Im Interview mit dem Medienmagazin PRO spricht der sächsische Landesbischof Tobias Bilz über seine charismatische Prägung, die Einheit der Christen und Treue im persönlichen Glauben.
Was viele nicht wissen: Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz wurde nicht nur lutherisch, sondern auch charismatisch geprägt. Daran fasziniere ihn, „dass Menschen sich nach dem konkreten Wirken Gottes ausstrecken und schauen, wie Gott uns führen will“, erzählt er im Gespräch mit dem Medienmagazin PRO.
Thematisch wichtig sei ihm die Einheit der Christenheit: „Uneinigkeit ist wie ein Riss in einem Gefäß. Spannungen gibt es immer. Aber wenn Risse entstehen, fließt unser Segen fort.“ An vielen Stellen sei der Kampf um richtig oder falsch „völlig unverhältnismäßig“. Ihm persönlich gefalle die „versöhnte Verschiedenheit“ als Leitbild für den Umgang der Kirchen und Freikirchen untereinander. „Als Christen brauchen wir, egal in welcher Position, eine ganz starke persönliche Verbindung zu Jesus Christus selber“, sagt der Landesbischof. Jesus sei in vielen Dingen ganz anders, als die Kirche heute denke.
Ein geistliches Aufbruchszenario sieht Bilz derzeit nicht. Die „geistliche Großwetterlage“ in Mitteleuropa sei nicht so, dass der christliche Glaube wächst. „In solchen Zeiten lese ich Texte, in denen es um Haushalterschaft geht, in der Berufung treu bleiben, durchhalten, auch wenn es schwierig ist.“
Aus Gottvertrauen heraus handeln
Bilz befürwortet den Austausch mit AfD-Wählern. „Unzufriedenheit muss ausgesprochen und eingeordnet werden können. Dahinter stecken ja konkrete Ängste. Ich denke, dass man das nicht nur mit einer Gegenmeinung überwindet. Haltungen verstärken sich oft, wenn man Druck ausübt.“ Gleichzeitig betont er: „Christlicher Glaube denkt nicht national, er unterscheidet nicht zwischen den Geschlechtern und er überwindet soziale Spannungen. Wir sind als Christen besonders aufmerksam, wenn es Entwicklungen in einem Staat gibt, die diese Schranken stark machen.“
Und welche Antworten können Christen auf vorhandene Unsicherheiten und Ängste geben? Das Christentum verspreche keine „perfekt gestaltete Welt“, so der Landesbischof. „Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. […] Jetzt könnten wir es auch als Gesellschaft insgesamt neu brauchen, aus Gottvertrauen heraus zu handeln. Das könnte Kräfte und Ideen freisetzen, die anliegenden Probleme zu bewältigen.“
Das komplette Interview mit Landesbischof Bilz können Sie hier auf der Homepage des Medienmagazins PRO lesen.

Tobias Bilz ist bestimmt ein frommer Mann und den Menschen zugeneigt. Sprechen sollte man allerdings nicht nur mit den AFD-Wählern sondern auch mit den Protagonisten der Partei, oder machen wir aus den Leuten die Parias Deutschlands?
Und Einheit unter den Christen ist ein edles Ziel, über belanglose Unterschiede lohnt es sich nicht zu streiten, wir sollten mit den Leuten klarkommen, die uns auch im Himmel begegnen könnten !
Diese Haltung darf aber nicht dazu führen, die Augen vor falschen und irreführenden Lehren und Praktiken zu verschließen. Halten wir uns doch an die Autoren des Neuen Testaments die beides im Blick hatten, die Liebe zum Mitchristen und die Liebe zur Wahrheit.
Etwas böses wird nicht gut, weil es 505 unterstützen
Die Stammtischbrüder haben recht mit der Aussage: „Diese Haltung darf aber nicht dazu führen, die Augen vor falschen und irreführenden Lehren und Praktiken zu verschließen. Halten wir uns doch an die Autoren des Neuen Testaments die beides im Blick hatten, die Liebe zum Mitchristen und die Liebe zur Wahrheit“! Ich glaube auch nicht es sei richtig, die Politiker:innen der AfD im Bundestag wie Luft zu behandeln. Aber mit ihnen als teilweise auch rechtsradikale Partei nicht zu paktieren, auch nicht indirekt, halte ich für eine legitime und dringende Notwendigkeit.
