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Impfpflicht: Das sagen die Kirchen

Impfpflicht: ja oder nein? Kirchenleitende in Deutschland vertreten unterschiedliche Meinungen.

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Eine Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal tritt ab dem 15. März in Kraft. Im Bundestag soll darüber hinaus demnächst auch eine allgemeine Impfpflicht diskutiert werden. Verschiedene christliche Verbände und Amtsträger haben sich bereits zu einer möglichen Impfpflicht geäußert.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, fordert schon seit längerer Zeit eine Impfpflicht aus „christlicher Nächstenliebe“. Die Zeit dränge, sagte sie. Ihr Amtsvorgänger, der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, erklärte dagegen in dieser Woche, er könne sich aktuell nicht für eine Impfpflicht aussprechen, wirbt aber ausdrücklich für die Impfung. Insgesamt wünscht er sich mehr Barmherzigkeit in der Impfdebatte (Jesus.de berichtete).

Impfen – ja, aber Impfpflicht „verfrüht“

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Der Präses des Bundes FeG, Ansgar Hörsting, hält eine Impfpflicht aktuell für „verfrüht“, auch wenn er die Argumente, die dafür sprechen, verstehe. Er plädiert für andere Maßnahmen wie eine bessere Kommunikation und einen leichteren Zugang zu Impfterminen, die vor einer Impfpflicht ergriffen werden sollten.

Christoph Stiba, Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), sagte dem Nachrichtenportal IDEA gegenüber, dass die Politik darüber entscheiden müsse, ob die Impfpflicht das geeignete Mittel sei. Er selbst halte das Impfen für ein „Zeichen von gelebter Verantwortung und Solidarität in der Pandemie“.

Allianz: Debatte nicht „theologisch-endzeitlich“ überhöhen

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ermutigt dazu, sich freiwillig impfen zu lassen. Hier seien medizinische Experten, der gesunde Menschenverstand und die persönliche Abwägung jedes Einzelnen gefragt, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme. Eine Impfpflicht sei dagegen „wenig zielführend“. Prinzipiell solle die Impfdebatte nicht „theologisch-endzeitlich“ überhöht werden. Weiter heißt es: „Deutlich verurteilen wir den Missbrauch der Impfdebatte durch Kräfte, die die Institutionen des Rechtsstaates grundsätzlich in Frage stellen“.

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Unterschrieben ist die Stellungnahme vom Vorsitzenden Ekkehart Vetter Siegfried Winkler (zweiter Vorsitzender), Generalsekretär Dr. Reinhardt Schink und Uwe Heimowski, politischer Beauftragter der Allianz.

Als „letztes staatliches Mittel zur Pandemiebekämpfung“ bezeichnete der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands, Steffen Kern, die Impfpflicht gegenüber IDEA. Für ihn sei noch offen, wie sie umgesetzt und sanktioniert werden könne.

Der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland, Harald Rückert, halte laut IDEA eine allgemeine Impfpflicht „eher für schwierig“. Johannes Justus, Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), finde, Zwang sei nicht der richtige Weg. Das führe zu noch mehr Unzufriedenheit.

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24 KOMMENTARE

  1. Typisch (frei-)kirchliches Rumeiern. Eigentlich weiß man, was richtig wäre, will aber den Hardcore-Apokalyptikern, die sich gerade in Endzeitfantasien verlieren, nicht auf die Füße treten.

    • Das greift meines Erachtens zu kurz. Ich bin persönlich geimpft und geboostert und empfehle das jedem sehr, weil ich es für wichtig und sinnvoll halte. Familie und Freunde sehen das genauso.

      Hinsichtlich einer potenziellen Impfpflicht stellen sich aber Fragen, die nichts mit Glauben oder Kirchenzugehörigkeit zu tun haben. Es gibt rechtliche und medizinische Aspekte, dazu die Sanktionierung etc. Und Menschen, die tatsächlich Angst haben (… die müssen wir ihnen nehmen). Das hat nichts damit zu tun, ob ich Hardcore-Apokalyptikern auf die Füße treten möchte oder nicht. Heinrich Bedford-Strohm dürfte das ganz sicher egal sein. Mir ebenfalls. Zu Beginn der Pandemie haben wir auf der Homepage einen Button veröffentlicht. Dort stand, vermeintlich harmlos: „Wir unterstützen ausdrücklich die Abstands- und Hygiene-Empfehlungen des RKI“. Daraufhin bekam ich einzelne Mails, in denen uns vorgeworfen wurde, die Menschen zu „verführen“ und „straight to hell“ zu schicken. Auf solche Hardcore-Apokalyptiker muss und werde ich allerdings keine Rücksicht nehmen.

