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Antisemitismus: Schweinekopf vor jüdischem Gedenkort abgelegt

Unbekannte Täter haben einen Schweinekopf vor einem jüdischen Gedenkort im thüringischen Apolda abgelegt. Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich die Tat zwischen Freitagnachmittag und Samstagvormittag. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) verurteilte die Tat auf das Schärfste. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde der Schweinekopf vor dem Prager Haus in der Bernhard-Prager-Gasse abgelegt. Das Prager-Haus ist eine Gedenkstätte, die unter anderem der von den Nationalsozialisten deportierten und ermordeten jüdischen Familie Prager gewidmet ist. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren, auch der Staatsschutz ermittelt. Mögliche Hinweisgeber wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Ministerpräsident Voigt und Innenminister Georg Maier (SPD) verurteilten die Schändung des Prager-Hauses am Samstagabend in scharfer Form. Für Antisemitismus dürfe es keinen Raum geben. Regierungschef Voigt sprach von einer respektlosen Tat und einer inakzeptablen Grenzüberschreitung. Diese sei «nicht nur ein Angriff auf die Würde des Ortes und die Erinnerung an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Apoldas, sondern auch ein klarer Ausdruck von Antisemitismus, der in unserer Gesellschaft keinen Platz hat».

Quelleepd

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4 Kommentare

  1. Gott kennt jeden Toten durch Gewalt mit Namen

    —–„mag man über das „KleinKlein“ des Nahostkonflikts gar nicht mehr nachsinnen, man tut es dennoch, aber man sollte die Geschichte dahinter stets vor Augen haben, sonst versteht man nur Bahnhof“! (Zitat Ende). Alles richtig, was der liebe Stammtischbruder hier schreibt – bis auf diesen Riesen-Irrtum. Es ist leider keinesfalls „wurscht“, dieses Kleinklein eines vollständig unmenschlichen Krieges. Man darf keines der Krankenhäuser bombardieren, auch nicht wenn Dutzende Hamas-Terroristen dort unter diesen in Kellern campieren. Überhaupt kann niemand Unrecht mit dem anderem Unrecht aufrechnen, am Ende noch mit einem Punktesystem. Auch darf man die Geschichte Israels, für alle Christen Heilsgeschichte, von den biblischen Texten her unausgelegt lassen. Wir legen die ganze Bibel aus am Wort und Werk Jesu im Neuen Testament. Dies haben damals auch Evangelikale überzeugt mit unterzeichnet. Denn Gott führt keine Kriege, er wirft kein Feuer vom Himmel, sondern er schickte Jesus als Baby in diese Welt, um sie zu retten und Jesus starb daher, ohne je Gewalt anzuwenden, an einem Kreuz. Auch damals fiel kein Feuer vom Himmel. Gott ist immer Liebe. Und Jesus wird als Friedefürst wiederkommen und vor einem Friedefürsten, der mit milder Hand regiert, braucht niemand Furcht.

    Auch die Kriege der Israeliten waren keine Kriege Gottes, sondern da Geschichte überliefert wird, wurde auch die Meinung der Autoren überliefert – oder unfeiner – ihre deutlich religiöse Propaganda. Wenn also im Gaza-Streifen, in der Westbank, oder in Israel Straftaten geschehen bzw. deutlich Menschenrechte verletzt sind, müssen diese untersucht werden. Dafür ist die staatliche Gerechtigkeit zuständig. Und daß es auch außerordentlich schwierig ist festzustellen, wo das Naturrecht auf Selbstverteidigung aufhört und eine Menschenrechtsverletzung oder gar ein Kriegsverbrechen beginnt, eher wie eine Abwägung zwischen Pest und Colera – bleibt dies schwierig. Aber wir dürfen uns da keinen leichten Fuß machen. Denn es ist nichts schlimmer als nach zweierlei Maß zu messen. Und daß Krieg gegen den Willen Gottes ist, wir ihn aber leider nicht vermeiden können, will ich hier nicht leugnen. Aber wir tun uns keinen Gefallen, etwas mit einer Handbewegung als Klein-klein gegenüber den Wegen Gottes abzutun, auch in der 3000jährigen Geschichte des Volkes Israels. Aber die 10 Gebote und die Bergpredigt gelten für alle Menschen. Nach der Bergpredigt wird in der Politik leider nie gefragt und die 10 Gebote umgedeutet nach dem Motto: Du sollst nicht töten heißt aber nur: „Du darfst nicht morden in zivilen Angelegenheiten“! Noch schlimmer ist es, daß kein Krieg beginnt, ohne daß immer kaum Menschen ernstlich infrage stellen, ob so etwas nicht eine skandalöste Grenzüberschreitung ist. Denn nichts ist brutaler als das was dort im Gazastreifen, Israel, in der Ukraine oder sonstwo bei Aufständen, Unruhen und Kriegen geschieht. Und unsere Annahme ist leichtfertig, Gott sehe darüber hinweg oder gar er führte Kriege selbst. Wir Menschen machen Kriege und alles Ungemach, was in diesem zweitletzten Satz steht. Für mich ist das „Heilige Land“ erst dann ein heiliges Land, wenn es auch in zivilisatorischer Form hieran wieder eine Annäherung erfährt. Leitsatz: Was hätte wohl Jesus dazu gesagt, daß leider in Gaza oder in Israel ein paar Leute bei Gewalttaten umkommen. Oder ob dies bei Gottes unendlichem Universum überhaupt einer Erwähnung bedarf? Allein unsere Galaxis hat bis 400 Milliarden Sonnen und es gibt 2 Billionen Galaxien. Aber Gott kennt jeden Toten aus Israel und dem Gaza-Streifen mit seinem Namen. Und Jesus ist für jeden am Kreuz gestorben, aus lauter Liebe.

