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11.000 Besucher bei „Mehr“-Konferenz

Es ist eine der größten Glaubensveranstaltungen des Landes: Rund 11.000 Besucher kamen in diesem Jahr zur MEHR-Konferenz des Gebetshauses Augsburg. Das Motto: „The Sound of Joy“.

Glaubensverdrossenheit oder Kirchenmüdigkeit? Auf der ökumenischen MEHR-Konferenz in den Augsburger Messehallen ist davon wenig zu spüren. „Es geht darum, im Lobpreis eine lebendige Beziehung zu Gott zu haben, das fand ich total schön“, sagte eine Besucherin. Von „Gänsehaut“ sprachen andere. Gelobt wurden auch die ökumenische Ausrichtung und der Fokus auf die „Freude an Christus“. Die Veranstalter selbst sprachen von einem „Fest des Glaubens“. Es gehe nicht darum, das Leid in der Welt auszublenden, so Gebetshaus-Gründer Johannes Hartl, „sondern um eine Lebenszuversicht inmitten aller Krisen.“

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Auf dem Programm standen unter anderem Vorträge von Astrophysiker Heino Falcke – über das Wunder der Entstehung des Lebens –, US-Bestsellerautor John Eldredge und Johannes Hartl. Weitere Impulse gaben der sächsische Landesbischof Tobias Bilz und die Olympiasiegerin im Kugelstoßen, Yemisi Ogunleye. Ein gebürtiger Iraner, der wegen seines christlichen Glaubens drei Jahre im Gefängnis saß, berichtete von seinen Erfahrungen. Ein Konzert gab das christliche Rapduo O’Bros.

In einer „Saalwette“ wurde das MEHR-Team herausgefordert, 100 hauptberufliche Geistliche und Ordensleute aus allen Konfessionen in Dienstkleidung auf die Bühne zu bringen und „Chvrchies“ von den O‘Bros zu singen. Hier das Ergebnis:

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„Lebensbejahend und freudevoll“

Im Vorfeld der Konferenz hatte die ARD-Doku „Die hippen Missionare – Mit Jesus gegen die Freiheit?“ Kritik an der charismatischen Szene geäußert – auch am Gebetshaus Augsburg und Johannes Hartl. der Der Augsburger Weihbischof Florian Wörner übte scharfe Kritik an der vom Bayerischen Rundfunk gesendeten Dokumentation – und stellte die journalistische Neutralität infrage. Die Verantwortlichen des Gebetshauses bezeichnen die in der Doku genannte Kritik als „oberflächlich“ und „substanzlos“. Es habe im Laufe der Jahre auch sehr viele positive Beiträge über das Gebetshaus gegeben, so Hartl gegenüber dem katholischen Sender EWTN. „Jetzt gab es einmal einen etwas kritischeren Bericht. Aber wenn man hierherkommt und mit den Leuten spricht, die Atmosphäre aufnimmt, dann kann man für sich schon entscheiden, ob das jetzt eine dogmatisierende, angstbesessene, menschenfeindliche Kultur oder eine lebensbejahende, freudevolle Kultur ist.“ Die Anmeldezahlen seien nach Ausstrahlung der Doku nach oben gegangen.

Kritische Anfragen gab es auch hinsichtlich der Teilnahmegebühr von teils über 200 Euro – plus Kosten für die Mahlzeiten. „Die Frage ist, was ist mir wie viel wert“, sagt Hartl. „Wir glauben: Vier Tage ein solches Programm, das darf 200 Euro kosten.“

Die MEHR-Konferenz wird vom katholisch-charismatischen Gebetshaus Augsburg veranstaltet. Bis 2018 fand sie jährlich statt, inzwischen alle zwei Jahre.

Quellen: katholisch.de, Gebetshaus Augsburg, DLF, Bistum Augsburg, Tagespost, EWTN

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3 Kommentare

  1. Die Ausstrahlung von „The Sound of Joy“ ist beachtlich….sehr interessanter Bericht auf sezession.de von Ellen Kositza.

  2. Ein sehr schönes Event, von dem viel Hoffnung ausgeht. Jeder einzelne, der dabei war, trägt das Leuchtfeuer in unsere Gesellschaft.

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