      MfG, Daniel vom JDE-Team

      • Danke für die differenzierte Gegenrede, da hast du grundsätzlich natürlich Recht. Mir fällt es in der ganzen aufgeheizten Debatte rund um Corona-Maßnahmen und das Impfen jedoch immer wieder negativ auf, dass die Kirchen und Freikirchen sehr leisetreterisch auftreten und in dem Versuch, immer alle „Besorgten“ zu inkludieren, keine klare Position einnehmen.
        Vielleicht sollte man den Geschwistern, die Impfen für eine satanische Verführung halten und zunehmend verschwörerischen Unsinn auch aus rechten und esoterischen Kreisen mit Endzeitfanatsien vermischen, einfach mal einen (verbalen) Klaps auf den Hinterkopf verpassen und aufzeigen wie gefährlich das ist. Denn das gehört ebenfalls zur gelebten christlichen Gemeinschaft. Auch auf die Gefahr hin, dass ein paar Radikalisierte, dann der Gemeinde den Rücken kehren.

        • Wobei man hier zwischen der Impfung und der Impfpflicht unterscheiden muss. Bei der Impfung sind die Kirchen durchaus nicht „leise“. Weder Konservative, noch Liberale. Viele leitende Geistliche empfehlen sie immer wieder dringend. Bei der Impfpflicht sieht es anders aus, aber das finde ich auch verständlich. Da spielen, wie gesagt, noch ganz andere Erwägungen mit hinein.

          MfG, Daniel vom JDE-Team

  2. Eine Impfpflicht ist christlich

    Eine Impfpflicht ist (nicht un-)christlich. Sie ist nach meiner Auffassung notwendig, wenn zutreffend ist dass sich die weltweite Corona-Pandemie nicht anders bekämpfen lässt und daher andernfalls ein unermesslicher Schaden an Leib und Leben vieler Menschen entsteht. Ob dieser Punkt bzw. diese Grenze zu einer Notwendigkeit erreicht ist, kann nur durch den Bundestag in einem dringend erforderlichen Diskurs und einer baldigen anschließenden Abstimmung, nach dem Gewissen eines/einer jeden Abgeordneten erfolgen. Parteienstreit, so sehr er ansonsten in seiner friedlichen Form erwünscht ist, wäre hier völlig fatal. Im Prinzip ist die Angelegenheit ähnlich wie Entscheidungen, die auch zu einer Impfpflicht für andere Infektionskrankheiten führten. Auch als juristischer Laie leuchtet mir ein, dass die rechtlichen Fragen sehr schwierig, aber bei gutem Willen und auch über einen schnellen Entscheidungsprozess aber doch lösbar sind. Diese Gesundheitskrise ist in der Geschichte unseres Planeten einzigartig und die Lage lässt sich eher bildlich beschreiben wie die Fahrt einer Titanic in Richtung eines nahen Eisberges – durchaus vergleichbar der globaler Problematik auch der Klimakrise. Unzählige Menschen wurden bisher geimpft, die Risiken sind extrem minimal, aber nicht immer verhinderbar. Ich kann nicht nachvollziehen, wenn jetzt ein endloses Diskutieren beginnt mit einer aufkommenden Bedenkenträgerschaft und dass es politische Kräfte gibt, die sich nicht vollständig für eine Impfpflicht aussprechen können. Man darf sein Versprechen einer solchen Pflicht nicht zuzustimmen auch zurücknehmen, wenn die Gefahren und Risiken in anderer Weise (durch möglichst hohe Impfraten) wider Erwarten nicht zu minimieren sind. Vor allem sollte unbedingt bedacht werden, dass nur wenige Prozent der Weltbevölkerung geimpft oder genesen sind und eine Verpflichtung zum Impfen für alle Deutschen ab 18 Jahren auch unserem Selbstschutz dient. Allerdings: Sollte das Parlament in Berlin keine Mehrheit für eine Impfpflicht haben, oder eine Abstimmung auch erst gar nicht stattfinden, muss man als Demokrat auch die Folgen einer (Nicht-)Entscheidung mittragen. Aus einer Partei oder einem Verein kann jede/r austreten, wenn er Beschlüsse oder Nichtbeschlüsse nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, aber der Welt kann niemand seine Mitgliedschaft aufkündigen. Und wer will schon deshalb als einer der Ersten den Mars besiedeln? Wem ist mit der Freiheit gedient, sich nicht das Impfserum spritzen zu lassen, wenn viele Menschen sterben, die weltweite Wirtschaft zusammenbricht, niemand mehr sich um die Bekämpfung des Klimawandels kümmern kann und Urlaubsreisen in nahe oder ferne Länder der Notwendigkeit des eigenen Existenzerhaltes weichen müssen. Ich hoffe, ich übertreibe hier nicht. Es ist wirklich sehr ernst.

