Die Evangelische Kirche startet die Erprobungsphase für ihr neues Gesangbuch. 600 Gemeinden sind beteiligt – erstmals auch mit digitalen Tools.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat rund 600 Gemeinden ausgewählt, um das neue Evangelische Gesangbuch in der Praxis zu erproben. „Ein Gesangbuch braucht nicht bloß eine Kommission, sondern Menschen, die sich damit identifizieren“, sagt Kord Michaelis, Vorsitzender der Landeskirchenmusikdirektorenkonferenz. Insgesamt wurden 30.000 gedruckte Exemplare verteilt – mit dem Ziel, Rückmeldungen aus dem Gottesdienstalltag zu sammeln.
Neben den Printausgaben steht das Gesangbuch auch digital zur Verfügung – über die Plattform gesangbuch.de sowie als E-Paper in der App „Gesangbuch online“. „Wir wollen wissen, wie sich das digitale Produkt im Gemeindealltag bewährt“, erklärt Lukas Bauer vom Projektbüro „Gesangbuch“ im Kirchenamt der EKD. Für beide digitalen Formate sind eigene Fragebögen vorgesehen.
Alle Beteiligten erhalten wissenschaftlich begleitete Fragebögen. Auch Gemeinden, die ausschließlich digital teilnehmen, können ihre Erfahrungen einbringen. „Jede einzelne Erprobungsveranstaltung, die Menschen zum Singen und durch das Singen zusammenführt, ist ein Erfolg“, sagt Bauer. Bis März 2026 sollen die Rückmeldungen ausgewertet und in die finale Version eingearbeitet werden.
Das vollständige Interview mit Kord Michaelis und Lukas Bauer können Sie auf der Homepage der EKD lesen.
