China: So viele Aids-Tote wie noch nie
In China ist die Zahl der Aids-Toten in diesem Jahr
sprunghaft gestiegen. Bis Oktober 2010 erlagen 68.315 Menschen der
Immunschwäche, wie das Gesundheitsministerium laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag mitteilte. Das seien 20.000 mehr als im Jahr davor. Insgesamt hätten sich in der Volksrepublik rund 370.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert, seit die Krankheit 1980 erstmals diagnostiziert wurde.
Anke folgt auf Barth: Wechsel an der Spitze der EKD-Zentrale
An der Spitze des Zentrale der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt es an diesem Mittwoch einen Wechsel. Der Jurist Hans Ulrich Anke (42) wird neuer Präsident des Kirchenamtes in Hannover. Er löst den Theologen Hermann Barth (65) ab, der seit März 2006 dieses Amt innehatte und in den Ruhestand geht. Neuer theologischer Vizepräsident wird Thies Gundlach (54). Der Jurist Christoph Thiele (48) wird Leiter der Rechtsabteilung. Die Verabschiedung Barths und die Amtseinführung von Anke, Gundlach und Thiele nimmt der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider in einem Gottesdienst an diesem Donnerstag in Hannover vor. Der gebürtige Hannoveraner Anke ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er studierte Rechtswissenschaften und Romanistik in Göttingen und Caen/Normandie. Nach dem ersten Staatsexamen war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Kirchenrecht an der Martin-Luther-Universität in Halle. In seiner Doktorarbeit untersuchte er die Staatskirchenverträge in den neuen Bundesländern. Die Referendarstationen führten den Juristen zum Landgericht Lübeck, Oberlandesgericht Schleswig und ins Nordelbische Kirchenamt. Vor seinem Wechsel zur EKD war Anke im Landeskirchenamt Hannover Leiter des Dezernates Kirchensteuer, Zuweisungen an kirchliche Körperschaften, Haushaltspläne landeskirchlicher Einrichtungen und europarechtliche Fragen. Seit August 2008 ist er Vizepräsident im EKD-Kirchenamt und Leiter der Hauptabteilung «Recht und Finanzen». Der Theologe Gundlach ist als neuer Vizepräsident zuständig für «Kirchliche Handlungsfelder» und «Bildung». Er ist damit künftig neben EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte (61) und Friedrich Hauschildt (60) einer der drei Vizepräsidenten in der EKD-Zentrale. Gundlach stammt aus Lübeck, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er studierte Theologie in Hamburg und Tübingen. Der promovierte Theologe war Pastor an Hamburger Innenstadetkirchen. Seit 2001 leitet er die Abteilung «Kirchliche Handlungsfelder» im EKD-Kirchenamt. Gundlach gehört zu den Köpfen des Reformprozesses «Kirche im Aufbruch», mit dem die evangelische Kirche rückläufigen Mitgliederzahlen und sinkender Finanzkraft begegnen will. Neuer Leiter der Rechtsabteilung wird Christoph Thiele. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann studierte er Rechtswissenschaften und zwei Semester Theologie in Kiel und Göttingen. Anschließend war er bis 1999 Referent im Kirchenrechtlichen Institut der EKD in Göttingen. Seit zehn Jahren ist der Jurist in der Rechtsabteilung der EKD mit den Schwerpunkten Staatskirchenrecht, staatliches und kirchliches Verfassungsrecht, Europarecht tätig. Thiele ist zudem seit 2009 Vorsitzender im ökumenischen «Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen». Der promovierte Jurist ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
St. Petersburg: Evangelische Gemeinde wird 300 Jahre alt
Die lutherische Gemeinde in St. Petersburg feiert am 5. Dezember ihr 300-jähriges Bestehen. 1710 schenkte der Vizeadmiral der russischen Flotte, Cornelius Cruys, den Lutheranern in St. Petersburg eine kleine Kapelle. Daran erinnerte am Montag das nordelbische Missionszentrum in Hamburg. Die Hansestadt pflegt eine Partnerschaft mit St. Petersburg. 1838 baute die dortige Gemeinde eine größere Kirche mit 3.000 Plätzen. 1937 wurde sie von der Sowjet-Regierung geschlossen und 1962 zu einem Schwimmbad umgebaut. Seit 1992 werden dort wieder regelmäßig Gottesdienste in deutscher und russischer Sprache gefeiert.
