Der deutsche Billy Graham: Evangelist Anton Schulte verstorben
Anton Schulte, Evangelist und Gründer des Missionswerkes „Neues Leben“ (Wölmersen/Westerwald), ist am 26. Dezember 2010 nach kurzer Krankheit verstorben.
«Brot statt Böller»: «Brot für die Welt» wirbt für Aktion gegen...
«Brot für die Welt» hat zur jährlichen Aktion «Brot statt Böller» aufgerufen.
Angriffe auf Christen: Deutsche Bischofskonferenz besorgt über Gewalt in Nigeria
Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat anlässlich der Angriffe auf christliche Kirchen in Nigeria während des Weihnachtsfestes zum Ende der Gewalt in dem afrikanischen Land aufgerufen.
Oberammergau: Passionstheater soll jährlich bespielt werden
Das Passionstheater in Oberammergau soll ab 2011 jährlich bespielt werden.
«Schon genug gelitten»: Weltkirchenrat warnt vor religiösem Konflikt im Sudan
Im Sudan droht nach dem geplanten Referendum über die Unabhängigkeit des Südens nach Einschätzung des Weltkirchenrates ein Konflikt zwischen Christen und Muslimen.
Festivals 2011: Die musikalischen Höhepunkte im Überblick
Die Kekse sind alle, die Kerzen abgebrannt und der CD-Player spielt zum 27. Mal „Stille Nacht“? Wer den Geruch von Tannennadeln und Bienenwachs über hat, kann sich im Jahr 2011 von der besinnlichen Zeit erholen.
Gauck und Kauder: Verfolgten Christen helfen
Politiker und andere Persönlichkeiten haben Kritik am Umgang mit der weltweiten Christenverfolgung geäußert. «Wenn es antichristliche Aktivitäten in der Welt gibt, ist das für viele leider eine quantité négligeable. Auch die Wertkonservativen bei uns sind hier zu zurückhaltend», sagte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck der «Welt am Sonntag». Verfolgte Christen in der Welt hätten ein Recht auf Solidarität. «Auch um unserer selbst willen müssen wir mit ihnen solidarisch sein», mahnte Gauck. Der Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, Volker Kauder, zog eine ernüchternde Bilanz der Situation. Die Christen seien die Religionsgruppe, die derzeit weltweit mit am stärksten bedrängt oder verfolgt werde. Diese Entwicklung habe sich auch in diesem Jahr fortgesetzt, wahrscheinlich sogar verstärkt. Kauder betonte, dass die Unionsfraktion sich weiter zum Anwalt der verfolgten Christen machen werde. «Ich bin aber auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle sehr dankbar, dass er sich des Themas so angenommen hat», sagte Kauder der Zeitung. Der Fraktionschef mahnte, die neue irakische Regierung noch mehr daran zu erinnern, alles zum Schutz der Christen im Land zu tun. Doch auch die Bundesregierung müsse tätig werden: «Ich bin dafür, mit den Christen im Irak eine Entwicklungszusammenarbeit aufzubauen. Das sollte durchaus finanzielle Hilfen einschließen, für den Bau von Schulen beispielsweise.» Kritik äußerte Kauder an der Türkeipolitik der Europäischen Union. Es sei nicht akzeptabel, dass in der Türkei weiterhin keine Priester ausgebildet werden dürften. «Die EU-Kommission muss in ihren Beitrittsverhandlungen mit der Türkei hier endlich deutlicher werden. Auf die Politik der türkischen Regierung, das Christentum in der Türkei praktisch auszutrocknen, sollte endlich auch einmal Brüssel reagieren.» Laut Hilfsorganisationen erlebten Christen im vergangenen Jahr vor allem in Nordkorea und Eritrea eine klare Verschlechterung der Lebensbedingungen. Wegen der unsicheren Lage sei auch der Nahe Osten inzwischen für die dort lebenden 17 Millionen Christen eine unsichere Heimat geworden, sagte der Religionsbeauftragte der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, Walter Flick, der «Welt am Sonntag». Gewaltsame Übergriffe nähmen auch in Ländern wie Ägypten, wo zwischen fünf und acht Millionen Kopten leben, und Pakistan, das noch immer etwa 2,5 Millionen Christen verschiedener Konfessionen beheimatet, weiter zu.
Soziologe: Katholiken überholen Protestanten bei Kirchenaustritten
Nach einer Schätzung des Soziologen Michael Ebertz von der Katholischen Hochschule in Freiburg sind in diesem Jahr bundesweit 250.000 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Damit lägen die katholischen Austrittszahlen erstmals über den evangelischen, sagte Ebertz der in Stuttgart erscheinenden Zeitung «Sonntag Aktuell». Sollten sich die Zahlen bestätigen, wäre das eine Verdoppelung der Austrittszahlen im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit Gründung der Bundesrepublik, sagte Ebertz. Aus seiner Sicht sei damit eine «neue Qualität» erreicht. Als Hauptursache für den Anstieg der Austrittszahlen gilt das Bekanntwerden von sexuellem Missbrauch in katholischen Einrichtungen. Der Typ des Austretenden hat sich nach Beobachtung des Soziologen verändert. Hätten bislang vor allem Männer unter 40 die katholische Kirche verlassen, weil sie Geld sparen wollten, träten mittlerweile auch vermehrt Frauen, Ältere und teilweise ganze Familien aus. Da sich die Konfessionen in den vergangenen Jahren ohnehin angenähert hätten, sei der Schritt zu den Protestanten nicht mehr so schwer. Hier habe sich etwas verändert, denn bislang seien Menschen vor allem ins «konfessionelle Niemandsland» ausgetreten. Evangelische Landeskirchen berichten insbesondere in Süddeutschland über steigende Eintrittszahlen. In Bayern traten laut «Süddeutscher Zeitung» bis November bereits mehr als 5.000 Menschen der lutherischen Landeskirche bei, in den Vorjahren pendelte die Zahl um 3.500. In Baden nahm die Eintrittszahl der evangelischen Landeskirche um 20 Prozent zu.
