößte denkbare Macht auch im unendlichen Universum. Sie ist auch der Grund dafür, daß Saulus nicht konnte und wollte, sich dem Schöpfer aller Dinge zu verweigern. Ich denke, es kommt niemand an Gott vorbei. Letztlich nicht hier in diesem Leben und andere Menschen nicht, wenn sie sterben. Aber es werden sich alle so freiwillig für Gott entscheiden. Was wäre die Alternative: Das Jesus und das Kreuz scheitern, die Bösen die Bösen bleiben, auch unsere Kriege einen wirklichen Ewigkeitscharakter haben und daß alles bleibt wie es war? Dass wäre wirklich billige Gnade, die nichts bewirkt und niemand verändert? Der Ärger über das ungerechte Kreuz, mit dem Jesus dem Mörder neben ihm am anderen Kreuz sogar ins Himmelreich eingeladen hatte, sind so seine Nebenwirkungen. Es ist doch jedem hier bekannt: Eine Arznei wirkt nur auch unter Inkaufnahme von Nebenwirkungen. Das Kreuz soll uns ärgern und es muss uns mit dieser Methode ändern. Eigentlich ist die Kreuzesbotschaft eine sehr radikale Veränderungen der Gottesvorstellungen.
Was bleibt hat also große Konsequenzen: Unsere Feinde sind nicht mehr Feinde. Gott hat keine himmlischen Soldaten, die abgefallene Engel als Dämonen mit ihren Schwertern brutal ermorden. Die Antichristen sind Menschen aus Fleisch und Blut, die unsere Hölle hier schon immer kräftig anheizten. Und letztlich: Gott wirft kein Feuer vom Himmel, eher Verstand oder das Einsehen, daß wenn es meinem Nachbarn gutgeht, wenn es mir gutgeht, es allen gut geht.
Die Liebe nimmt niemand etwas ab, sondern sie ist ein Wohlfühl-Leben auf Gegenseitigkeit, das oft mit einem liebevollen Lächeln beginnt. Der verstorbene Papst Franziskus hat in seiner Biografie auch den Humor für eine gute Lebensregel gehalten und gleich ein paar Witze erzählt, auch einen ihn selbst. betreffebd, Wie selbstverständlich hat er aber kompromisslos gesagt, daß jeder Mensch, und selbstverständlich auch alle hier homosexuellen Menschen, niemals jenseits der Liebe Gottes auf die Welt kommen und von ihm wie alle seine Kreaturen unendlich geliebt sind. Eigentlich aber selbstverständlich? Aber leider auch nicht. Aber das wäre ein anderes Thema. Scheinheiligkeit krönt sich gerne mit Eigenlob und ganz viel Pomp. Nicht nur in unseren Heiligen Hallen, sondern oftmals in der Politik, mit Populismus und menschenverachtender Haltung vorallem gegenüber Flüchtlingen. Die Menschenrechte sind ursprünglich von Christinnen und Christen formuliert worden. Sie werden marginalisiert.
…. mir kam da noch ein Gedanke.
Langeweile kann auch der Beginn für etwas Neues sein.
Still zu sein vor Gott, auch wenn man ihn nicht wahrnimmt oder spürt in dem Moment.
Fragen stellen…
Gott öffnet neue Türen… Glaube wächst und verändert sich…
Viele Christliche Geschwister laufen von einer Veranstaltung zur Nächsten um diese Langeweile(Leere) zu umgehen… anstatt sie zuzulassen und auszuhalten…. ein Stück weit aushalten.
Denn Gott begegnet Einem immer wieder neu, auf die Eine oder andere Art und Weise.
Manchesmal ist vielleicht auch eine Pause dran-ausruhen.
Wer weiß das schon.?
Gott ist immer höher und größer wie unsere eigenen Gedanken und unsere Pläne.
Danke für diesen wunderbaren Beitrag.
Meike
….. ich fand diesen Artikel wirklich sehr authentisch.
Damit wird mir der Matthias noch sympathischer, als er sowieso schon war.
Ich mag die Creative Kirche sehr.
Glaube am Morgen hat mich während der Corona Krise mit hindurchgetragen.
Und überhaupt der Austausch den ich sehe(BibelTV) bei Glaube am Morgen ist sehr schön.
Danke dir Matthias, dass du mich schon so oft ermutigt hast, wenn ich Ermutigung brauchte und auch etwas Gemeinschaft hier.
Danke dir.
Ich erlebe meinen eigenen Glauben auch alseine Beziehung eben.
Da gibt es auch Zeiten, wo es dann mal nicht so gut ist.
Ich denke, das kennt Jeder.
Gerade Theologen… dürfen das-denke ich.
Jeder kennt das ja…. so Alltag… jeden Tag irgendwie dasselbe.
