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Alois Glück: ZdK-Präsident lehnt strengere Trennung von Staat und Kirche ab

Der Präsident der katholischen Laienbewegung, Alois Glück, lehnt eine striktere Trennung von Staat und Kirchen ab. Zum funktionierenden Staat-Kirche-System in Deutschland sei derzeit keine Alternative erkennbar, die für die Gesellschaft und das Gemeinwohl nützlicher wäre.

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 Das sagte Glück am Freitag auf der Frühjahrsvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Münster. Zunehmende Anfragen aus der Politik an das bestehende Verhältnis von Staat und Kirchen müssten zu denken geben. Glück nannte als Beispiele die Debatten über Kirchensteuer und kirchliches Arbeitsrecht sowie die Beschneidung minderjähriger Jungen.

 Eine steigende Zahl von Menschen habe kein Verständnis mehr für die Rolle der Religion, der Kirchen und deren Präsenz in der Gesellschaft. Dies äußere sich zunehmend auch in aggressiven Gegenpositionen. Vor diesem Hintergrund plädierte Glück dafür, die Bedeutung der Religion für die Gesellschaft überzeugend zu begründen. Der CSU-Politiker sprach sich erneut dafür aus, den "politischen Katholizismus" durch das Engagement katholischer Laien wieder zu stärken. Die bisherigen Strukturen reichten nicht aus.

 Angesichts der Forderung nach Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften mit Ehe und Familie empfahl der Präsident des Zentralkomitees eine sorgfältige Argumentation. Wer gegen eine vollständige Gleichstellung und eine Aufhebung aller rechtlichen Unterscheidungen sei, spreche noch keine Diskriminierung aus. Glück sagte, es gebe einen bleibenden Unterschied zwischen Homo-Ehe und der Verbindung von Frau und Mann, da diese potenziell auf Nachkommen angelegt sei. Wer diesen Unterschied nicht wahrhaben wolle, verkenne die Intention des Grundgesetzes, das Ehe und Familie als in sich nachhaltige Lebensform und Grundlage einer Gesellschaft besonders schütze.

 Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen stehen unter anderem neue Formen politischer Beteiligung, Fragen der christlichen Sexualethik und Sterbebegleitung. Vor dem Treffen hatte Glück angekündigt, dass er im November erneut für den Vorsitz der Laienorganisation kandidieren wolle. Im Zentralkomitee sind Vertreter der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft zusammengeschlossen.

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(Quelle: epd)

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