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Bluttests auf Down-Syndrom werden Kassenleistung

Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom beim Kind werden künftig von den Krankenkassen bezahlt. Zur Routine sollen die Tests nicht werden.

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Der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen billigte die sogenannte Versicherteninformation. Diese Broschüre wird fester Bestandteil der ärztlichen Beratung zu den Tests. Ihre Fertigstellung war Bedingung, dass der bereits im September 2019 gefasste G-BA-Beschluss umgesetzt werden kann, die Gentests in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen. Nach Angaben des Bundesausschusses werden die Tests voraussichtlich von Frühjahr 2022 an von den Kassen übernommen.

Untersuchung soll Einzelfall bleiben

Die Versicherteninformation klärt die werdenden Eltern über die Gentests auf. Außer einem Down-Syndrom (Trisomie 21) können auch die selteneren und schwerwiegenderen Trisomien 13 und 18 festgestellt werden. Die Tests sollen keine Routineuntersuchung werden, sondern nur im Einzelfall nach einer ärztlichen Beratung eingesetzt werden oder wenn sich aus anderen Untersuchungen der Hinweis auf eine Trisomie ergeben hat.

Der Gentest erkennt am Blut der Schwangeren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, ob das Kind eine Trisomie hat. Bis zur Zulassung der Tests im Jahr 2012 war das nur über eine Fruchtwasser- oder Plazentauntersuchung möglich, die jeweils ein hohes Risiko für Fehlgeburten bergen. Diese sogenannten invasiven Untersuchungen werden von den Krankenkassen bezahlt, der risikoarme, nicht-invasive Bluttest hingegen bislang nicht.

Die Gentests waren und sind politisch umstritten, weil sie die Feststellung einer Trisomie erleichtern. Vor allem Behindertenverbände sind gegen den Test als Kassenleistung, weil sie die Gefahr sehen, dass kaum noch Kinder mit einem Down-Syndrom zur Welt kommen.

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Quelleepd

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7 KOMMENTARE

  1. Jaja, die Tests sollen keine Routine werden. Das heißt es anfangs immer und in kürzester Zeit ist es normal.
    So wird „unwertes“ Leben frühzeitig erkannt und beseitigt. Und ja, mich erinnert das an das 3. Reich.

    So etwas ist doppelt übel, weil gerade wir Deutschen die Moralweltmeister sind und anderen gerne Vorschreiben was sie zu tun haben

  2. Die Gesellschaft entfernt sich immer weiter von Gott. Die Kultur des Todes breitet sich immer weiter aus. Wenn das Leben abgelehnt wird, nimmt der Tod Raum. Eigentlich einfach zu verstehen, was hier gerade passiert…

    • Da haben Sie Recht. Ich bin selbst ein Opfer von medizinischen Experimenten geworden. Man hat aus einem Jungen ein Mädchen gemacht.

      Ich war ein Hermaphrodit. Nur durch meine Geburtsurkunde und meinen Perso habe ich recherchiert, dass man sowas mit Früchen machte. Dies ist 42 Jahre her.

      • Das tut mir sehr sehr leid…
        Unvorstellbar für jemanden, der das nicht erlebt hat…
        Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes Frieden…