  2. Bei diesem Thema werde ich nicht müde mich zu äußern, auch wenn es zu Wiederholungen kommen könnte.
    Heute mal diesen Aspekt betrachtet: „Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden“ 1 Mose 12
    Warum lassen Menschen, Regierungen und ganze Völker diese Worte nicht wirklich auf sich wirken ? Vermutlich weil man dem prophetischen Wort keinen Glauben schenkt, oder der Hass auf das jüdische Volk alle Vernunft vergessen lässt.
    Diese Zusagen Gottes an Abraham den Stammvater der Juden und der Gläubigen aus den Nationen sind und werden erfüllt. Ja tatsächlich alle „Geschlechter auf Erden“ sind durch Christus gesegnet!
    Wieviel Leid würde denen erspart bleiben die Israel verfluchen und wieviel Segen können die erfahren die Israel segnen!
    Die Heimführung der Juden ins verheißene Land nach 2000 Jahren Diaspora, ist ja die Ansage Gottes an eine ungläubige Welt und selbst hartnäckige Gottesleugner sollten da ins Grübeln kommen, zumal dieses Wunder ettliche Male in der Schrift angkündigt ist ! (z.B.Hes. 39 27+28)
    Angesicht dieser „geistlichen Metaebene“ mag man über das „KleinKlein“ des Nahostkonflikts gar nicht mehr nachsinnen, man tut es dennoch, aber man sollte die Geschichte dahinter stets vor Augen haben, sonst versteht man nur Bahnhof !

    • Der Nahostkonflikt ist kein Kleinklein. Er ist u.a. ein Existenzkampf Israels.

      > Die Heimführung der Juden ins verheißene Land nach 2000 Jahren Diaspora, ist ja die Ansage Gottes an eine ungläubige Welt und selbst hartnäckige Gottesleugner sollten da ins Grübeln kommen,

      Ob das so ist, wird allerdings auch von vielen Juden, insbesondere in der Ultraorthodoxie, bezweifelt bzw. strikt abgelehnt. Denn die Wiedergründung Israels war eine weltliche Angelegenheit und ist es bis heute. Die Verheißung aber geht davon aus, dass das direkt von Gott kommt.

      Zum Thema selbst: Letztlich kann man Antisemitismus wirklich kaum verstehen, denn der Hass ist ja grundlos und basiert meist auf Lügen oder Halbwahrheiten. Er ist älter als das Christentum, es gab ihn schon im vorchristlichen römischen Reich und in Griechenland. Wobei er durch das Christentum natürlich eine besondere Wendung und Bedeutung bekommen hat.

      Aber heute verbindet er Antisemiten von rechts, Mitte, links, religiös und atheistisch, gebildet und ungebildet, oben und unten.

      Vielleicht kann man es nicht verstehen, aber man sollte immer dagegen Stellung beziehen. Wobei man allerdings auch beachten sollte, dass nicht jede Kritik an Israel gleich Antisemitismus ist.

      • Das mag wohl stimmen mit den Orthodoxen Juden, zumindest teilweise. Bei meinem Besuch in Israel, hab ich religiöse Siedler kennen gelernt die aus den USA ausgewandert sind, weil sie den Aufbau Israels vorantreiben wollen. Feine, gebildete Leute die den von mir erwähnten Aspekt der Heimführung der Juden aus aller Welt nicht nur verstehen sondern daran teilhaben wollen. Das ist eng verbunden mit der Erwartung des Messias, der für uns ja schon gekommen ist !
        Noch liegt eine Decke über ihnen und sie können Jesus nicht erkennen, aber es kommt der Tag da werden sie den sehen den sie durchbohrt haben! (frei nach Paulus und Sacharija)
        Ich wiederhole mich: Israel ist ein Wunder vor unseren Augen, schwer verdaulich für Leute für die Gott, wenn überhaupt ein den Menschen überdrüssiger Großvater ist, der sich dem Treiben auf der Erde entzieht. Oder auch ein beliebtes, aber verzerrtes Gottesbild, der Allversöhner, der am Ende alle in den Himmel holt, weil er uns alle ja so lieb hat. Netter Gedanke, aber ohne biblische Substanz !

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