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Allianzkonferenz: Leid, Hoffnung und Vertrauen im Fokus

Die 130. Allianzkonferenz in Bad Blankenburg hat gestartet. Mit dem Motto „hiobsBOTSCHAFT“ werden zentrale Impulse in einer schwierigen Zeit gesetzt.

Die 130. Allianzkonferenz in Bad Blankenburg hat am Mittwochabend mit ihrer Eröffnungsveranstaltung gestartet. Unter dem Thema „hiobsBOTSCHAFT“ versammeln sich bis Sonntag Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen und christlichen Werken. Sie beschäftigen sich mit dem biblischen Buch Hiob sowie den Fragen nach Leid, Hoffnung und dem Handeln Gottes. Die Bibelkonferenz blickt auf 130 Austragungen und 140 Jahre Geschichte im thüringschem Bad Blankenburg zurück. Rund 800 Menschen nahmen an der Eröffnungsveranstaltung teil.

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Dr. Reinhardt Schink, Vorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland, hielt die erste Bibelarbeit. Sein Vortrag „hiobsBOTSCHAFT – wenn fromme Gewissheiten Gott im Weg stehen“ stellte das Buch Hiob als Herausforderung für theologische Konzepte dar. Schink betonte, Leid dürfe nicht voreilig interpretiert werden und warnte davor, Gott auf eigene Vorstellungen zu reduzieren. Das Buch Hiob konfrontiere Christen mit der Frage, ob sie Gott auch dort vertrauen, wo es keine Antworten gibt, und lehre die Anerkennung der eigenen begrenzten Erkenntnisfähigkeit. Schink erklärte: „Die Freunde Hiobs wollten Gott verteidigen und lagen am Ende doch falsch. Das ist eine Herausforderung für uns alle. Die Frage ist nicht nur, ob wir viel über Gott wissen, sondern ob wir wirklich richtig von ihm reden.“

Landesbischof Kramer: „Figur Hiob aktueller denn je“

Landesbischof Friedrich Kramer übermittelte ein Grußwort per Videobotschaft. Er hob die historische Bedeutung Bad Blankenburgs als Ort christlicher Begegnung und Bibelauslegung hervor. Kramer erinnerte daran, dass die Allianzkonferenz seit 140 Jahren Menschen zusammenführt und damit weit über Thüringen hinaus Bedeutung erlangt hat.

Er stellte einen Zusammenhang zwischen dem Konferenzthema und aktuellen Herausforderungen her. Angesichts von Kriegen, gesellschaftlichen Konflikten und persönlichen Krisenerfahrungen sei die Figur Hiobs aktueller denn je. Der Landesbischof erklärte: „Hiob findet am Ende keine theoretische Antwort auf die Fragen nach dem Leid, aber es steht eine Begegnung mit Gott und die überwältigt ihn.“ Kramer betonte, die Konferenz richte den Blick auf Orientierung und Hoffnung. Sein Wunsch für die Teilnehmer sei, „dass ihre Augen sich auftun und man nicht nur von Gott vom Hörensagen hört, sondern ihn selbst im eigenen Leben entdeckt.“

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Umfangreiches Programm

Nach der Eröffnungsveranstaltung versammelten sich die Besucher beim „Fest der Begegnung“ auf dem Konferenzgelände zu Gesprächen und Begegnungen mit Mitarbeitern der Allianzkonferenz. Die Besucher erwartet in den kommenden Tagen ein umfangreiches Programm. Neben Bibelarbeiten, Diskussionsforen finden auch etliche Workshops statt. Eine Allianz-Messe mit rund 60 Ausstellern ist ebenfalls geplant. Ein Jubiläumsevent zur Geschichte der Allianzkonferenz sowie das Musical „Paul & Gretel – Kein Märchen“ über Margarete und Paul Schneider ergänzen das Angebot.

Hier wird die Konferenz live übertragen.

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