Weil die eigene Geschichte zeigt, daß die damalige Marginalisierung Hitlers und seiner Partei nach dem Motto scheiterte, diese würden sich schon selbst durch Unfähigkeit auf dem politischen Parkett delegitimieren. Und ich sehe doch auch, daß die Alternativen schon in sämtlichen Neuen Bundesländern alle Direktkandidaten ins Bundesparlament brachten. Dies ist der beabsichtigte Weg auch bei uns, die österreichische Verhältnisse einzuführen. Es ist sodann völliger inhaltlicher Unsinn zu glauben, wer diese Partei dauerhaft wählt und unterstützt, handele nur weil er Sorgen hat und man müsse NUR Ursachen beseitigen und mit ihm reden. Da sind auch die betreffenden Wähler brandgefährlich und das Böse wird nicht das Gute, nur weil bis zu 50% dies wollen. Immerhin haben wir eine repräsentative Demokratie und es wird nicht über die allgemeine Stimmung auf allen Marktplätzen abgestimmt. Wer mit dem Feuer spielt, wird sich nach den Gesetzen der Kausalität die Finger verbrennen. Wir erhalten immer die Regierung, die wir selbst wählen und haben daher auch Verantwortung dafür, sie in Sprache und Inhalt nicht sogar noch zu duplizieren, in dem wir hier die AfD-Forderungen statt Menschenrechte einzufordern. Die hohe Tonzahl von Populismus leider auch demokratischer Politiker der Mitte haben die Anzahl der Kreuzchen auf dem Wahlzettel der Alternativen für Deutschland deutlich vermehrt. Egal wie jeder selbst auch politisch und legitim sehr unterschiedlich gestrickt ist: Jeder muss doch blind und taub sein, wenn er nicht wahrnimmt, daß hier die Parteien der sogenannten demokratischen Mitte allesamt nach deutlich rechtsverschoben sind. Und dies ist eine wunderbare Taktik, die Schwarzbraunen der AfD deutlich an Macht und Einfluss zu stärken. Und was wird die AfD ihr Wahlprogramm von gestern stören, ihre Ziele zu erreichen. Wenn wir nichts tun, werden wir nach der nächsten Wahl in einem anderen Staat aufwachen und dumm gucken. Da tun mir auch die anständigen CDU-Aktivisten leid, weil konservativ zu sein im guten Sinne nicht nach dem Muster von Rechtsradikalität und einfachen Denkmustern möglich ist.
Das Christentum verspricht die Vergebung der Sünden, und das ewige Leben, wenn wir umkehren und von Herzen Buße tun!
Jesus Christus hat den Tod überwunden, also folgt ihm nach, und haltet seine Gebote.
Das ist alles!
Gott wird mit Erlösungswerk nicht scheitern
Lieber Gast: Mir geht es – und dies ist öfters mein Zentralanliegen – um den Widerspruch daß die Erlösung durch Jesus, die für die ganze Welt (also das ganze Universum) sowie die Menschen und alle Kreaturen versprochen ist, nicht an den vorherrschenden realen Verhältnissen scheitern kann. Sonst müssten wir Jesus unterstellen, er könnte nur wenige Menschen erlösen, also nur die hier Buße tun und der Rest eben nicht. Aber dies sind viele Milliarden Menschen. Dem steht nicht entgegen, daß Jesus alle erlöst, sich alle freiwillig mit Gott versöhnen und am Ende aller Zeiten ihre Knie vor Jesus beugen werden. Also ich sage nicht, man käme an Gott vorbei und/oder der Himmel würde sagen „Schwamm drüber“. Daher ist Jesus am Kreuz auch erfolgreich für alle gestorben, es ist allen alles vergeben und alle Menschen versöhnen sich freiwillig mit Gott. Es geht also nicht ohne Umkehr und Buße. Gott wird mit seiner Erlösung kein Schiffbruch erleiden, weil die Liebe immer siegt, vorallem bei Gott. Oder meinen Sie, Gott könnte wirklich scheitern???
Gott ist Liebe auch in unserer Seele
Was viele nicht wissen: Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz wurde nicht nur lutherisch, sondern auch charismatisch geprägt. Daran fasziniere ihn, „dass Menschen sich nach dem konkreten Wirken Gottes ausstrecken und schauen, wie Gott uns führen will“, erzählt er im Gespräch mit dem Medienmagazin PRO. Ihm persönlich gefalle daher die „versöhnte Verschiedenheit“ als Leitbild auch für jeden Umgang der Kirchen und Freikirchen untereinander. „Als Christen brauchen wir, egal in welcher Position, eine ganz starke persönliche Verbindung zu Jesus Christus selber“!
