Der Weltkirchenrat und der Lutherische Weltbund üben scharfe Kritik an dem Konzept der US-Regierung für eine Friedensregelung zwischen Israelis und Palästinensern. Der Plan ignoriere UN-Beschlüsse.
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Mit einem eigenen Plan will Donald Trump den Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern lösen. Er sieht eine Zweistaatenlösung vor. Israel soll die Siedlungen im Westjordanland behalten dürfen. Außerdem wird Jerusalem nach den Plänen der US-Regierung die alleinige Hauptstadt der Israelis. Palästinenser bekommen hingegen eine eigene Hauptstadt in Ost-Jerusalem.

Der Weltkirchenrat und der Lutherische Weltbund (LWB) kritisieren den von der US-amerikanischen Regierung vorgelegten Nahost-Plan. Der Plan sei keine reale, nachhaltige und gerechte Lösung, sondern ein Ultimatum, erklärte der Generalsekretär Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, am Mittwoch in Genf. Er forderte die Regierungen anderer Staaten auf, dem Konzept nicht zuzustimmen.

Frieden nie einseitig

Der US-Plan sei ohne eine Beteiligung der betroffenen Palästinenser erstellt worden, und mit ihm würden die Vorgaben Israels verfolgt. Ziel eines nahöstlichen Friedensprozesses müsse eine faire Zweistaaten-Lösung sein, die einen lebensfähigen und unabhängigen Staat Palästina beinhalte.

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Der Lutherische Weltbund erklärte, dass Frieden nie einseitig verhängt werden könne. LWB-Präsident Panti Filibus Musa und LWB-Generalsekretär Martin Junge betonten, nachhaltiger Friede entstehe aus respektvollem Dialog, Verhandlungen und Kooperation zwischen den Konfliktparteien.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag seinen lange angekündigten Plan für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern vorgelegt. Trump zufolge würden beide Seiten von dem Vorschlag profitieren. Zwar ist darin eine Zweistaatenlösung vorgesehen, laut Experten wird in dem Plan allerdings das seit langem geplante Ziel eines vollwertigen Palästinenser-Staates aufgegeben. Die Rede ist unter anderem auch von einer Entwaffnung der Palästinenser. Die palästinensische Führung wies den US-Vorschlag umgehend zurück.

Skepsis bei Kirchen vor Ort

Der Lutherische Weltbund erklärte dazu, der Plan ignoriere fundamentale Prinzipien des internationalen Rechts, der Menschenrechte sowie von Erklärungen der UN-Generalversammlung und des UN-Sicherheitsrates. Damit werde ein gefährlicher Weg für die Zukunft beschritten.

Kritik am Trump-Vorschlag äußerten auch Geistliche vor Ort. Hanna Massad, der zwölf Jahre lang als Baptistenpastor in Gaza tätig war, sprach gegenüber Christianity Today von einem „unfairen Plan“, der „keine Gerechtigkeit bringe“.  Yohanna Katanacho vom Bible College in Bethlehem sagte, man müsse kein Prophet sein, um das Scheitern der Initiative vorauszusagen. Skeptisch äußerten sich auch Vertreter der Katholischen Kirche im Nahen Osten.

Weitere Verhandlungen nötig

Der LWB rief die Staatengemeinschaft dazu auf, sich weiter für die Achtung internationaler Gesetze, für multilaterale Kooperationen und Verhandlungen einzusetzen. Das sei der einzige Weg zu Sicherheit und einem anhaltenden Frieden. Zudem verlangte der LWB sofortige Maßnahmen, um humanitäres Leid im Westjordanland und im Gazastreifen zu beenden.

Die rund 150 Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes wurden dazu aufgerufen, für Frieden im Heiligen Land zu beten und entsprechende Verhandlungen zu unterstützen. Der LWB wurde 1947 gegründet. Ihm gehören mehr als 75,5 Millionen Christinnen und Christen an. Im 1948 gegründeten Weltkirchenrat sind 350 Kirchen vereint, die mehr als 500 Millionen Gläubige repräsentieren.