Gott überrascht „nicht“ jeden Tag-nein.
Aber tatsächlich kann man durch das Wort Gottes ermutigt werden…. durch Gebet.
Ich glaube auch, dass man sich auchjeden Tag neu entscheiden muss.
Gott kommt teilweise auch von alleine (auch durch den heiligen Geist, der für uns betet).
Gott ist ja unser Papa und weil er uns liebt, würde er uns niemals loslassen und immer ein Auge auf uns halten und immer und immer wieder anklopfen.
Meine Erfahrung… müde zu werden in der Beziehung mit Gott über Jahre ist glaube ich ein Stück weit normal! Danke lieber Matthias für deine Ehrlichkeit, für diesen Artikel und für deine Ermutigung an uns.
Liebe Grüße
Meike
Als Menschen sind wir es gewohnt, dass wir eine Stimme erwarten, die uns Antwort gibt, wenn wir eine Frage stellen. Bei Gott ist das anders. Deshalb kann es nicht langweilig werden, weil ich bei ihm mit Unerwartetem rechnen muss. Er kann Menschen durch den Heiligen Geist inspirieren, in seinem Sinn zu handeln. Dabei bleibt die Willensfreiheit erhalten. In seiner Liebe zu uns hat er diese Freiheit geschenkt – ohne Freiheit keine echte Liebe. Der Sohn Gottes hat sogar die Feindesliebe gelebt. Nur aus ihr könnte auch ein gerechter Frieden entstehen.
All das sind aufregende Themen, vor denen wir uns nicht drücken sollten. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht!
> Als Menschen sind wir es gewohnt, dass wir eine Stimme erwarten, die uns Antwort gibt, wenn wir eine Frage stellen.
Ich lerne gerade, dass es noch eine weitere Möglichkeit gibt:
Vielleicht sind wir oft so laut, dass wir ihn nicht hören können. Vielleicht müssen wir auch wieder lernen, still zu sein und zu hören.
Schaut man sich z.B. den normalen Gottesdienst an, so ist eigentlich immer was los. Und die Tendenz geht eher in Richtung ‚mehr Entertainment‘.
Im Privaten, zumindest bei mir, ist das oft ähnlich.
Sehnsucht, die der Liebe vorausgehen sollte, ist die Kraft, die sich in mir ausgebreitet hat und mich von Gott erlöste, indem er sich mir in Jesus vorstellte. In Jesus gibt es so viele offene Fragen und gleichzeitig weiß ich, sie sind bereits von Gott gelöst.
Es ist seine Gabe im Umgang mit dem, der mir mein Leben genommen hat, damit es durch ihn Erfüllung finden kann. Eine Erfüllung, die über den Tod, meinen Tod und seinen Tod, hinausgeht, sodass ich damit nur in der Zeit konfrontiert bin, die mich aufnimmt. Als Kirche ist Zeit gedacht, sodass Gottes Herz auslöst was in ihm ruht, bis es in ihr seinen Anklang findet.
Die Einheit, die in gewisser Würde aus der Zeit hervortritt ist einerseits auf den Sonntag, für die Kirche, beschränkt und setzt sich anderseit mit den Tagen fort, die diesem Sonntag nachfolgen. So erhält die Kirche ihre Funktion als Herzensbildnerin, die sich für das Gedächtnis einsetzt, das in der Reinheit der Seele verborgen liegt, die unbeschwert durch das Leben ziehen kann, weil sie, von Gott begleitet, durch Jesus immer wieder von vorne beginnen kann. Sonntag, Montag, Dienstag …. bis zum Sankt Nimmerleinstag wiederholt sich ihr Zyklus, dem wir bereits vom Anbeginn der Welt innewohnen, sodass es an uns liegt, ihn nachzuvollziehen, sodass wir seine Anforderungen an uns Menschen erfüllen und dabei nicht dem Unausweichlichen ausweichen, nur weil es für uns zu schwer ist, sein Leben da fortzusetzen wo es für uns aufhörte und mit Jesus fortgefürht wird. An ihm wurde Unrecht getan, was nicht funktionieren kann!
Was bleibt ist Jesus in unserer Auseinandersetzung mit dem einzigen Richter über Leben und Tod, durch den sich am Gesetz erfüllt, wer sein Recht auf Leben durchzusetzen kann. Mensch zu sein ist kein Ding, es ist die einzige Sache der Welt, die unter den einfachsten Vorgaben (10 Gebote) möglich ist und ihn, den Menschen, dennoch so herausfordert, dass er dem nicht gewachsen zu sein scheint.
Manchmal frage ich mich schon, was der Mensch eigentlich will, wenn er sich Gott verweigert, Jesus außer Acht lässt und seine eigenen Regeln nicht befolgt.