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Diakonie pocht auf Kindergrundsicherung

Die Diakonie Deutschland hat erneut die Einführung einer Kindergrundsicherung gegen Kinderarmut eingefordert. Mit Vorurteilen müsse aufgeräumt werden.

Wofür öffentliche Gelder eingesetzt werden und wofür nicht, sei immer eine Frage politischer Prioritätensetzung, erklärte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie am Montag in Berlin. Es stehe jedoch fest, dass sich jeder Euro, der gegen Kinderarmut investiert werde, auch auszahle.

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«Jedes Kind verdient eine Chance, unabhängig von sozialer Herkunft und Einkommen der Eltern», betonte Lilie. Die Gesellschaft könne es sich auch angesichts des Fachkräftemangels nicht leisten, «Millionen von Kindern und Jugendlichen auf der Strecke zu lassen». Deshalb sei eine «echte Kindergrundsicherung» erforderlich.

Das Bündnis Kindergrundsicherung, dem die Diakonie der evangelischen Kirche angehört, betonte, die derzeitigen Debatten zum Thema seien von Mythen und Vorurteilen geprägt. Dies sei Anlass zur Sorge. Studien belegten, dass Familien zusätzliches Geld vom Staat für ihre Kinder ausgeben, hieß es: «Die wenigen Ausnahmefälle, bei denen das Geld nicht bei den Kindern ankommt, dürfen nicht als Maßstab für alle Familien genommen werden.»

Fast drei Millionen Kinder seien in Deutschland von Armut betroffen oder bedroht, betonte das Bündnis. Gegen Kinderarmut helfe nur ein «Miteinander von mehr Geld für die Familien und einer besseren Bildung und Infrastruktur für Kinder». Die bisherigen Familienleistungen wie Kindergeld, Kinderzuschlag und Bürgergeld verhinderten Kinderarmut nicht ausreichend. Die Leistungen kämen nicht bei allen Familien an und seien zu gering bemessen.

Link: Mythen zur Kindergrundsicherung

Quelleepd

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