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Ehrenamt: Wie bleibt der Herzschlag der Kirche lebendig?

Was braucht Kirche, damit Ehrenamt Freude macht? Die Bayerische Landeskirche lädt zum Impulstag – und will neue Wege beschreiten.

„Ehrenamt ist der Herzschlag unserer Kirche“, sagt der bayerische Landesbischof Christian Kopp. Doch wie bleibt dieser Herzschlag lebendig, wenn sich Aufgaben und Strukturen verändern? Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) lädt am 8. November zum Impulstag nach Bamberg ein – mit Raum für neue Ideen und ehrlichem Blick auf das, was nicht mehr trägt, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Die ELKB setzt demnach künftig auf systematische Koordination, Vernetzung und spirituelle Begleitung. Ein neuer „Servicepoint Ehrenamt“ soll Ehrenamtliche stärken. Die „Wirkstatt evangelisch“ begleitet sie mit Fortbildungen, Beratung und geistlicher Unterstützung.

Nach Angaben der ELKB engagieren sich in Bayern rund 120.000 Ehrenamtler in der evangelischen Kirche.

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1 Kommentar

  1. Gegen Verdrossenheit aufstehen

    Nach Angaben der ELKB engagieren sich in Bayern rund 120.000 Ehrenamtler in der evangelischen Kirche. Das Ehrenamt in der Ev. Kirche ist auch anderswo in Deutschland nicht quasi unbedeutend, es besitzt Potential. Im Laufe der Zeit habe ich die begründeten Zweifel an einem fast bereits naturgesetzlichen Traditionsabbruch in den beiden (Noch-)Volkskirche bei uns in Deutschland. Es werden ja immer noch bis zu 3% so auch eigener Kirchensteuerzahler(innen) als die Kerngemeinde erreicht. Dies ist über 20% jene Quote derer, die volkskirchlich so noch auch mit Kasualien und Gottesdiensten an hohen Feiertagen (als Einjährige) erreicht werden. Dies ist seit den frühen 1970er Jahren heute eine noch gültige Zahl. Aber mit mit ihrer Volljährigkeit treten leider viele die kollektive Kirchenflucht an. Damals war die Kirche daher (auch finanziell) stabil, jede/r blieb von seiner Wiege bis zur Bahre dabei, denn ein Austreten war ein ungeschriebenes Tabu. Bei der Not des Schwundes an Mitglieder ist dies durchaus ehrlicher, wenn jemand mit Glauben, Gott und der Kirche persönlich nichts mehr anfangen kann (oder will), dann seine Kirchensteuer folgerichtig einspart.
    Wenn wir uns um den Schwund sorgen sollten, dann müsste hier angesetzt werden. Vielleicht ist es viel sinnvoller, die auch umsetzbaren Schritte zu gehen, die auch andere gute Zugänge zum Glauben ermöglichen. Etwa als immer-noch-Volkskirchen auch an die Hecken und Zäune der Welt zu laufen, Komm-Strukturen mit einer „Geh-Hin-Struktur zu ergänzen. Statt der Prophet zum Berg, muss dann der Berg zum Propheten wandern.

    Die Menschen dort anzusprechen mit dem Evangelium, diakonischem Handeln und Programmen, wo viele wohnen, arbeiten und Urlaub machen. Vor vielen Jahrzehnten war dies bei der Katholischen Kirche der Arbeiterpriester, der morgens an der Werkbank mit den Malochern stand, so krass gegen das Vorurteil abgehoben zu sein und damit viel nahbarer wurde. Heute muss sich, auch mit dem großen Potential des Ehrenamtes, Kirche extrem wandeln, denn auch die Freikirchen haben deutlich weniger Zulauf und erleben das Schrumpfen der Gemeinden. Wir müssen und dürfen uns alle so verhalten wie es Künstler tun, weil Stillstand immer nur kreativer Rückschritt ist. Die Kirche darf im Kern frömmer, auch mehr an den 10 Geboten, der Bergpredigt und am Gegenprogramm zu einer Welt arbeiten, in der auch leider oft das Gesetz eines Haifickbeckens herrscht. Als die Friedensstifter bezeichnet die Bibel uns Jesusfreunde. Sie sind tatsächlich Menschen, die sich bemühen auch gegen den Strom zu schwimmen, um hier auch zur Quelle zu kommen: Etwas mehr Licht der Welt zu sein und offene Kirchentüren und Herzen haben, Den Glauben exemplarisch, niemals nur als ein Bedenkenträger gegen Reformen zu leben, scheint sehr wichtig zu sein. Wir sagen zu wenig, oder reden kaum davon, dass wir möglicherweise doch sehr viel glücklicher sind als Menschen, die durch den Nebel der Zeit wandern, ohne inneren Kompass. Ein stark humoriger Mensch es hat einmal formuliert mit: „Sie trugen seltsame Gewänder und irrten nur sinnlos umher“! Menschen des Bodenpersonals des Himmels, auch Ehrenamtliche, sollten auch die Sprache dieser Welt reden, damit sie so jeder versteht. Die Gleichnisse Jesu waren immerhin für die damalige Hausfrau, den Mann von der Straße, oder alle einfachen Männer gedacht, aber doch inhaltlich packend, alternativ. Die Pfunde eines Ehrenamtes dürfen so niemals nur vergraben werden, statt aber vermehrt. Den Heiligen Geist wehen zu lassen ist die Absicht, ihn mit Füßen, Gehirnarbeit und auch Fleiß, zu Menschen zu tragen, vor allem mit Liebe, und somit auch der allgemeinen Verdrossenheit zu trotzen. Der längst verstorbene Minister Norbert Blüm hatte einmal sein Zelt im Schlamm in einem Flüchtlingslager aufgeschlagen und Solidarität gezeigt Statt zu lamentieren sind es so ganz normale Leute, die auf Zeit Flüchtlinge bei sich aufzunehmen, oder Lotsen für Ämter sind. Oder die wie die Anhänger der Taize-Bewegung im Ausland eine kleine Zeit auf Lehmböden schlafen und mit armen Leuten leben. Unsere Glaubensrealität ist geschrumpft in lustlosen dezimierten Kirchgang, zu einer von mehreren Kernabsichten und wir sind als Jesusanhänger nur sehr wenig Licht der Welt und Salz der Erde. Nicht was wir tun ist wichtig, aber wie wir es tun: „Nur mit Liebe“! Auch wichtig: Mein Christsein muss auch an der Wahlurne stattfinden, nicht für Hass und Hetze

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