Berlin: Größter Herrnhuter Stern an Bundeskanzlerin überreicht
Im Bundeskanzleramt leuchtet während der Adventszeit der größte Herrnhuter Stern, der in der ostsächsischen Manufaktur jemals hergestellt wurde.
Atheismus: Vatikan-Prediger nennt Dawkins und Hawking «Toren»
Der Vatikan hat atheistische Thesen der britischen Wissenschaftler Richard Dawkins und Stephen Hawking als militant zurückgewiesen.
Schulen in Deutschland: Rechtsprofessorin rügt Ausnahmen für muslimische Schülerinnen
Die Staatsrechtlerin Christine Langenfeld hat die großzügige Befreiungspraxis für muslimische Schülerinnen vom gemeinsamen Sportunterricht mit Jungen oder vom Schwimmen kritisiert.
Sachsen: Streit um Sonntagsöffnung vorerst beigelegt
Der Streit um die Sonntagsöffnung sächsischer Läden im Advent ist vorerst beigelegt. Die evangelisch-lutherische Landeskirche begrüßte am Donnerstag in Dresden die erfolgreiche Mediation vor dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen. Juristen, die Gewerkschaft Ver.di und betroffene Kommunen hatten sich am Mittwochabend darauf geeinigt, dass in den Städten Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen, Görlitz und Freiberg jeweils nur an einem Adventssonntag geöffnet werden kann. Ver.di hatte in der vergangenen Woche überraschend die Klagen gegen die sonntägliche Ladenöffnung im Advent in sächsischen Städten ruhen lassen und einer Mediation zugestimmt. Die Kirche befürchtet jedoch auch im nächsten Jahr Streit um Ladenöffnungen. Die Landeshauptstadt Dresden war nicht am Mediationsverfahren beteiligt. Die Gewerkschaft Ver.di hatte dies als Kläger abgelehnt. Die Landeshauptstadt wollte aber als Beobachter das Verfahren verfolgen. Das Oberverwaltungsgericht hatte im November nach einer Klage von Ver.di den Sonntagseinkauf in Dresden im Advent generell verboten. Die Stadt will nun aber auch an einem Adventssonntag öffnen. Derzeit würden «hausinterne Gespräche» dazu geführt, sagte ein Sprecher der Stadt dem epd auf Anfrage. Die Öffentlichkeit sollte am Nachmittag über deren Ergebnisse informiert werden. Die Bautzener Richter hatten kürzlich das sächsische Ladenschlussgesetz, das Kommunen per Rechtsverordnung die Öffnung an vier Sonntagen erlaubt, als verfassungswidrig erklärt. Zugleich kippte das Oberverwaltungsgericht nach entsprechenden Klagen Verordnungen über verkaufsoffene Läden im Advent in Dresden, Marienberg und Radebeul. Ab 2011 gilt in Sachsen ein neues Ladenöffnungsgesetz. Es sieht vor, dass Gemeinden «aus besonderem Anlass» an vier Sonntagen im Jahr öffnen dürfen. Zudem sind ein fünfter, regional begrenzter verkaufsoffener Sonntag und die Erweiterung der Sonntagsöffnung für einzelne Branchen vorgesehen. Oppositionsparteien und Kirchen kritisierten das neue Gesetz, weil es nach ihrer Auffassung weiterhin Rechtsunsicherheiten birgt.
Islam-Konferenz: Innenminister de Maizière lädt erstmals Imame zum Dialog
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lädt erstmals Imame zum Dialog ein.
Chanukka: Juden feiern weltweit das „Lichterfest“
Das jüdische Fest Chanukka beginnt in diesem Jahr am 2. Dezember. Die erste der acht Kerzen am Chanukka-Leuchter wird bereits am Vorabend entzündet. Das achttägige Lichterfest hat auch die christlichen Advents- und Weihnachtsbräuche beeinflusst. Chanukka erinnert an den erfolgreichen jüdischen Makkabäer-Aufstand gegen die Fremdherrschaft der Hellenisten und an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels im Jahr 165 vor Christus.
