Drei betagte Nonnen besetzen seit September ihr früheres Kloster in Österreich – gegen den Widerstand der Kirche. Nun wird ihnen ein Bleiben in Aussicht gestellt.
Der zuständige Stiftsleiter Markus Grasl sei bereit, die über 80-jährigen Nonnen weiter in dem Kloster in Schloss Goldenstein bei Salzburg wohnen zu lassen, berichtet der SPIEGEL. Es gebe allerdings eine Bedingung: Sie „müssten künftig wieder in ‚Klausur‘ leben, also das Kloster nur eingeschränkt für ordensfremde Menschen öffnen.“ Für die altersgerechte Anpassung des Klosters und die Pflegebetreuung der Ordensfrauen sei gesorgt.
Weil sie nicht länger im Altersheim leben wollten, verschafften sich die drei Nonnen Anfang September Zugang zu ihrem ehemaligen, nun leerstehenden Kloster (Jesus.de berichtete). Ein Instagram-Kanal mit fast 100.000 Followern zeigt ihren Alltag. Die Geschichte sorgt auch international für Aufsehen.
Link: Betagte Nonnen könnten im besetzten Kloster bleiben – unter einer Bedingung (SPIEGEL)

Es war wohl auch mehr als eine Bedingung. Sie sollten nicht nur komplett auf sozial Media verzichten sondern auch auf jede juristische Beratung und sich auch komplett von ihren Helfern trennen, die ihnen auch pflegerisch und bei der Versorgung helfen.
Für alles wollte dann allein das Bistum sorgen, ohne jede Garantie allerdings, wie lange.
Kein Wunder, dass sie das ablehnten. War ja mehr als offensichtlich, worauf das hinaus gelaufen wäre.
Hier die neueste Entwicklung:
Goldenstein-Nonnen schreiben Brandbrief an Vatikan – schwere Vorwürfe – katholisch.de https://share.google/rncrKslFlfsPIzSsv
Den Nonnen wurde ein Wunsch erfüllt, für den ich Verständnis habe. Ich stelle mir vor, dass es ihnen nicht an altersgerechter und medizinischer Unterstützung fehlen wird. Nach Jahrzehnten im Kloster können sie nur unter Schwierigkeiten die Lebensweise in einem modernen Seniorenheim vollziehen. U. Simili
Das Traurige dabei ist, dass die Nonnen nur in ihrer kuriosen Erscheinung als “ betagte “ Nonnen wahrgenommen werden. nicht wirklich als Mensch, der nach Selbstbestimmung ringt.
Gesellschaftlich – politisch beschränkt sich das Thema auf gesetzliche Regelungen, wobei selbst Nächstenliebe hauptsächlich politisch instrumentalisiert wird. Der Mensch an sich gilt offensichtlich nichts.
Als Teil eines Ganzen gilt er als Individuum kaum noch.
Dabei ist doch die Geburt Jesu die Geburt des neuen Menschen, nicht des an gesellschaftliche Normen Angepassten, sondern des Individuums, mit Empathie, Liebe, Nächstenliebe, Mitgefühl…
Kein leichtes Unterfangen, wenn es gilt zwischen den Extremen zu unterscheiden, also dem, was die Kirche, an die man als gläubiger Mensch glaubt, vermittelt, und der Welt mit ihren Kriegen und politischen Herausforderungen.
Der Sinn der Bedingung erschließt sich mir nicht. Was wird damit bezweckt?
Das gegenseitige Dienen wird die Bedingung sein
Die Frage nach der Bedingung wurde nicht beantwortet. Ich kann nur vermuten, dass die Bedingung eben nicht die Veränderung der jetzigen Lebensweise der Ordensschwestern bedeutet, die sie ein Leben lang praktiziert haben. Es ist das Dienen der jeweilig Anderen und damit auch unmittelbar ein Dienst an Gott. Wenn man gewissermaßen so etwas installiert wie ein Altersheim im Kleinen, wo andere pflegen (müssen), wäre der eigentliche Wunsch der Nonnen nicht erfüllt. Aber es funktioniert wirklich nur solange, wie keine der Frauen wirklich völlig pflegebedürftig wird.
Die Nonnen vermuten anders und lehnen daher das kirchliche Angebot ab.
Ihnen sollte u.a. Instagram untersagt werden, was sie von ihrer öffentlichen Unterstützung abgeschnitten hätte.
Da die Vereinbarung nur bis auf weiteres gelten sollte, vermuteten sie beim kirchlichen Vorgehen offensichtlich unredliches.