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Sonntagsblatt

Bayern: Kirche zwischen Schrumpfung und geistlicher Erneuerung

Die bayerische Landessynode berät über drastische Sparmaßnahmen. Doch die eigentliche Frage lautet: Wie bleibt die Kirche geistlich lebendig?

Die Herbsttagung der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) in Amberg steht unter dem Vorzeichen des Schrumpfens. Bis 2035 könnten die Mitgliederzahlen auf 1,6 Millionen sinken, das Personal um 40 Prozent reduziert und der Immobilienbestand halbiert werden. Finanzchef Patrick de La Lanne bringt es auf den Punkt: „Die Kirche in zehn Jahren wird eine andere sein.“

Doch die eigentliche Frage lautet: Wofür steht die Kirche, wenn Strukturen kleiner werden? Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel verweist auf den Reformprozess „Profil und Konzentration“. Aber trotz aller Reformen ist die Stimmung vielerorts von Resignation geprägt. Pfarrerinnen und Pfarrer klagen über Verwaltungsdruck, Nachwuchs fehlt, und selbst das synodale Engagement nimmt ab.

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Preidel deutet an, dass Spiritualität wieder ins Zentrum rücken müsse, schreibt Timo Lechner in einem Kommentar für das Sonntagsblatt. Vielleicht liegt genau hier ein Weg aus der Krise: weniger Anpassung an gesellschaftliche und politische Stimmungen, mehr Mut zur eigenen Botschaft. Eine Kirche, die wieder stärker vom Evangelium her denkt und spricht, könnte Menschen erreichen, die sich von Institutionen, nicht aber von Sinnsuche verabschiedet haben, schreibt Lechner. Die Synode könne die kommenden Jahre damit verbringen, das Schrumpfen zu verwalten – oder Räume für neue Formen von Gemeinschaft und Verkündigung öffnen. Wer nur spart, verliert. Wer aber spart und zugleich gestaltet, hat eine Zukunft, glaubt Lechner.

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2 Kommentare

  1. Alles Unechte muß schrumpen, damit nachgedacht und erkannt werden muß, was unser HERR wirklich unter „Kirche“, echte Gemeinschaft SEINER Kinder pro Wohnort und weltweit versteht. Unser Konfessionsdenken ist eine Katastrophe die aufhören muß. Alle echten CHRISTen gehören zum LEIB des CHRISTUS alle anderen Kriterien machen blind und sind daher falsch …

    • Schon witzig, wenn du in einem einzigen Absatz einerseits Konfessionsdenken verurteilst und dieses gleichzeitig praktiziert, indem du die r.kath. Kirche als unecht einstuft.

      Konfessionen sind doch dadurch entstanden, dass der Glaube der anderen Christen als falsch eingestuft wurde.

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