  3. > Der Präses des Bundes FeG, Ansgar Hörsting, hält eine Impfpflicht aktuell für „verfrüht“,

    Eines ist die Impfpflicht ganz sicher nicht: verfrüht

    Wenn man jetzt hört, dass die Gesetzgebung wohl eher 5 Monate dauern wird und man damit nicht auf Omicron sondern nur noch auf die Welle danach im Herbst zielen kann, dann würde ein weiteres Warten auch für diese nicht mehr reichen.

    Ob die Impfpflicht notwendig ist, ist eine andere Frage.

    Solidarität ist ein schönes Wort. Und in vielen Ländern mit Impfquoten über 90 % funktioniert das auch. In Deutschland offensichtlich nicht. Und ich glaube nicht, dass die jetzigen Impfverweigerer noch über Argumente erreichbar sind. Wir gehen jetzt bald ins 3. Jahr der Pandemie. Im Gegenteil, da scheint es mir eher ein weiteres Abdriften zu geben.

    Aber eine Impfpflicht wirft viele Frage auf. Denn im Gegensatz z.B. zu Masern geht es ja nicht um eine einzige Impfung sondern es werden viele regelmäßige Impfungen notwendig sein. Und diese schützen auch nicht absolut sondern verringern nur das Risiko. Und bei jeder neuen Virusvariante kann es wieder anders sein.

    Man kann aus seriösen Gründen gegen eine generelle Impfpflicht sein. Aber vieles, was insbesondere aus der Ecke der Hardcore-Impfverweigerer kommt, hat mit seriösen Argumenten nichts zu tun.

    Ich hätte gern gewusst, wie man sich genau eine Impfpflicht vorstellt, bevor ich dazu Stellung beziehe. Nur duckt sich die derzeitige Regierung weg und verweist auf das Parlament mit Gruppenanträgen. Dabei wäre es Ihre Aufgabe, einen Vorschlag zu machen, denn dafür sind Regierungen da.

    Persönlich bin ich dreimal gegen Corona geimpft. Dafür brauchte ich keine Impfpflicht.

  4. ….ich finde es nicht gut, wenn man Menschen zwingt,sich impfen zu lassen.
    Nein.
    Ich denke, jeder sollte das für sich selbst, entscheiden dürfen.
    Es geht auch um die Würde des Menschen!
    Die Würde!
    Wir leben in einem freien Land…(noch)….wo jeder selber entscheiden darf, was für ihn selbst das Beste ist, es sei denn , man ist entmündigt.
    Und so denke ich….ein Politiker darf nicht Gott spielen!
    Das tuen sie aber…wenn sie einem Menschen hier in Deutschland mit freiem Willen, etwas „aufdrücken“.
    Wollen…..
    Warum?
    Es gibt 2G…2G plus….3G….so viele Maßnahmen….
    reicht das denn noch nicht?
    Reicht denn die Spaltung noch nicht?
    In der Gesellschaft und in Gemeinden und Kirchen?
    Hat das dann noch etwas mit LIEBE zu tun, wenn man einen Menschen zwingt, etwas zu tun, was er nicht will?
    Die Kirchen unter Regeln zu stellen…so das die Geschwister nicht mehr kommen?
    Weggehen?
    Gekündigt werden….aufgrund der freien Meinungsäußerung….hier in Deutschland.
    Ist es Recht, Gott zu spielen und zu verurteilen und zu beurteilen?
    Wem steht es zu , zu sagen…jetzt musst DU dich impfen….weil……
    Niemanden…auch der Kirche nicht.
    GOTT steht über ALLEM!
    Also hat meiner Meinung nach, jeder den freien Willen, auch von GOTT bekommen, sich selber zu entscheiden….
    Ich denke Gebet hilft und das Vertrauen in Jesus Christus ….das Alles wieder gut wird.
    Gott, sei uns Allen gnädig.
    Amen