Eine Standortbestimmung, die mir sehr gefällt. Auch eine einheitliche Vielfältigkeit, denn kein Christ ist wie der andere und keine Christin so wie jede Christin. Also Orientierung an Gott selbst und seinem Geist, das Himmelreich, welches in unserer Seele ist, sowie die Liebe welche größer ist als Glaube und Hoffnung. Denn Gott ist wie ein guter Vater und eine gute Mutter, einfach der Gute in Vollkommenheit. Vorallem glaube ich – daß Gott nicht – wie im Weltraummärchen – eine dunkle Seite seiner Macht besitzt. Denn die Herrschaft Gottes ist nie Gewalt, sondern Liebe und damit sind die himmlischen Dinge antizyklisch zu allem, wie wir uns oft verhalten. Und wenn Jesus gerade am Kreuz doch zeigt, wie weit wir mit Gewalt gehen und daß das Gottesbild des Neuen Testamentes eben eine ganz andere Perspektive auf die Ewigkeit generiert. Die Sendung Jesu ist darum geprägt von absoluter Fähigkeit uns alle zu erlösen und Jesus kommt daher als Friedefürst und keinesfalls als Richter. Denn in Golgatha fand das Gericht über alles Böse in uns statt und die Erlösung geschieht durch das Kreuz, an dem unsere Schuld wie in einem himmlisch-notariellen Vertrag angenagt und damit durchgestrichen wird. Hier auf Erden dürfen wir, die wir uns mit Jesus bereits auf den Weg machten, auch mit Dankbarkeit auf Gottes allesumfassende Liebe anworten.
Daß wir die Gebote achten, die Bergpredigt lieben und Gott damit ebenso.. Mit Frömmigkeit kann sich niemand selbst erlösen, weil wir es schon sind und kann Liebe, wie dies bei Liebe nie funktioniert, auch nicht (beim Himmel) verdient werden. Wir sind nicht geliebt wegen unserer guten oder schlechten Seiten, oder unserer Widerborstigkeit und/oder wir so tolle Leute sind. Die Liebe ist wie Gott selbstlos. Durch die Wunden Jesu sind wir deshalb geheilt und der Himmel hat das Hinrichtungskommando auf Golgatha auch nicht bestraft. Weil der Sohn Gottes allen vergeben hat, die je gelebt haben und leben werden: Niemand kann dafür soviel arbeiten, damit er gerecht wird. Der richtige Weg für uns ist eine (kleine) Portion Selbstlosigkeit. Jesus hat damals die Menschen nicht – bildlich – mit Netzen eingefangen, sondern sie zur Nachfolge durch seine Liebe überzeugt.
Wer glaubt, daß Jesus der Christus, hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht…..
Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden…..sagt Jesus..
Also vergibt Gott nur denen, die glauben..
Und nicht allen Menschen…..
Gott segne dich
Interessant wie man sich so allmählich selbst etwas vormachen kann, nach und nach.
Und das mit Jesus Christus auf dem Banner.
Wirklich frappierend, wie sich dieser Glaube dreht und windet, wie die Wetterfahne auf dem Mast.
Ein “ hinterfragbarer Glaube“, lässt sich für alle möglichen Zwecke nutzen.
Nein, EinFragender, Sie belügen sich selbst.
„Unzufriedenheit muss ausgesprochen und eingeordnet werden können. Dahinter stecken ja konkrete Ängste. “
Stimmt, aber Ängste, die in die Politik Einzug halten, geben eine deutliche Marschrichtung vor, und sind , unter Umständen, nicht mehr harmlos.
Ich finde, da kommt die gute Einsicht des Bischofs etwas spät.
Ein gläubiger Bischof in der EKD, einer der wirklich Jesus ernst nimmt? So etwas fällt positiv auf! Positiv finde ich auch den Ansatz mit AfD-Wählern zu reden. Das ist besser als sich der Kommunikation zu verweigern. Noch besser wäre es aufzuhören AfD-Wähler von oben herab zu diskriminieren. Hat Jesus auch nicht gemacht, zum Beispiel mit den Zöllnern. Aber die elitären Theologen tun sich schwer damit.
Die „geistliche Großwetterlage“ in Mitteleuropa finde ich gar nicht so schlecht. Es gibt sehr viele Menschen die Spiritualität suchen, nur eben keine institutionelle, von oben glaubensfern verkündet wird. Dort wo man andere Wege geht, eben auf Jesus setzt und eine glaubwürdige Verkündigung, gibt es durchaus eine spirituelle Aufbruchsstimmung. So kommt es das Freikirchen zwischenzeitlich größere Reichweiten haben als die Amtskirchen.
Die passen aber nicht zu einem kirchensteuerfinanzierten Korsett, das Glaubensfragen für unwichtig hält und nur auf Rot-Grün setzt.
Politik und Glaube muss getrennt sein, anders ist Glaube nicht glaubwürdig. Und Glaube ist hinterfragbar. Gerade der Christliche Glaube kann das sehr gut und hält das seit 2000 Jahren aus. Auch das muss man wieder verstärkt leben.
Damit erreicht man natürlich auch nicht jeden, aber viel mehr als Heute. Und die Kirchen würden wieder als das wahrgenommen was sie sein sollten: Kirche Jesus Christus