Zustimmung bekam Trump indes unter anderem von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Der Plan weise einen Weg in eine „glänzende Zukunft“. Jürgen Bühler, der Präsident der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem (ICEJ), lobte den Vorschlag als „bei weitem besser als die vergangenen Friedenspläne“. Er enthalte viele Elemente, die sowohl Israel als auch den Palästinensern zugutekommen würden.

 

 

12 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Es geht immer mehr gegen Israel. Und unsere Regierung unterstützt das auch noch mit Milliardenzahlungen an die Palästinenser. Frau Merkel redet nur Schwachsinn, was den „Antisemitismus“ anbelangt.
    Gottes Segen jedem Leser.

    Gruß
    Peter Mende

  2. Dieser Friedensplan ist besser als keiner. Beide Seiten profitieren und es könnte etwas Normalität in das Leben der Leute bringen. Und es bleibt nicht allein dabei, dass eine Zweistaatenlösung angestrebt wird. Investitionen und Aufbauhilfen in Milliardenhöhe wird das Leben der Menschen wesentlich angenehmer machen. Dort leben viele junge Menschen, die ihr Leben noch vor sich haben. Besser, sie haben Arbeit und Perspektive, es sind meiner Meinung nach genug Steine geflogen und Raketen abgeschossen worden.

    • Im Gegensatz zum “ Friedensplan“ des Terroristen Abu Mazen/Abbas, der nur eine „judenfreie“ Einstaatenlösung mit der Auslöschung Israels kennt, ist Trumps Plan eine realistische Verhandlungsbasis.

      Aber.. ehrlich etrachtet
      Die sog. „Palästinenser“ , vulgo einfach Araber sind an keiner friedlichen Koexistenz interessiert.
      Das haben sie seit 1948 mehr als 1 x gezeigt.

      Und hat doch die PLO, Fatah und Hamas Nomenklatura unter dem status quo ein mehr als auskömmliches Leben.

      Finanziert auch aus Transferleistungen Deutschlands

  3. Der LWB sollte bedenken , dass es sehr wohl einseitige Friedensbeschlüsse gibt. Gott hat in Jesus Christus bereits einen beschlossen!! Auf UN- Beschlüsse kann man in dieser Sache nicht achten, weil die UN bewiesenermaßen antisemitisch ist und mehrheitlich von Nichtchristen besetzt ist

  4. ok
    was ich von dem Plan halten weiss ich noch nicht.
    eines aber finde ich erschütternd wenn ich dieses lese,keiner der kirchenvertreter interessiert sich für Gott und sein Wort.und dies ist in meinen Augen ein „no go“

    das Land Israel seit Jahrtausenden Gottes und Israels Land!!!! 1921 hat England gott76% von seinem Land geklaut und den 1. paästinenserstaat gegründet.
    1947 hat die eu die sich ohne Gott gegründet hat die restlichen 23%vom Land Gottes geteilt und 2. paästinenserstaat gegründet.
    dadurch erfüllte sich Joel 4 wo Gott sagt“der haben mein Land geteilt und über mein Volk das los geworfen
    wem hier unrecht getan wurde ist Gott und Israel!!!!vorher hatten alle Araber ihr Land!und ein arabisches Volk namens Palästinenser heisst gab es nicht!!!
    wenn man sich zum christlichen glauben bekennt muss die Bibel Grundlage sein! und Gottes Willen sollte an 1. Stelle stehen!!!nicht der Wille des Menschen!!!
    all die schlauen Leute die sich nur auf die Seite der Palästinenser stellen ,warum verurteilt ihr nicht das ständig angreifen und töten der Hamas nicht??warum kriegt es niemand hin das treiben zu verurteilen?
    nur Israel wird verurteilt obwohl sich verteidigen und alleine dastehen.
    was ist das für ein krankes und blindes Verhalten ?
    ich finde das absolut schlimm und ein „no go“ für Leute die sich Christ nennen.