    • In der Tat berührt eine Impfpflicht die Menschenwürde. Denn es ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit.

      Und wir leben durchaus in einem freien Land, übrigens ohne ’noch‘.

      Nur ist sowohl die Menschenwürde wie auch die Freiheit nicht grenzenlos. Die Grenzen sind in der Menschenwürde und Freiheit des anderen. So war es schon immer und so ist es auch in Zeiten der Pandemie.

      Du fragst, ob die Maßnahmen 2G, 2Gplus usw. nicht reichen? Nein, leider nicht. Denn diese allein können eine solche Pandemie nicht stoppen.

      Und gerade heute hat Schleswig-Holstein 2Gplus in Restaurants eingeführt. Das ist alles andere als leicht für Restaurantbesitzer. Sie müssen selbst Geimpfte, die noch nicht geboostert sind, abweisen, wenn diese nicht frisch getestet sind. Ist das wirklich auf Dauer zumutbar oder ist da nicht doch eine Impfpflicht das mildere Mittel? Es sind ja nicht nur die Restaurants, die unter der Pandemie leiden sondern sehr viele. Viele Menschen sterben sogar daran.

      > Hat das dann noch etwas mit LIEBE zu tun, wenn man einen Menschen zwingt, etwas zu tun, was er nicht will?

      Nun, die Frage erstaunt mich von einer Christin, ist doch die Bibel voll von Beispielen, wo es geradezu Ausdruck der Liebe ist, zu etwas zu zwingen.

      Am deutlichsten wird das im Römer 13:
      Jeder soll sich der Regierung des Staates, in dem er lebt, unterordnen. Denn alle staatliche Autorität kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt. Dem Staat den Gehorsam zu verweigern heißt also, sich der von Gott eingesetzten Ordnung zu widersetzen. Wer darum ´dem Staat` den Gehorsam verweigert, wird zu Recht bestraft werden. Wer hingegen tut, was gut ist, braucht von denen, die regieren, nichts zu befürchten; fürchten muss sie nur der, der Böses tut. Du möchtest doch leben, ohne dich vor der Regierung fürchten zu müssen? Dann tu, was gut ist, und du wirst ´sogar noch` Anerkennung von ihr bekommen. Denn die Regierung ist Gottes Dienerin, und du sollst durch sie Gutes empfangen. Wenn du jedoch Böses tust, hast du allen Grund, sie zu fürchten. Schließlich ist sie nicht umsonst Trägerin der richterlichen Gewalt.

      Wer handelt also aus christlicher Sicht gegen Gott?

      • Wer ist meint ???

        [Hinweis: der Originalkommentar gelöscht, daher Rückfrage hier ebenfalls / MfG. das Jesus.de-Team]

  5. Wer ist meint ???

    [Hinweis: der Originalkommentar gelöscht, daher Rückfrage hier ebenfalls / MfG. das Jesus.de-Team]

  6. Wir leben in einer Zeit wo wir wirklich aufpassen müssen, den Mächtigen steigt Ihre Macht über den Kopf und Ihre Schattenseite wird sichtbar.
    Um den Menschen vor seiner Schattenseite zu schützen darf niemand über den Körper oder Geist des anderen bestimmen.

    • Ich würde die Coronaleugner ja nicht als mächtig bezeichnen. Dafür sind es dann doch zu wenig. Eher als laut. Aber Ihre Selbstwahrnehmung ist wohl eine andere und ja, das scheint manchen von ihnen zu Kopf zu steigen. Leider wirklich mit teilweise heftigen Schattenseiten bis hin zum dunkelsten Kapitel unserer Geschichte.