«Urbi et Orbi»: Papst spendet Segen und beklagt bewaffnete Konflikte
Papst Benedikt XVI. hat am ersten Weihnachtsfeiertag Zehntausenden Gläubigen auf dem römischen Petersplatz den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» (Der Stadt und dem Erdkreis) gespendet. Zugleich übermittelte der Papst Weihnachtsglückwünsche in 65 Sprachen in alle Welt. In seiner Weihnachtsbotschaft forderte der Papst Friedensbemühungen in Nahost und Afrika und beklagte Diskriminierung von Christen weltweit. Die Geburt Jesu sei eine «stets neue, stets überraschende Botschaft, die all unsere kühnsten Hoffnungen übersteigt», sagte das Kirchenoberhaupt. Er äußerte die Hoffnung, dass das «Licht von Weihnachten» vor allem an Christi Geburtsstätte Israelis und Palästinenser bei der Suche nach einem gerechten und friedlichen Zusammenleben leite. Zugleich wies der Papst auf das Leiden von Christen im Irak und im gesamten Nahen Osten hin. Die internationale Gemeinschaft rief er auf, «tätige Solidarität» zu üben. Angesichts der Folgen des jüngsten Erdbebens und der Cholera-Epidemie auf Haiti äußerte das Kirchenoberhaupt sich solidarisch mit der dortigen Bevölkerung. Im Hinblick auf Krisenherde im Sudan und in Elfenbeinküste forderte Benedikt zu Bemühungen um beständigen Frieden und echten Fortschritt auf. In Afghanistan und Pakistan mahnte er vor dem Hintergrund anhaltender Konflikte die Achtung der Menschenrechte an. Unter dem Eindruck der jüngsten Spannungen zwischen Nord- und Südkorea forderte er beide Staaten zu Bemühungen um Versöhnung auf. Besonderes Augenmerk legte der Papst in seiner Weihnachtsbotschaft nach den jüngsten Spannungen zwischen dem Vatikan und Peking auf die Lage der Christen in China. Sie sollten angesichts von Einschränkungen ihrer Religions- und Gewissensfreiheit «in der Treue zu Christus und seiner Kirche ausharren». Verfolgten Christen weltweit wünschte er Beharrlichkeit im Ertragen von Diskriminierung und Verfolgung. An die Pekinger Regierung und die staatlich kontrollierte katholische Kirche appellierte er, sich für die volle Achtung der Religionsfreiheit aller einzusetzen. Der Segen des Papstes und der damit verbundene Sündenerlass galten nach Worten des Kardinalprotodiakons Agostino Cacciavillan in diesem Jahr erstmals nicht nur für die über Rundfunk und Fernsehen sondern auch für die über das Internet mit dem Petersplatz verbundenen Gläubigen. In der vorangegangenen Nacht hatte Benedikt wie bereits im vergangenen Jahr bereits um 22 Uhr im Petersdom die Mitternachtsmette gefeiert. Erstmals hatte er sich zuvor in einer Radiobotschaft an den britischen Rundfunk BBC an die Hörer gewandt. Darin betonte er, Christi habe «nicht eine politische Befreiung durch militärische Mittel» gebracht, sondern den Tod für alle Menschen durch seinen Tod am Kreuz überwunden.
Stuttgart-21: Bischof würdigt Schlichtung als Beitrag zum Frieden
Als «Beiträge zum Frieden» hat der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, die Schlichtungsversuche um das umstrittene Bahnprojekt «Stuttgart 21» gewertet. Am Ende habe es einen Spruch gegeben, der einen Weg nach vorne zeigen wolle. «Ich bitte darum, ihn nicht abzutun», sagte July am Samstag in seiner Weihnachtspredigt in der Stuttgarter Stiftskirche. Die biblische Verheißung, dass das Kind in der Krippe der Friede für die Menschheit sein werde, sei für verschiedene Menschengruppen von höchstem Anspruch, sagte July. Dabei nannte er die Soldaten in Afghanistan und ihre Angehörigen, aber auch verfolgte und bedrängte Christen in anderen Ländern. Der Bischof warnte davor, den Weihnachtsfrieden auf einen Tag im Jahr zu reduzieren - vielmehr sollte die Friedensbotschaft der Heiligen Nacht einen Neuanfang markieren. Nach Auffassung des badischen evangelischen Landesbischofs Ulrich Fischer ist die Geburt Gottes in einem Stall eine Erschütterung für alle, die sich nur auf ihre Macht verlassen. Wie zerbrechlich diese Macht sei, habe nicht nur die Wirtschafts- und Finanzkrise offenbart, sondern auch der Krieg in Afghanistan, sagte Fischer in der Karlsruher Stadtkirche. Friede sehe auch anders aus als der Zustand, dass die Menschen im heutigen Bethlehem eingeschlossen in einer Sperrmauer Weihnachten feiern müssten. Dass Jesus Christus nicht in einem Jerusalemer Palast, sondern in einer armseligen Krippe in Bethlehem geboren wurde, zerbreche alle Bilder von mächtigen Rettern, betonte der Landesbischof.