  3. Unliebsames Leben wird aussortiert ?

    Zu Chris wäre zu sagen, dass mir das sehr leid tut. Wenn ich mich nicht irre, wird heute niemand mehr im Kleinkind- oder Kindesalter operiert bzw. verändert. Es gehört zum Menschenrecht, über die Frage einer Geschlechtsumwandlung selbst mitzubestimmen. Sodann ist auch die Operation nicht mehr das erste Mittel der Wahl. Wer sich etwa im falschen Körper fühlt, muss deshalb den Körper nicht umoperieren lassen. Er darf sich dann als ein anderes Geschlecht eintragen lassen. Jedenfalls sollte man niemand als oder wie ein unmündiges Kind behandeln. Egal wie wir von Gott geschaffen wurden, sind wir sehr wertvoll, weil wir vom Himmel geliebt sind. Ich finde es daher moralisch/ethisch geradezu absurd, dass wir Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung einer manchmal furchtbaren Moral unterordnen. Menschen sind so wie sie sind, was ihre Gefühle und die Seele auch immer sagt, völlig in Ordnung. In Gottes Neuer Welt wird niemand mehr fragen, warum sich manche Seelen in der vorgeburtlichen Kleiderkammer den falschen Körper zulegten. (Meine ich nicht esoterisch, sondern sinnbildlich). Eine ehemalige Kollegin hatte weder richtige Beine noch Arme, aber sie ist jede Treppe schneller hinauf und hinunter gelaufen wie ich. Dies hat mich nachdenklich gemacht.

    EinFragender meint, der Test könnte zur Routine werden. Die Befürchtung habe ich auch. Dan Voss würde ich zustimmen, wenn es Wirklichkeit wäre, dass wir quantitativ und qualitativ eine Kultur des Todes wären. Es ist eher das Gegenteil wahr: Kinder können als eine extreme Frühgeburt aufgrund der modernen Medizin überleben und haben zumeist eine ganz normale Entwicklung. Aufgrund moderner Behandlungen und Therapien werden wir aber leider auch immer älter und hinfälliger. Aber sollte ich deshalb mein irdisches Leben verkürzen ? Dies geht nur dann, wenn jemand keine Apparatemedizin wünscht und ist nicht völlig unproblematisch. Die Möglichkeit eines Down-Testes darf man eigentlich niemand verwehren. Ein ungewünschtes Ergebnis könnte ja durchaus zu dem Ergebnis führen, dass Eltern sich sehr ethisch gerne bereit finden, sich auf das Leben mit einem behinderten Kind ernsthaft und gewissenhaft sowie mit viel Liebe einzustellen. Man muss sich nur vorstellen, dass es auch unethisch wäre, bekannte oder erzeugbare medizinische Informationen Eltern vorzuenthalten. Es liegt nahe, dass eine Mentalität entstehen könnte, über ungeborenes Leben so zu entscheiden wie über Sachen, was furchtbar wäre. Leider beinhalten die vielfältigen Möglichkeiten und Erkenntnisfähigkeiten der modernen Medizin, dass wir hieraus ethisch falsch oder richtig reagieren. Andererseits lege ich mich ja auch unter das MRT und muss aus dem was da offenbar wird, auch irgend eine Entscheidung ableiten. Jedenfalls ist die Frage des Bluttestes ethisch für mich außerordentlich zwiespältig. Undenkbar wäre aber ein Verbot eines solchen Bluttestes. Oder ??

  4. Unsere modernen diagnostischen Möglichkeiten haben dazu geführt, dass kaum noch Kinder mit Down-Syndrom geboren werden. Das finde ich sehr traurig und sehr bedenklich. Da kann man schon von einer Kultur des Todes sprechen…

  5. Große Zwiespältigkeit bei Betroffenen

    Wenn es stimmen würde, dass kaum noch Kinder mit Down-Syndrom geboren werden, wäre das wirklich ein Skandal. Die Frage ist aber wichtig, ob sich dies beweisen lässt. Alles was ich über das Thema bisher von anderen Menschen gehört habe, ist eine sehr große Zwiespältigkeit, eine Schwangerschaft abzubrechen, sogar bei einer Vergewaltigung. Allerdings kann niemand hier aussagefähige Statistiken führen, da insbesondere die Schwangerenberatung und Schwangerenkonfliktberatung – aus gutem Grund – absolut vertraulich ist. Es wird also nirgend notiert, auch nicht ohne Namensnennung, wer sich umentscheidet und doch Mutter und Vater wird. Auch die Sozialberater, die darüber Schweigepflicht haben, erfahren dies zumeist nicht.

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