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Die US-Beamtin Kim Davis spricht sich nach ihrer Entlassung aus der Beugehaft weiterhin gegen die Homo-Ehe aus und will gleichgeschlechtlichen Paaren auch in Zukunft keinen Trauschein ausstellen.

Nachdem sie mehrere Tage in Beugehaft gesessen hat, ist die US-amerikanische Standesamtsleiterin Kim Davis am Montag wieder zum Dienst erschienen. In einer Pressekonferenz vor dem Amtsgericht des Rowan County im Bundesstaat Kentucky erklärte sie, dass sie auch weiterhin keine Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren schließen werde. „Jede Genehmigung, die aus dieser Behörde kommt, wird nicht von mir erteilt oder autorisiert werden“, so Davis.

Davis verdeutlichte aber auch, dass sie ihre Mitarbeiter nicht daran hindern werde, Trauscheine für Homosexuelle auszustellen. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Heiratsurkunden ohne ihren Namen im Grunde ungültig seien. Auf den Dokumenten solle daher vermerkt werden, dass sie auf Anordnung eines Bundesgerichts ausgestellt würden. Inwiefern dies den Auflagen entspricht, bleibt ungeklärt.

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Die US-Beamtin war Anfang September in Beugehaft gekommen, da sie sich mehrmals geweigert hatte, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen. Im Juni war die Homo-Ehe im Bundesstaat Kentucky durch das Oberste US-Gericht landesweit legalisiert worden. Unter Berufung auf ihren Glauben hatte Davis zuletzt versucht, vor dem obersten Verfassungsgericht durchzusetzen, dass sie homosexuellen Paaren keine Ehelizenz aushändigen muss.