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Fastenzeit: Worauf deutsche Politiker verzichten

Christen und Muslime fasten ab morgen – darunter auch Politiker. Der Evangelische Pressedienst (epd) hat sie dazu befragt.

In der Fastenzeit wollen auch die meisten Religionspolitiker im Bundestag Gewohntes oder Ungesundes weglassen, heißt es in einer Pressemitteilung des Evangelischen Pressedienstes. Zu den klassischen Fastenden gehört der Beauftragte der SPD-Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Hubertus Heil, selbst evangelisch. Er will bis Ostern die Finger von Alkohol, Süßigkeiten und zu vielen Kohlenhydraten lassen.

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Kaddor sieht zeitgleichen Ramadan als «starkes Zeichen»

Mit dem Aschermittwoch beginnt im Christentum die Fastenzeit, die mit dem Osterfest endet. In diesem Jahr fällt der Beginn mit dem Start des muslimischen Fastenmonats Ramadan zusammen. Als «starkes Zeichen» empfindet das die Muslimin und Religionsbeauftragte der Grünen im Bundestag, Lamya Kaddor. «Beide Traditionen laden dazu ein, Maß zu halten, das eigene Leben zu prüfen und den Glauben nicht als rein privat zu verstehen, sondern in Beziehung zur Gesellschaft zu setzen», sagte sie. In einer pluralen Demokratie könne die zeitliche Nähe daran erinnern, «dass religiöse Praxis nicht trennt, sondern Brücken schlagen kann».

Kaddor begeht den Ramadan, in dem nur nach Sonnenuntergang gegessen und getrunken wird, nach eigenen Worten «sehr bewusst». Sie habe die Erfahrung gemacht, dass dies wohltuend für Körper und Geist sei. Auch Heil bekennt, dass Fasten «mir nicht nur körperlich guttut, sondern auch seelisch».

Fasten «nie das große Thema»

Norbert Altenkamp (CDU), religionspolitischer Sprecher der Union, sagte, Fasten sei für ihn «nie das große Thema» gewesen. Er versuche, «schon im Alltag möglichst Maß zu halten».

Die evangelische Fastenaktion «7 Wochen Ohne» steht in diesem Jahr unter dem Motto «Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte». Kaddor sagte, für sie treffe dies «einen politischen Nerv». «Im parlamentarischen Alltag wünsche ich mir tatsächlich weniger Schärfe um der Schärfe willen und mehr Bereitschaft zuzuhören», sagte sie.

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Der CDU-Politiker Altenkamp sagte, er wünsche sich, dass mehr Politiker und Politikerinnen in der Kommunikation auf Schnellschüsse verzichten und sich an die Weisheit «Erst denken, dann reden» halten.

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Quelleepd

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3 Kommentare

  1. Hallo Bernd Hehner,
    wenn Sie ausgerechnet meine Worte als „recht gesetzlich“ bezeichnen, dann ist das schon sehr seltsam!!!
    Es ist ganz genau das Gegenteil der Fall!!!
    Menschen, die UNGEISTLICH „FASTEN“, weil es gerade „FASTENZEIT“ ist und im KALENDER steht, die sind GESETZLICH!!!
    Weil Sie entgegen Ihrem Vorsatz zum neuen Jahr schon wieder übermäßig viele Worte machen, habe ich den größten Teil Ihres Beitrags noch nicht gelesen und behalte mir eventuelle weitere Kommentare dazu vor!!!

    Liebe Grüße
    Aku

  2. Der Herr Jesus Christus sprach folgende Worte:
    „Diese Art kann durch nichts ausfahren außer durch Beten und Fasten.“
    Wer auf ungeistliche Weise mit Süßigkeiten und anderen unnötigen Dingen „fastet“ und nicht mit vom Heiligen Geist geleiteten Gebeten gemäß dem Willen Gottes zum allein wahren Gott kommt, der wird niemals die Vollmacht haben, von der Jesus Christus gesprochen hat!!!

    Liebe Grüße
    Aku

    • Fasten ist Annäherung an „geistlich arm“ zu sein

      Hallo Aku: Das ist sicherlich alles richtig, aber es klingt mir doch recht gesetzlich. Meine Überzeugung (also meine Meinung) ist, dass ich Jesus nur mit eigener Dankbarkeit danken kann und mich so ohne den unmöglichen Perfektionismus an die Werte des christlichen Glaubens annähern darf. Dies ist das Doppelgebot der Liebe auch mit der Erlaubnis, dass jede/r sich auch selbst wertschätzen darf, so wie dies ja auch Gott tut. Ein paar Kilogramm abzunehmen, oder mit Verzicht irgendwie anders zu fasten, mag für selbst selbst wertvoll sein. Aber darum geht es nicht, sondern hier auch nach der Bergpredigt geistlich arm zu sein. Im Leben Platz zu machen für Gott und auf unnötigen Balast zu verzichten, ist Fasten. Dann wäre „Geistlich arm“ nicht jemand mit wenig Glauben oder Bildung bzw. Intelligenz, sondern die Selbsteinschätzung „dass wir allzumal Sünder sind und des Ruhmes mangeln, den wir vor Gott haben“ – wie es uns das Neue Testament testiert. Ich bin daher erlöst und freigesprochen durch Jesu ‚Tod am Kreuz, unwiderruflich. Aber ich muss immer wieder aus dieser Vergebung möglichst auch bewusst leben. Superchristen gibt es somit niemals. Christen beugen sich zu Menschen herab (auch sinnbildlich), um ihnen aufzuhelfen. Niemand sollte über dem Mitmenschen stehen. Mein Ich darf dienen, aber nicht Macht im Sinne von Gewalt ausüben. In allen christlichen Gemeinschaften und damit den Kirchen werden gemeinsam Lasten getragen und niedrige Hierarchien sind dem eigenen geistlichen Anspruch gerechter. Der Heilige Geist weht gegen jeden Egoismus. Gott ist Liebe und sie weiter zu geben unser Amt. Genauso wie einzuladen, sich mit Gott zu versöhnen und seine Versöhnung mit uns damit zu beantworten. Es geht um Liebe, ohne immer Gegenwert zu erwarten. Die Liebe ist langmütig und freundlich und wichtiger wie Hoffnung und Glaube. Weil Gottes Wesen so ist. Eine völlig neue Perspektive auf Gott ermöglichte uns Jesus Christus, denn der Schöpfer aller Dinge ist besser als alle Eltern der Welt.

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