      Und ebenfalls ja, die anderen Menschen müssen vor diesen und ihren sehr merkwürdigen Gedanken geschützt werden, denn diese Realitätsverweigerer dürfen in der Tat niemals die Gelegenheit bekommen, über den Körper und Geist anderer zu bestimmen. Leider ist das aber wohl genau ihre Absicht mit ihrer Impfverweigerung.

      Zum Glück haben wir eine vernünftige Regierung. Auch wenn ich mir vieles anders und besser vorstellen könnte, zeigt die politische Abwägung zur Impfpflicht zumindest, dass es verantwortlich wahr genommen wird.

      Und solltest du den Eindruck haben, ich hätte dein Posting nicht richtig verstanden … doch, habe ich schon, aber man muss ja nicht über jedes Stöckchen springen. 😉

  7. Guten Tag,
    ich persönlich empfinde eine große Trauer über die Rolle, die die Kirchen in den letzten zwei Jahren gespielt haben.
    Und ich bin fassungslos, dass angesichts der aktuellen Jahreslosung die Kirchen und Gemeinden mit großem Engagement Ausgrenzungen und Spaltungen in den Gemeinden und der Gesellschaft nicht nur still dulden, sondern sich in der Regelkonformität zum großen Teil sichtlich wohlfühlen.
    Darüber könnte man viel schreiben … aber es gab sicher Zeiten, da hat die Kirche eine erheblich menschenfreundlichere und gesellschaftlich wichtige Rolle gespielt.
    Aber wenn das Impfen als christliche Nächstenliebe deklariert wird und auch noch als Pflicht gutgeheißen wird, verstehe ich echt die Welt nicht mehr. Schaut eigentlich keiner von den lautstarken Protagonisten mal über den eigenen Tellerrand?
    Abgesehen von der ethischen Unmöglichkeit dieses Zwangs (und da kann die Ethikkommission empfehlen was sie will, das hat nichts mehr mit der ehemaligen Vorstellung von Menschenwürde zu tun), gibt es ja nicht einmal einen Impfstoff, der auch nur annähernd das hält, was uns versprochen wurde.
    Ist es wirklich Nächstenliebe, mich selbst eventuell irreparabel zu schädigen, nur um den Anschein zu wahren, dass ich damit angeblich anderen geholfen hätte? Oder ist das nicht eher Dummheit oder gar Egoismus?
    Ganz ehrlich, wer wirklich glaubt, dass Impfungen und zig Boosterungen ein Akt der Nächstenliebe ist, der tut mir nur noch leid.

    Natürlich soll jeder selbst entscheiden, was er macht und wem er da vertraut!!!
    Aber in dieser Situation Millionen von Bürgern zu einer Impfung zu zwingen, kann nicht der Weg sein!

    • Ich empfehle, nicht den Tellerrand als Maßstab zu nehmen sondern die eigene Blase.

      Dann wären solche Punkte wie ‚irreparabel Schäden‘ schon mal erledigt.

      Und die Impfstoffe sind eigentlich ziemlich gut. Ist halt ein fieses wandlungsfähiges Virus.

      > Aber in dieser Situation Millionen von Bürgern zu einer Impfung zu zwingen, kann nicht der Weg sein!

      Über diesen Punkt kann man allerdings tatsächlich ernsthaft streiten, was ja derzeit auch seriös getan wird. Ich selbst bin da auch noch unentschieden.

      Aber bei Deinen Vorbemerkungen wird das wohl mit dir nicht möglich sein. Schade eigentlich.

