Im August bringen die Citykirchen im Ruhrgebiet Menschen mit gegensätzlichen Meinungen an einen Tisch – als Zeichen gegen Polarisierung. Denn: Zuhören verbindet.
„Wie oft reden wir wirklich mit jemandem, der ganz anders denkt als wir?“ Genau das soll „Das Ruhrgebiet spricht“ ermöglichen, heißt es auf der Homepage der Aktion. „Ehrliche Gespräche zwischen Menschen mit gegensätzlichen Meinungen.“ Denn, so heißt es: „Zuhören ist möglich!“. Ziel des Projekts sei es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, demokratische Kultur zu fördern und ein sichtbares Zeichen gegen Polarisierung zu setzen.
Und so funktioniert das Format: Wer sich anmeldet, muss kurz seine persönliche Meinung zu einigen aktuellen Themen beantworten. Der Algorithmus sucht dann als Gesprächspartner eine Person aus, deren Meinung die größtmöglichen Unterschiede zur eigenen Position aufweist. Dabei geht es um Themen wie Zukunft, Gerechtigkeit, Politik und gesellschaftliches Zusammenleben, heißt es.
Die Gespräche finden am 22. und 23. August „eins zu eins“ auf zentralen Plätzen in Essen, Bochum, Dortmund und Duisburg statt. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren.
Termine:
Bochum: 22. August (ab 16 Uhr) rund um die Pauluskirche
Essen: 22. August (ab 16 Uhr) auf dem Marktplatz vor der Marktkirche
Dortmund: 23. August (ab 11 Uhr) auf dem Opernvorplatz/Theater Dortmund
Duisburg: 23. August (ab 11 Uhr) auf der Wiese hinter der Salvatorkirche
„Das Ruhrgebiet spricht“ ist ein gemeinsames Projekt der evangelischen City- und Stadtkirchen in Bochum, Dortmund (in Kooperation mit dem Theater Dortmund und der Diakonie), Duisburg und Essen. Das Projekt ist eine Adaption des Formats „Deutschland spricht“ der „Zeit“-Verlagsgruppe.
Anmeldung: dasruhrgebietspricht

Ich weiss nicht, ob das viel bringt, so wie es angelegt ist.
Hier mal die Fragen, aus dem Anmelde-Vorgang:
– Ist es wichtiger, die Wirtschaft im Ruhrgebiet zu stärken als das Klima zu schützen?
– Findest du, dass die Politik den Ausbau der Fahrradinfrastruktur in unserer Stadt stärker fördern sollte?
– Denkst du, dass zu viel Vielfalt zu Konflikten in der Gesellschaft führt?
– Ist digitale Bildung genauso wichtig wie traditionelle Bildung?
– Geht es bei uns gerecht zu?
– Kümmern sich Politikerinnen und Politiker darum, was Menschen wie du denken?
– Hast du manchmal das Gefühl, dass du mit deinen Ansichten nicht (mehr) in die Gesellschaft passt?
Also mich erreicht das nicht. Ich finde die konkrete Diskussion von Fachfragen viel interessanter. Das Herausfinden von eher richtig oder eher falsch. Dazu ist es wichtig, Kompetenz von Inkompetenz versuchen unterscheiden zu lernen.
Sonst bleibt es beim „Gut das wir darueber geredet haben – du bist OK, – ich bin OK, …“.
Das Problem ist nicht die gespaltene Gesellschaft, das Problem ist die Fuehrungselite der letzten zwei Dekaden, die erzieht, bevormundet, nix-erklaert, abgehoben ihre Macht-Allueren durchsetzt …?!
Fragen die ich zielfuehrender finde:
– WER kann WIE „das Klima schuetzen“ (sind wir unter einer Kaeseglocke in D? Anteile grossindustrieller Loesungen oder persoenliches Klein-Klein?)
– wie hoch ist der Beitrag von Fahrradfahren fuer das Klima ueberhaupt? (vernachlaessigbar; trotzdem sind Fahrradwege gut, wenn sie nicht zu Staus und Behinderungen der anderen Verkehrsteilnehmer fuehren)
– wie gewaehrleisten wir eine gute Integration von Zugezogenen? (vgl DK-Modelle, Ghettoisierung verhindern, Aufnahme begrenzen, Sprachtests, ohne Arbeit, kaum Zuwendung, konsequente Abschiebung von Straftaetern, Nahe-Null-Tolleranz, etc)
– wie verbessern wir unsere Bildung am besten (digital UND traditionell)? (Leistungsprinzip, Foerdern und Fordern).
– unter welchen Bedingungen steigt der Wohlstand in D und wann faellt er? (entscheidend ist, ob es der Mehrheit nach einer Legislaturperiode besser oder schlechter/gleich geht).
– wie kann man das politische System (Parteien-Hegemonie als Selbstbedienungsladen) in D aendern? (mehr basisdemokratische Mitbestimmung der Waehler [schweizer Modell?], Listenwahl stark begrenzen, Direktwahl staerken; freie Staatsanwaelte ohne Dienstherren-Weisung, politisches Neutralitaetsgebot fuer Richter)
– Meinungsfreiheit staerken, Entmachtung der oeff.rechtl. Medien, Beschraenkung auf einen guenstigen Info-Kanal; Abschaffung/Begrenzung aller staatlicher Einflussnahme durch Bezahlung von NGOs mit Steuergeldern.
LG Joerg
PS: oder wer findet den Fragenkatalog toll und geht zu einer der gepl. Veranstaltungen?
Der Fragebogen dient ja (nur) zum matching. Und da sind entweder-oder Fragen besser geeignet als offene Fragen.
Das was du an Fragen vorschlägst, wird dann wohl eher in der richtigen Diskussion kommen.
Wobei ich die Fragen auch jetzt nicht so toll finde, Beispiel: – Denkst du, dass zu viel Vielfalt zu Konflikten in der Gesellschaft führt?
1. Was ist zu viel Vielfalt
2. Natürlich führt Vielfalt oft zu Konflikten, aber
3. Sind (diese) Konflikte denn immer negativ?
Ich hätte gefragt: Bewerten sie die derzeit vorhandene gesellschaftliche Vielfalt in bezug auf Migration eher positiv oder eher negativ?
Damit könnte man besser matchen
Ach ja:
So wie unsere Gesellschaft derzeit polarisiert ist, würde ich das hier nicht gering schätzen:
‚Sonst bleibt es beim „Gut das wir darueber geredet haben – du bist OK, – ich bin OK, …‘
Bei dir klingt das so, als wenn du die Diskussion gewinnen willst. Mir ginge es eher darum, ein gegenseitiges Verständnis zu erzeugen.
Interessantes Format, das bisher an mir vorbeigegangen ist.
Beim nächsten ‚Deutschland spricht‘ werde ich mich wohl anmelden.
Oder falls die Kirchen so was mal in Hamburg anbieten.
Gute Idee
Im August bringen die Citykirchen im Ruhrgebiet Menschen mit gegensätzlichen Meinungen an einen Tisch – als Zeichen gegen Polarisierung. Denn: Zuhören verbindet. Kurzer Kommentar: Würde ich mir für meine (neue) Ev. Kirche in der Pfalz auch wünschen.