Studie: Deutsche sehen den Islam sehr skeptisch
"Der Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, geht völlig am Empfinden der Deutschen vorbei", sagt der Soziologe Detlef Pollack. Er fand nun heraus: Weniger als fünf Prozent der Deutschen halten den Islam für tolerant.
OSZE-Gipfel: Vatikan beklagt Verletzung der Religionsfreiheit
Der Vatikan hat beim Gipfeltreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gravierende Verletzungen der Religionsfreiheit von Christen in den Mitgliedsländern beklagt.
Philippinen: Samstags unterrichtsfrei für adventistische Lehrer und Schüler
Das Ministerium für Bildung der Philippinen hat in einer Anweisung verfügt, dass Schüler und Lehrkräfte der Siebenten-Tags-Adventisten am Samstag vom Unterricht, von Prüfungen und sonstigen Veranstaltungen an öffentlichen Grund- und höheren Schulen zu befreien sind. In dem Erlass wird darauf hingewiesen, dass für Adventisten der Samstag ihr Ruhetag sei und dass die Verfassung des Staates die freie Ausübung der Religion gewährleiste.
Welt-Aids-Tag: Zahl der AIDS-Toten in Deutschland leicht rückläufig
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember mitteilt, starben in Deutschland im Jahr 2009 insgesamt 431 Personen an der durch HIV verursachten Erkrankung AIDS. Im Vergleich zum Vorjahr (443 Personen) war die Zahl der AIDS-Toten damit leicht rückläufig. Aufgrund neuester Wirkstoffe und Kombinationstherapien konnte die Lebenserwartung der HIV-Infizierten weiter erhöht werden. Das Sterbealter lag im Jahr 2009 bei 49,4 Jahren, wobei Frauen im Schnitt 44,5 Jahre und Männer 50,7 Jahre alt wurden. Im Jahr 1999 lag das Sterbealter noch bei 43,5 Jahren. Von den insgesamt 431 an AIDS verstorbenen Personen waren die meisten (87%) im Alter zwischen 25 und 65 Jahren, wobei die Gruppe der 40- bis unter 45-Jährigen hiervon den größten Anteil ausmachte (21% aller AIDS-Toten). 78% der Verstorbenen waren männlich. Im Jahr 2009 wurden bundesweit 1 429 an AIDS erkrankte Patientinnen und Patienten im Krankenhaus behandelt und entlassen. 88% dieser Patientinnen und Patienten waren zwischen 25 und 65 Jahre alt. Auch hier war die Altersgruppe der 40- bis 45-Jährigen am stärksten vertreten (18%). Weltweit schätzt UNAIDS, das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, die Zahl der 2009 an den Folgen von AIDS Verstorbenen auf etwa 1,8 Millionen Erwachsene und Kinder. Mit dem Virus infiziert waren schätzungsweise 33,3 Millionen Menschen bei 2,6 Millionen Neuinfektionen im Jahr 2009. Am schwersten von der Epidemie betroffen ist nach wie vor Afrika. 1,3 Millionen oder 72% der weltweit geschätzten Todesfälle gab es im Jahr 2009 allein in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. 22,5 Millionen oder 68% aller weltweit HIV-infizierten Erwachsenen und Kinder lebten dort. Die Neuinfektionen machten 1,8 Millionen oder 69% der weltweit geschätzten Fälle aus. UNAIDS zufolge trugen in dieser Region rund 5% der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren das Virus in sich. In West- und Mitteleuropa (Europa ohne Russland, Ukraine und Weißrussland) stellte sich die Lage im internationalen Vergleich weniger schwerwiegend dar. Im Jahr 2009 starben hier laut UNAIDS 8 500 Menschen an der Immunschwächekrankheit. Die Zahl der Neuinfektionen wurde auf 31 000 Fälle geschätzt. Die Gesamtzahl der HIV-infizierten Erwachsenen und Kinder lag im Jahr 2009 bei rund 820 000. Weitere internationale Daten finden Sie kostenfrei auf der Website des Statistischen Bundesamtes unter der Rubrik Internationale Daten.