  8. Ich sehe es sehr ähnlich, wie Johannes. Vor dem Hintergrund, das aktuell völlig unklar ist, ob die sog. Impfungen mehr helfen oder schaden (s. hierzu eine aktuelle Studie der britischen Regierung: m/uploads/attachment_data/file/1027511/Vaccine-surveillance-report-week-42.pdf), halte ich die Forderung und Unterstützung einer Impfpflicht, vor allem von Seiten der Kirche für fatal.
    Ich will mich gar nicht auf wilde Theorien stützen, nur Beobachtungen aus meinem Umfeld wiedergeben: Der beste Freund meines Bruders und meiner Schwägerin stirbt zwei Tage nach seiner zweiten Impfung an einem Herzinfarkt, ein Bekannter bekommt nach der Impfung eine lang anhaltende Gesichtslähmung, einer meiner besten Freunde bekommt nach seiner zweiten Impfung Long-Covid-Symptome und kommt seit dem nicht wieder richtig auf die Beine, sehr viele im Freundes- und Bekanntenkreis infizieren sich trotz zwei- und dreifacher Impfung.
    Da muss doch Skepsis erlaubt sein. Aber das Hinterfragen der WIrksamkeit der Impfstoffe, der politischen Maßnahmen und auch der Rolle der Medien schein im Moment nicht erwünscht zu sein.
    Die sog. Spaltung der Gesellschaft wird aus meiner Sicht von den Medien betrieben, die durch ein ziemlich fieses „Framing“ sämtliche Kritiker in einen Topf schmeißen und kein Interesse an Differenzierung haben – da wird z. B. aus einem recht bunten Protest nur die Farbe „braun“ herausgegriffen und ausgestrahlt … Patente Politiker, die Begriffe wie „die Pandemie der Ungeimpften“ proklamieren tragen nicht weniger dazu bei …
    Christen dürfen sich von der letzten Jahreslosung leiten lassen – Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist – und auch von der aktuellen – Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abstoßen …
    Lasst uns als Christen im Gespräch bleiben, einander zuhören, versuchen einander zu verstehen und anzunehmen …

      • Genaues Lesen, Zuhören und die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen, scheint nicht deine Stärke.
        Dass die Briten nicht auf Impfungen setzen habe ich gar nicht geschrieben – lediglich dass die verlinkte Studie der britischen Regierung (ab S. 23) mangelnde Wirksamkeit der Impfstoffe dokumentiert.
        Darüber hinaus berichte ich nur von persönlichen Erfahrungen und Eindrücken.
        Wo sind die Fakenews???
        Was dich nervt, scheinen mir Menschen, die auf einem anderen Standpunkt stehen als du.

  9. Lieber Johannes und lieber Jörg, ich verstehe eure Verunsicherung. Ihr habt für euch und vermutlich auch für eure Familien eine Entscheidung getroffen. Was die Motivation eurer Entscheidung war, das wißt ihr und Gott am besten. Ihr habt auf ernst zu nehmende Virologen gehört und dankenswerter Weise wurden die nicht ernst zu nehmenden Virologen aus den Medien aussortiert, denn das würde ja auch nur zu Verwirrungen oder wie du es nanntest, lieber Jörg, zu Verunsicherungen führen. Nun seit ihr natürlich zwangsläufig zu Verfechtern eurer Entscheidung geworden. Ich vermute einmal das ihr eure Entscheidung aus Nächstenliebe getroffen habt, einfach um die Lieben in eurer Umgebung vor Ansteckung zu schützen. Leider wurde dieser Punkt des Schutzes anderer durch die Impfung von der Internetseite des RKI relativiert. Die Wirkung, heißt es seit der Delta-Variante, sei nur noch ein Schutz vor einem persönlichen, schweren Verlauf. In welchem Maß die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden.
    Was die Omikron-Variante angeht, gibt sich das RKI aktuell noch verhalten optimistisch, allerdings hat Israel seine Hoffnung auf den Impfstoff nach der 4. Boosterimpfung aufgegeben.“Israel war das erste Land, das eine umfassende Impfkampagne startete. Doch den anfänglichen Erfolgen ist Ernüchterung gefolgt. Trotz Rekordinzidenzen durch die Omikron-Variante wollen die Israelis von Corona nichts mehr wissen und leben wieder ihr Leben.“ Man könnte auch meinen, das sie wieder auf Gott vertrauen?

    Da fällt es schwer, an den Sinn einer Impfflicht zu glauben.

    Die Berichte von Jan bereiten auch mir Sorgen. Zumal auch in unserem Umfeld schon einige schwere Impfnebenwirkungen aufgetreten sind. Auch in unserem Umfeld wird leider relativiert und diese Einzelschicksale haben halt pech gehabt.
    Hoffen und beten wir, dass es bei diesen Einzelschicksalen bleiben möge.

    Was mich jedoch tatsächlich erschreckt ist der Empathie-Verlust mancher Geimpfter und das sie es nicht einmal merken. Eine Schwester sagte mir letztens z.B., dass sie nur noch auf die Impfung ihrer beiden Kinder wartet und dann sind ihr alle Anderen sch… egal.

