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Westjordanland: Israelischer Übergriff auf Team der Deutschen Welle

Israelische Soldaten haben im Westjordanland ein Team der Deutschen Welle (DW) mit Waffen bedroht und mit Tränengas beschossen.

Wie der Auslandssender am Freitag in Berlin mitteilte, wurden die Medienschaffenden angegriffen, obwohl sie klar als Pressemitarbeiter gekennzeichnet waren. Das Team sei von Tränengas getroffen worden, aber unversehrt geblieben.

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Nach Senderangaben ereignete sich der Vorfall bereits am vergangenen Dienstag bei Dreharbeiten in Ramallah und wurde filmisch dokumentiert. Das Team bestand aus der Korrespondentin Fanny Facsar, dem Kameramann Rajai Khateeb und einem lokalen Kollegen. Es sei vor Ort gewesen, um die Risiken für Medienschaffende im israelisch besetzten Westjordanland zu dokumentieren.

Nicht der erste Vorfall

Bereits Anfang Juli war ein DW-Team im Dorf Sindschil nördlich von Ramallah von radikalen israelischen Siedlern mit Steinen beworfen und verfolgt worden. Das Team blieb unverletzt, das Fahrzeug des Kameramanns wurde jedoch schwer beschädigt.

DW-Intendant Peter Limbourg äußerte sich besorgt. «Die wiederholten Angriffe auf unsere Journalistinnen und Journalisten in der Westbank sind absolut inakzeptabel», erklärte er. Es gebe keine Rechtfertigung für die Bedrohung von Pressevertretern, weder durch das Militär noch durch radikale Siedler. Limbourg rief die israelische Regierung auf, die Sicherheit aller Journalistinnen und Journalisten in der Region zu gewährleisten.

Filmaufnahme des Vorfalls bei DW-Nachrichten (ab Minute 2:30):

Quelleepd

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2 Kommentare

  1. Israelischer Übergriff auf Deutsche Welle fatal

    Leider ist der Israelische Übergriff auf die Deutsche Welle ein Symptom, daß der israelische Staat, mit der (an der Bevölkerungszahl wohl) größten Friedensbewegung weltweit, von einer rechtsradikalen Regierung gelenkt wird. Sicherlich kann niemand weder beweisen noch widerlegen, dass der Übergriff Absicht war. Da kommen wir an ein, (aus nachvollziehbaren Gründen), gerade auch von unserer Regierung ausgesessenes Problem:
    Dieses besteht darin, daß sowohl die Herren Putin als auch Netanjahu eigentlich (von Obergerichten mit Regelungslücken) längst in U-Haft sitzen müssten. Durchaus nicht wegen Fahren über Rote Ampeln, eher das Rasen über Rote Ampeln des Völkerrechtes und aufgrund sogar brutalster Kriegsverbrechen. Ich befürchte, dass die diplomatischen Tätigkeiten im Ukraine-Friedensprozess auch jener Staatenlenker Trump und Putin leider fatale Signale senden, als würde in Wirklichkeit kein Mensch globale Weltgerichte noch ernst nehmen (zumal der nicht gute Donald die eigene US-Demokratie schleift und die dortige Verfassung bricht). Ein schlechter Witz bleibt wahr, daß es gute und schlechten Menschen sowie Politiker gibt.
    Das könnte dazu führen, daß eher wesentlich weniger Staaten als die erforderliche Geschlossenheit sich der globalen Rechtsprechung nicht mehr anschließen werden. Die Befürchtungen, Anzeichen und auch der Umgang mit internationalem Recht auch unserer Bundesregierung, lässt keine Besserung, völlige Marginalisierung und bald nur noch Symbolik befürchten. Philosophische Haftbefehle, die kein Staat mehr vollstreckt, sind die Witzvorlagen für alle Hofnarren unserer Gewaltherrscher und sie sorgen für ein wenig Belustigung in den grauen Büros, wo Unmenschlichkeit und Desinformation verwaltet werden.

    Bereits jetzt neigen unsere Berliner Parlamentar dazu, mit zuzurechnender Mehrheit, sich auch selbstherrlich über einige Gerichtsurteile hinweg zu setzen, insbesondere auch im Migrationsbereich. Die Argumente dafür sind so wie diejenigen von unausgereiften Pubertierenden, andere (Staaten) würden es ja auch tun. Solange Politiker(innen) nicht mehr wirklich nach ihrem Gewissen, sowie auch rechtstreu nach Gesetzen handeln, sowie die Menschenrechte sowie das Völkerrecht ihnen am A… vorbeigehen, darf man sich niemand wundern, daß leider unsere auch nicht sehr erwachsen handelnden Wähler/innen wie geistig Blinde Rechtsradikale wählen. Als soziologisch modernste Variante von Obrigkeitsgläubigkeit.

    Dies nämlich ist das gravierenste der Probleme. Es war nämlich vor 1933 bereits fundamental gründlich schief gegangen und unsere treulichen und obrigskeitshörigen Bürger/innen damals sind damals wie naive Schafe selbst zum Metzger marschiert. Man prognostizierte, Herr Hitler würde spätestens bei der übernächsten Wahl vom Fenster weg sein, dafür war bald ein Teil der Reichstagsmitglieder verhaftet, im KZ, auf der Flucht, oder rechtzeitig nur privat. Es müssten also unsere Politiker, auch unter der Beschwernis dass es sie beim geneigten Wähler leider nicht sympathischer macht, nunmehr wirklich den Mut sowie echten Patriotismus aufwenden und auch unangenehmste und konfliktreichere Entscheidungen treffen. Wir sollten mit fast jedem Israeli und immer mit jedem jüdischen Menschen gerne befreundet sein, nicht aber mit Rechtsradikalen, auch wenn sie in Jerusalem, Haifa oder Berlin wohnen. Wenn niemand wirklich guten Mut hat, wird unsere eigene Politik ständig rechtsgerichteter. Bis zu den Formulierungen im Einzelnen übernehmen wir dann in sogenannten guten demokratischen Parteien ihre Vorschläge und verkaufen sie sogar als die eigene Idee. Dies darf niemals geschehen. Die CDU hätte ich unter anderen Erwägungen gewählt, wegen ihrem C und ihrer guten störrischen Ablehnung der Beliebigkeit jeder Abtreibung. Als Wehrdienstverweigerer bin ich meinen geistigen Genen verpflichtet und hier zuallererst meinem Gott. Jetzt aber kann ich die beiden Parteien der Mitte schon nicht mehr in irgend eine Erwägung ziehen und bleibe ratlos, wem ich als Christ, auch mit vorhandenem Veränderungspotential, noch meine Wahlstimme geben kann. Demokratie ist nicht in der Bibel erwähnt und Jesus sprach nicht davon, aber sie ist sicherlich in ihrer positiven Form durchaus grundchristlich. Die guten Demokraten der Vergangenheit haben, wenn auch eher ausnahmsweise, sogar dann Dinge für richtig gehalten, die Wiederwahl torpedierten: In letzter Konsequenz ist der Drang zu Erhaltung eigener Macht nicht vereinbar mit dem Eid, Schaden vom Deutschen Volk wirklich abzuwenden. An Rosa Luxemburg faszinierte mich niemals ihre linke Agenda, sondern ihre Bereitschaft, sich für die völlig andere Meinung eines Gegners einzusetzen. Uns fehlen völlig solche positiven Haltungen.

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