Berlin: Wowereit würdigt Erklärung von Religionsgemeinschaften gegen Terror
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die gemeinsame Erklärung der Berliner Religionsgemeinschaften zum Terrorismus als einen «Markstein» für ein friedliches Zusammenleben in der Stadt gewürdigt.
Hermann Barth: Religion ist wieder „in“
Der scheidende Präsident des EKD-Kirchenamtes, Hermann Barth (65), sieht bei jungen Menschen eine wachsende Offenheit für Religion.
Cancún: Evangelische Kirche fordert mehr Engagement für den Klimaschutz
Der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bernhard Felmberg, hat die Bundesregierung zu einem größeren Engagement in der Klimapolitik aufgerufen.
Rat geben, nicht bevormunden: Der langjährige EKD-Cheftheologe Hermann Barth geht in...
Sein Plan sah anderes vor. Zur Jahresmitte 2010 wollte Hermann Barth seinen Platz an der Spitze des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) räumen.
Zentralrat der Juden: Neue Führungsspitze wird gewählt
Die Gremien des Zentralrates der Juden in Deutschland wählen heute (Sonntag) in Frankfurt am Main eine neue Führung. Als Favorit für die Nachfolge von Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch gilt der bisherige Vizepräsident Dieter Graumann. Die 78-Jährige Knobloch hatte im Februar erklärt, dass sie keine zweite Amtsperiode anstrebt. Der Frankfurter Volkswirt Graumann kündigte im September seine Kandidatur an. Vorausgegangen war öffentliche Kritik an der Amtsführung der Präsidentin und dem Erscheinungsbild des Dachverbandes von 23 Landesverbänden mit 108 jüdischen Gemeinden und 105.000 Mitgliedern.
Rumänien: Guib zum Bischof der evangelischen Kirche gewählt
Reinhart Guib wird neuer Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Guib, der bisher Bischofsvikar war, wurde am Samstag von der Landeskirchenversammlung in der Stadtpfarrkirche von Sibiu (Hermannstadt) gewählt, wie der leitende Kirchenjurist Friedrich Gunesch mitteilte. Insgesamt gab es sieben Bewerber für die Nachfolge von Christoph Klein (73), der nach 20 Jahren Amtszeit als Bischof im September in den Ruhestand ging. Guib wurde 1962 in Mediasch (Medias) geboren. Nach dem Besuch der deutschen Grundschule und des Gymnasiums in Mediasch studierte er von 1983 bis 1989 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Hermannstadt evangelische Theologie. Anschließend war er als Vikar in Fogarasch und nach der Ordination 1990 als Pfarrer in Tekes tätig. Danach wurde er zum Stadtpfarrer in Mediasch gewählt und war Dekan des Mediascher Kirchenbezirks. 2002 wurde er erster Präsidenten des Diakonischen Werkes der lutherischen Diasporakirche. Zuletzt war Guib Bischofsvikar der evangelisch-lutherischen Kirche in Rumänien. Derzeit zählt die Kirche noch knapp 14.000 Mitglieder in 240 Orten, die von rund 40 Pfarrern betreut werden. Konzentriert sind die evangelischen Gemeinden und Kleinstgemeinden in der Region Siebenbürgen, in Hermannstadt hat das Konsistorium seinen Sitz. Der künftige Bischof zählt zur jüngeren Pfarrer-Generation, die sich bewusst für den Verbleib in Rumänien entschieden hat. Guib ist verheiratet und hat drei Kinder. Die Einführung des neuen Bischofs erfolgt am dritten Advent (12. Dezember) in der Stadtkirche von Hermannstadt. Für die Evangelische Kirche in Deutschland wird daran Auslandsbischof Martin Schindehütte teilnehmen. Die Anfänge der traditionsreichen Kirche reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück, als sich deutsche Siedler in Siebenbürgen niederließen. Unter dem Einfluss des Humanisten Johannes Honterus übernahmen die «Siebenbürger Sachsen» das reformatorische Gedankengut. Seit 1970 und vor allem nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1990 verzeichnete die Kirche einen massive Abwanderung von Mitgliedern nach Deutschland.