    Lasst uns die Spaltung beenden und uns wieder vor dem beugen, der Himmel und Erde gemacht hat.
    Bisher habe ich in der Impfdebatte weder in der Mehrheitsmeinung noch in der der Minderheiten Jesus gefunden.

    Ich kann Ihn eigentlich nur an zwei Orten finden: im Wort Gottes, und in meinem Herzen …

    Ihr gehört zu Gott, Kinder, und habt diese Lügenpropheten besiegt, weil der, der in euch lebt, stärker ist als der in der Welt.
    1. Johannes 4,4

    Lieber Jan, herzliches Beileid für die Verluste und schweren Nachwirkungen der Impfung in deinem privaten und familieren Umfeld. Ich wünsche euch allen Gottes Segen und das ihr alle Frieden mit Ihm findet.

    • Lieber Mario,
      die Virologen (zumindest die, die es wirklich sind, es gibt ja auch viele, die sich nur als solche ausgeben), die exklusive Sondermeinungen vertreten, sehe ich in ihrem zahlenmäßigen Verhältnis eher überrepräsentiert in den seriösen Medien. Ich lese jedenfalls häufig etwas von oder über sie.

      Wie wird das wohl in den Nachrichtenkanälen aussehen, die Menschen wie Daniel verwenden? Wird da wohl ernsthaft die seriöse Masse der Virologen diskutiert?

      Ich denke daher, das Problem ist eher ungekehrt.

      Bei Dir liest sich das so, als wenn die Impfbefürworter die Spaltung zu verantworten haben. Das sehe ich anders. Bei den Impfgegnern fnden wir viele, die diese Gesellschaft an sich ablehnen, unwissenschaftlichen Behauptungen folgen und alle und alles außer Ihrer eigenen Weltsicht zu Feinden erklären. Wenn sich eine Gruppe derart abspaltet von der großen Mehrheit, soll dann wirklich die Mehrheit die Seite der Vernunft verlassen, weil ein kleiner Teil unvernünftig ist?

      Ich sehe da auch keine Gleichrangigkeit. das ist so wie mit den Verfechtern der ‚die Erde ist eine Scheibe und alles andere ist Lüge‘. Das ist übrigens keine witzige Bewegung sondern ein ernsthafter Teil der Verschwörungsideologen. Man mag es kaum glauben. Soll man so etwas wirklich als gleichrangig ansehen? Ich denke nicht. Und ähnlich ist es Teilen der Impfgegnerbewegung.

      Anders sieht es bei der Impfpflicht aus. Unstrittig würde diese gegen die Pandemie helfen, wahrscheinlich sogar so stark, dass wir diese in Deutschland in den Griff bekommen könnten. Aber es wäre ein enormer Eingriff in die Freiheit der Einzelnen, ebenfalls unbestritten. Da gilt es sehr genau abzuwägen, ob es nicht mildere Mittel gibt. Aber am Ziel, Corona zu bekämpfen, darf das nichts ändern. Und das sehen eben viele Impfverweigerer anders.

      Wo Jesus stände, finde ich übrigens sehr einfach: Stände er bei den Lügen und Hass der Verschwöungstheoretiker oder bei denen, die durch Corona im Krankenhaus liegen und zu sterben drohen?

      Ich wies hier ja auch schon auf Römer 13 hin. Verwunderlich, wie Christen gerade aus den strenger gläubigen Bereich sich diesem verweigern.

  10. Lieber Mario,
    sie schrieben: „Ihr habt auf ernst zu nehmende Virologen gehört und dankenswerter Weise wurden die nicht ernst zu nehmenden Virologen aus den Medien aussortiert,“ das ist völliger quatsch. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ernstzunehmende Virologen und Experten werden als Verschwörungstheoretiker diffamiert, wie ein Sucharit bhakdi oder Wolfgang Wodarg. Wenn sie in die Vergangenheit einmal schauen werden sie dies ganz schnell feststellen, wer wirklich nicht ernstzunehmend ist bsp. ein Drosten, Lauterbach… Eine Reise in die Vergangenheit reicht. Ich will kein Streitgespräch, nur die Wahrheit! Gott segne sie
    LG

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