Verlag: Neukirchener Verlag
Seitenzahl: 40
ISBN: 9783761568552

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Anna Koppri: „Marlene wohnt im Himmel“

Sehr einfühlsam schreiben die Autorinnen Anna Koppri und Rebekka Morgenstern von „Marlene wohnt im Himmel“ über ein Thema, das leider viele Familien erleben: den Tod eines Babys während der Schwangerschaft oder bei bzw. kurz nach der Geburt.

Es ist viel mehr als ein Bilderbuch. Man liest von der Vorfreude der Eltern und der Geschwister auf das neue Baby, das bereits seinen Platz in der Familie eingenommen hat. Die Bilder dazu spiegeln die Zeit der Vorfreude wider.

Doch eines Morgens sitzt Opa in der Küche und Mama und Papa sind nicht da. Einfühlsam beschreiben die Bilder einzelne Szenen und werden mit kurzen Texten ergänzt. Dann kommen eine traurige Mama und Papa zurück – Marlene ist zu früh geboren, sie ist tot. Wirklich kindgerecht und unglaublich feinfühlig wird die Trauer um Marlene ausgedrückt.
Das Thema Tod ist kein Tabu, auch kein Schreckgespenst –  ganz natürlich wird dies den Kindern nahegebracht. Auch die Frage, wo Marlene jetzt ist.

Mama ist nun ganz oft traurig, dass Marlene nicht bei ihnen zu Hause ist, genauso wie Papa.
Zum  1. Geburtstag von Marlene singt die Familie ein Geburtstagslied und feiert dann mit einem Picknick.

Behutsam, doch sehr einfühlsam und auch kindgerecht werden in dem Buch die wichtigen Themen um die Trauer angesprochen.
Mich hat dieses Buch sehr berührt. Ich hatte 1984 auch ein Sternenkind.  Ich wäre damals sehr dankbar gewesen so ein tolles hilfreiches Buch zur Hand zu haben für ihre Schwester. So oft fehlen die Worte, man ist hilf- und ratlos, wie man  „kindgerecht“ den trauernden Geschwistern den Tod erklärt. Wie man damit umgehen soll, damit man die Kinder nicht überfordert oder sie „trauriger“ macht. Dabei ist es einfach wichtig, dass die Kinder ganz natürlich Trauer erleben, die Familie miteinander trauert, genauso wie sie zusammen sich freut und feiert.

Es gibt noch einen Anhang für die Erwachsenen mit weiteren vielen wichtigen wertvollen Informationen über „ins Gespräch kommen über den Tod“ „Abschied nehmen der Kinder“ und auch ganz wichtig, dass Kinder anders trauern als Erwachsene. „Trauer ist eine angeborene, gesunde und kreative Reaktion auf Trennung und Verlust, die mit großer Anstrengung für Körper und Seele verbunden ist.“   
Natürlich wird Trauer und Tod je nach Alter der Kinder anders wahrgenommen. Dies wird genauso einfach, doch gut erklärt. Ebenso wie die einzelnen Trauerphasen bei Kindern ablaufen oder immer mal wieder auftauchen.

Es werden auch gemeinsame Rituale und Erinnerungen schaffen, angesprochen. Auch, wie der Glaube einen Halt geben kann.

von Christa Keip

Leseprobe (PDF)

ZUSAMMENFASSUNG

Ein rundum gelungenes, empfehlenswertes, hilfreiches Bilderbuch für Familien mit Kindern, die Babys und Sternenkinder verabschieden mussten. Im Anhang sind viele hilfreiche Tipps für Erwachsene zu einzelnen Themen der Trauer, des Abschiednehmens, Rituale und Glaube.

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Ein rundum gelungenes, empfehlenswertes, hilfreiches Bilderbuch für Familien mit Kindern, die Babys und Sternenkinder verabschieden mussten. Im Anhang sind viele hilfreiche Tipps für Erwachsene zu einzelnen Themen der Trauer, des Abschiednehmens, Rituale und Glaube.Anna Koppri: „Marlene wohnt im Himmel“