Die Sagrada Família in Barcelona hat ihre endgültige Höhe erreicht und überragt das Ulmer Münster jetzt um 11 Meter – dank eines Kreuzes aus Deutschland.
Bereits im Oktober hatte die Sagrada Familia in Barcelona das Ulmer Münster als höchsten Kirchturm der Welt abgelöst. Jetzt hat die Basilika ihre finale Höhe von 172,50 Metern erreicht, wie die Stiftung Sagrada Familia mitteilte. Oben auf dem Turm „Jesu Christi“ thront ein 17 Meter hohes und 50 Tonnen schweres begehbares Kreuz aus Glas und Stahl. Die Einzelteile des Kreuzes hatte die Joseph Gartner GmbH aus dem bayerischen Gundelfingen gefertigt und vor Ort montiert.
Über eine Wendeltreppe sollen Besucherinnen und Besucher zukünftig in die vier Arme des Kreuzes gehen können und die Aussicht über die Stadt genießen. Die offizielle Einweihung des Turms ist für den 10. Juni geplant – dem 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí. Der Bau der Kirche begann im Jahr 1882, Gaudí arbeitete über 40 Jahre daran. Die vollständige Fertigstellung der Basilika wird in den 2030er-Jahren erwartet.
Die Sagrada Família ist eines der größten privat finanzierten Bauprojekte der Welt. Finanziert wird der Bau der katholischen Basilika ausschließlich durch Spenden und Eintrittsgelder. Staatliche Zuschüsse gibt es nicht. (dawi)
Homepage: Sagrada Familia

Wunderschöne und/oder leerstehende Gotteshäuser
Große Kirchen, durchaus auch Dome und Kathedralen, wurden im Mittelalter sinnbildlich wie der Himmel angesehen, sowie der Größe Gottes. Die Mormonen bilden dies ab, in dem die Gläubigen im Tempel sich weiße Kleidung aus den Schränken anziehen, weil die Räumlichkeit und auch am Körper getragene Kleidung die Erlösung ausdrücken soll, vielleicht auch Sündenfreiheit. Allerdings haben riesige Gotteshäuser, die heute zurecht ebenso auch Kulturdenkmale sind, viele Jahrzehnte zum Fertigstellen benötigten, sicherlich sind dabei einige Menschen verstorben und haben im Mittelalter nicht unerheblich auch Obrigkeit von Thron und Altar gedient als Symbole der Macht. Ganze Priestergenerationen haben aber nicht ihre Ehelosigkeit praktiziert, aber dem Volk die Angst vor Sünden gerne eingeredet. Untertänigkeit war gefragt, selbst Pfarrer manchmal Analphabeten aber die Gläubigen konnten unisono nicht in der Bibel lesen. Heute ist die wunderschöne Stiftskirche groß genug für phantastische Konzerte, die Auftritte der Singschule, besondere Veranstaltungen unserer gut frequentierten Citykirchenarbeit und sie lässt sich wunderbar beleuchten; Auch für die lange Orgelnacht, literarische Gottesdienste und die schönen Feiern mit Taizeliedern und/oder Segnungen und Salbungen. Aber riesige und teure Gotteshäuser schaffen Problem, weil man sie nach dem letzten Krieg etwas gedankenlos fast Verdreifachte. Sie stehen heute leer, sind fast so immer unverkäuflich, auch jeder Abriss wäre zu teuer. Leider ist es auch mit Kirchen und anderen Heiligen Hallen immer so, dass jeder Käse ohne Form lediglich Quark wäre. Es scheint mir wegen dem geringen Teilnahmewunsch am Sonntagsgottedienst sinnvoll, eine neue Geh-Hin-Struktur zu implementieren an die Hecken und Zäune der Welt, was kaum mehr Geld erfordert. Unser eigene kleine Landeskirche sucht nun die Heirat mit der/den anderen Großkirchen und wäre als Firma längst insolvent. Allerdings ist vieles vom christlichen in irdenen Gefäßen. Der Glaube ohne Kultur wäre ziemlich langweilig und ungeistliche Langeweile in entsprechenden Gottesdiensten verhindern deutlich leider das Wehen auch des Heiligen Geistes. Man kann, wie hier in meiner neuen Gemeinde, auch viel tun, auch in den Kirchen und dazu gehört auch die Sonntagsfeiern schön sind.