In den USA bieten Firmen genetische Auswahl bei künstlicher Befruchtung an. In Deutschland ist das verboten. Wie weit darf Genetik gehen?
In den USA ist es bereits Realität: Unternehmen wie Orchid, Nucleus oder Herasight bieten Eltern an, bei künstlicher Befruchtung Embryonen nach genetischen Merkmalen auszuwählen – etwa nach einem niedrigen Alzheimer-Risiko oder einer höheren Wahrscheinlichkeit für Intelligenz, schreibt Yannick Ramsel in einem Artikel für die ZEIT. Solche Verfahren sind dort legal, während sie in Deutschland strikt verboten sind.
Die Technik basiert auf genetischen Datenbanken und komplexen Algorithmen. Sie analysieren das Erbgut und errechnen Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Eigenschaften. Doch Experten betonen: Es handelt sich nicht um sichere Vorhersagen, sondern um statistische Schätzungen. Ein hoher IQ oder die Abwesenheit einer Krankheit kann nicht garantiert werden.
Eugenik für Reiche?
Bioethiker warnen vor einer gefährlichen Entwicklung: Die Grenze zwischen medizinischer Prävention und Optimierung verschwimmt. „Wir müssen uns fragen, ob wir Kinder nach Wunsch gestalten wollen“, heißt es in dem ZEIT-Artikel. „Wo setzt man dem Versuch Grenzen, unerwünschte Gene auszusortieren und erwünschte auszuwählen? Und wie verändert es eine Gesellschaft, wenn chronische Erkrankungen und Handicaps als ‚vermeidbar‘ gelten“, fragt Ramsel. Kritiker fürchten zudem, dass solche Angebote soziale Ungleichheiten verschärfen – wer es sich leisten kann, kauft sich vermeintlich „bessere“ Chancen.
In Deutschland ist eine solche Auswahl verboten. Präimplantationsdiagnostik (PID) darf nur dann durchgeführt werden, wenn beide Eltern eine schwerwiegende erbliche Erkrankung in sich tragen oder wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schädigung des Embryos zu erwarten ist. Doch der internationale Markt wächst rasant. Die Debatte über Chancen und Risiken wird weitergehen – auch in Kirchen und Gesellschaft.
Weiterlesen: Ein Kind mit hohem IQ und niedrigem Alzheimer-Risiko, bitte! (Paywall)

Schwangerschaftsabbruch nicht erlaubt für behinderte Kinder
Antwort an Chey: In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch wegen einer Behinderung des ungeborenen Kindes nicht als eigener Grund
erlaubt. Allerdings kann ein Abbruch rechtlich straffrei sein, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – und diese kann sich dann auch aus einer schweren fetalen Schädigung ergeben, wenn dadurch für die schwangere Person eine erhebliche Gefahr für ihre körperliche und/oder seelische Gesundheit besteht. (Das sagt mein Copilot so wortwörtlich). Das wäre letztlich eine Güterabwägung hier zwischen dem Leben der Mutter und dem des Kindes. Kein Arzt wünscht sich, solche Abwägungen mit Angehörigen treffen zu müssen, schon gar nicht bei einem schweren Unfall, wo der Überlebensfähige Priorität genießt. Dies ist auch bei Krankheiten eine Entscheidung zwischen Pest und Colera, wenn die Eltern entscheiden MÜSSEN, welcher der beiden Zwillinge überleben darf, wenn nur Rückenmarkt zur Verfügung steht für eine Person. Ohne Entscheidung müssen die Ärzte in vielen Fällen beide Kinder sterben lassen. Dies kommt selten vor, aber es geschieht so oder ähnlich als Güterabwägung immer, obwohl Menschen keine Güter sind.
Bei medizinischer Indikation ist eine Abtreibung auch nach der 12. Woche zulässig. Da werdendes Kinder ab der 20. Woche eine Abtreibung überleben können, werden sie in der Regel vorher getötet.
Was die offizielle Rechtslage sein soll und was in Deutschland Tatsachen sind, kannst du daran erkennen, wenn du mal zu Trisomie 21 und Abtreibung googlest. Es werden in Deutschland kaum noch Kinder mit Trisomie 21 geboren, obwohl diese heute dank guter medizinischer Fortschritte ein langes und erfülltes Leben führen können. Einfach mal 1 und 1 zusammen zählen.
Liebe:r Chey, ich glaube es ist etwas weit hergeholt, dass Google statistisch verwertbares Datenmaterial an den Tag holt, es ist eine Suchmachine 1. Generation. Für tragfähige Daten sollte das statistische Bundesamt einen Zugang zu dem Material hergeben, das fundiertes Aussagenmaterial untermauern kann.
Ein Skandal?
Lieber Chey: Wenn dies so wirklich ist, wäre das auf jeden Fall ein Skandal. Denn der Intension der Gesetzgebung und was mir mein Copilot dazu sagte, entspricht dies nämlich überhaupt nicht. Kinder mit Trisomie 21 können wirklich ein gutes und erfülltes Leben führen. Die ist mir absolut bekannt. Für eine Abtreibung ist hier die medizinische Indikation, wenn sie nicht noch andere Umstände enthält, nicht sinnvoll.
9 von 10 Kindern mit Trisomie 21 werden heute in Deutschland, oft mit Spätabtreibungen, abgetrieben. Deshalb sieht man sie jung auch immer seltener
Ich finde es einfach nur unmenschlich, sich auf eine rein genetisch selektierte Masse einzulassen, die ohne gemeinsamen Ursprung auch keine Quelle für ihre Herkunft ist. IQ ist für mich eine Teilmenge, die sich aus dem Potenzial ergibt, das die Natur hervorbringt, die der Mensch nicht ändern kann, da sie auf die ihr jeweils eigene Potenz abgestimmt, seine Fortpflanzung organisiert. Das bedeutet, es hat keinen Mehrwert für einen Staat, wenn er seiner Staatswährung die Möglichkeit einräumt, sich auf individuelles Erbgut einzulassen, das ihm nichts bringt, außer eben ein Erbgut der Wahl, die eine andere Person trifft.
