Durch einen russischen Luftangriff auf Kiew wurden mehrere Menschen getötet. Zudem geriet die Kirche des weltberühmten Höhlenklosters in Brand.
Die Hauptkathedrale des Kiewer Höhlenklosters wurde in der Nacht zum 15. Juni bei einem Luftangriff in Brand gesetzt. Nach Angaben der Militärverwaltung in Kiew hätten russische Streitkräfte das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Gelände offenbar direkt getroffen, berichtet das Onlineportal Domradio. Videos zeigten Flammen, die aus dem Dach der Mariä-Entschlafenskirche schlagen. Das Feuer konnte später gelöscht werden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von „einem der schwerwiegendsten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur“. Moskau wies die Verantwortung zurück und erklärte, eine ukrainische Flugabwehrrakete habe die Kirche getroffen. Die UNESCO meldete erhebliche Schäden und verurteilte Angriffe auf Kulturgüter. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul bezeichnete den Vorfall als „verabscheuungswürdigen Terrorakt“.
Kirchliche Vertreter sehen in dem Angriff ein gezieltes Signal. Metropolit Epiphanius sprach von einem „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Seit 2022 seien rund 800 religiöse Gebäude beschädigt oder zerstört worden. Hilfswerke wie Renovabis warnen vor einer systematischen „kulturellen und nationalen Auslöschung“.
Redaktioneller Hinweis: Informationen zu den aktuellen Ereignissen im Ukraine-Krieg beruhen auf den Angaben der Konfliktparteien und sind teils nicht unabhängig überprüfbar.
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