  5. Jerusalem war immer und wird immer die Hauptstadt Israels und Gottes Stadt sein!!!
    und wenn man sich Christ nennt und damit die Bibel als Grundlage des Glaubens hat dem sollte das klar sein.denn 50 -100stellen sprechen davon!
    mohamed ist nie in Jerusalem gewesen!der Koran erwähnt Jerusalem auch an keiner Stelle!zu mohamed Lebzeiten war auf dem tempelberg eine Kirche!!!und erst Jahre nach mohamed Tod würde diese zur Moschee umgebaut!

    mein Lösungsvorschläge wäre das diejenigen die die Unverschämtheit und Dreistigkeit besessen haben Gott das Land zu klauen und zu teilen und das Problem und ein neues arabisches Volk geschaffen haben,die nehmen die Palästinenser in ihren Land auf und geben Ihnen da Land!und vor allem nehmen sie die terrorgruppen Hamas und islamischer tschihad auf!alle diejenigen palästinänser die den Gott Israels und Jesus lieben bleiben.
    dies wäre die Lösung und dies bringt Frieden in Israel und schafft Gerechtigkeit für Gott.
    und nicht immer die Tatsachen verdrehen und Israel verurteilen,schlau reden aber Israel allein lassen wo es angegriffen wird.

  6. seit 2 Tagen greift Hamas Israel an!die Raketen fliegen auf den Süden Israels.
    was Unternehmen die kirchenchristen gegen diese Angriffe?
    was würden sie sagen wenn auf ihre Kirchen am laufenden Meter Raketen fliegen?ist das ein tolles Verhalten von netten Menschen?ist das ok wenn man grundlos andere angreift und attackiert?
    früher haben die Menschen mit dem Gewissen zwischen gut und böse unterscheiden können.da hat man erkannt das wenn jemand hasserfüllt andere grundlos angreift der Übeltäter und Bösewicht ist.
    heute scheint man das nicht mehr auf die Reihe zu kriegen.
    man pumpt sogar Gelder in den Gazastreifen obwohl Abbas mehrfach öffentlich bekannt hat das er dies in 1. Linie und ausschliesslich für die Mörder und ihre Familien verwenden wird.und so finanziert man weiter fleissig das Morden.

  7. eine 2 Staaten Lösung kann niemals eine Lösung im Sinne Gottes sein und dies sollte jedem Christen klar sein.
    wenn man Christ ist und Gottes Wort die Bibel ist sollte für jeden Christen klar sein sich auf die Seite Israels zu stellen.
    Gott sagt“der ist mein augapfel,Wer mein augapfel anrührt rührt mich an
    Gott sagt“der euch angreift greift mich an
    z.b. Hamas greift nicht nur Israel an sondern Gott.
    z.b. Iran hat nicht nur einen puren Hass auf Israel sondern auf Gott.
    wenn man sich auf die Seite der Gegner stellt stellt man sich gegen Gott.
    und man kann sich nicht auf Seiten von Truppen stellen die ständig Israel verurteilen oder zu einer Gruppe die schon bei ihrer Gründung Gott aussen vor lässt.
    Gott ist der Schöpfer!er ist kein hampelmann oder Kumpel dem man seinen Willen oder Meinung aufnötigt.
    er hat das sagen! nicht der Mensch!auf seinen Willen kommt es an!! nicht auf den Willen des Menschen!

  8. Das Heil, der Menschensohn, der Messias der für mich Jesus heißt, kommt von den Juden. Gott steht zu seinen Verheißungen und wird diese unabhängig von unserer Überzeugung wahrmachen. Das glaube ich.
    Shalom für Jerusalem und die ganze Welt.

  9. Es gibt eine große Besorgnis über die antisemitischen Äußerungen, über die übernommenen Narrative der Hamas und Hisbollah, die sich der Luth. Weltbund zu eigen macht. Zur Erinnerung: Bis 1967 hatten die Palästinenser ja bereits Jordanien, Gaza, ferner die WestBank UND Ost Jerusalem, welches Jordanien 1948 erobert und 1950 völkerrechtswidrig annektiert hatte. Trotzdem gründeten die Palästinenser 1964 (!) IN Ost Jerusalem (!) die PLO. Was wollten die denn befreien, wenn es nicht die Zerstörung Israels und die Ermordung der Juden war?

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