Eigentlich sollte das Erbgut im Umgang mit der Würde des Menschen keine Rolle spielen, denn es ist seiner individuellen Rolle fremd. Rollen ergeben sich aus dem System, dem sie sich verbunden wissen, sodass es für sie überlebenswichtig war, das System als solches zu erkennen, ihm als solches anzugehören und es als Quelle für seine weitere Entwicklung zu fördern. Systeme lassen sich nicht auf Identitäten ein, denn dann wären sie von einer Größe abhängig, die sie nicht selbst generieren können. Als System bezeichne ich den systematischen Aufbau einer Struktur aus der sich ein Inhalt ergibt, dem das jeweilige Produkt gewachsen sein muss, bevor es im nächsten Schritt seine eigene Überlebensstrategie entwickeln und kommunizieren kann.
Damit ist das System des Überlebens zwar mit dem Menschen abgeschlossen, doch seine weitere Entwicklung ist von der Natur abhängig, auf die er sich einlassen muss, um sie im Umgang mit seinen Lebensvoraussetzungen zu verstehen. Erst dann kann er sich selbst mit der Natur versorgen, die in ihm bereits das angelegt hat, was er dafür benötigt. Was uns Menschen überleben lässt, das ist eine gewisse Lernfähigkeit aus der schöpfen kann, wer sie mit dem Tag seiner Geburt verbunden weiß.
Damit möchte ich einen Beitrag aus meiner Sicht als Mutter leisten, die sich auf ihre Kinder eingelassen hat, um dem gerecht werden zu können, der ihr die Natur ans Herz legte, damit sie an der Quelle genährt wird, ohne die sie keinen Lebensinhalt hervorbringen könnte.
Hallo!
Auch deutsche Frauen können diese Möglichkeit nutzen: eine Reise in das derzeit von einem Irrem regierten Land und sich dort behandeln lassen. Das wird wohl kaum bei der Einreise nach Deutschland kontrolliert. Es lässt sich alles umgehen, wenn nur die finanziellen Möglichkeiten vorhanden sind. Das war aber schon immer so – seit Menschen anderen etwas wegnehmen und sich bereichern.
Gruß,
Peter
So anders ist Deutschland auch nicht. Schließlich sind behinderte Kinder leichter und viel länger abtreibbar. Ist das wirklich so viel anders als gleich bei der Befruchtung zu selektieren?
Der Mensch von der Stange ist antichristlich
Antwort an Chey: Dass behinderte Kinder leichter und viel länger abgetrieben werden können, kann ich mir überhaupt niemals vorstellen. Aber ich werde hier meinen Copilot im Computer befragen. Wenn dies so wäre – wenn überhaupt – kann ich mir nur denken, dass es sehr kranke Kinder sind also jene, die voraussichtlich keinesfalls überlebensfähig sind und wozu es die genaue medizinische Indikation gibt. Behinderung ist nicht immer auch Krankheit und die meisten dieser Kinder können heute ein lebenswertes Leben haben. Dass es für Eltern dann immer schwierig ist, kann ich nicht in Abrede stellen. Aber nach dem IQ ein Kind herstellen zu lassen, ist ein furchtbarer Irrtum. Nicht jeder heute ungebildete Mensch ist sodann unintelligent. Aber auch sehr intelligente Menschen können in ihrem Verhalten unterirdisch daherkommen. Es gibt nach unseren Maßstäben auch Emotionale Intelligenz. Vermutlich ist eine solche Herzensintelligenz (aber nur) freiwillig erlernbar und dazu braucht es das positive soziale Umfeld. Das Erbgut schon bei der Befruchtung zu selektieren, würde diesem niemals schaden oder den Selektierten Schmerzen bereiten, sie existieren hier gewissermaßen noch nicht. Aber ich stelle mir unsere Welt furchtbar vor, wo man auch Menschen von der Stange herzustellen vermag, die jeder unter sehr ungünstigen ideologischen Verhältnissen auch gleich oder später wieder entsorgen darf. Der neue Mensch nach dem Geschmack von unseren Tyrannen, wozu mir einige einfallen, wären jene Zeitgenossen die nie streiken, die der Obrigkeit gehorsam sind und keinerlei ausufernden Ideen haben sowie Fundamentalisten der Religionen nicht mit verbotenen Philosophien oder eigenen Gottesbildern verärgern. Es gibt nicht nur für Trump Rote Linien, sondern auch in der Genetik. Wir haben nicht das Recht uns das Leben zukünftiger Menschen schon bei ihrer Zeugung so verfügbar zu machen und Menschen nach unserem Gusto zu formen. Der Mensch ist immer noch Gottes Idee und in dieser Verlängerung von der Evolution als ein Wesen erschaffen, der Gut und Böse unterscheidet, ein Gewissen hat, Verantwortung übernimmt und kritisch denken darf. Sonst wäre Gott nicht liebevoll und wir nur Marionetten. Es ist gut, dass Menschen nicht künstlich programmiert werden dürfen. Sogar die angeblich sehr gottlose chinesische Regierung hatte vor längerem es einem Wissenschaftler verboten zu erforschen, ob es möglich ist ein ganzes Gehirn vom Körper zu trennen und am Leben zu erhalten. Ich hielte dies wegen ansonsten schon schlechter Behandlung auch bei Tieren für völlig unethisch.
Ich bin gerne gut informiert
Im Moment noch nichts spezielles