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Missionsdirektor: Das Christentum weltweit wächst

Ulrich Schönetube ist neuer Direktor des Berliner Missionswerkes. Er glaubt, dass die schrumpfenden Kirchen in Deutschland von christlichen Kirchen im Ausland lernen können.

Von Lukas Philippi (epd-Gespräch)

Dies gelte etwa für die Finanzierung jenseits des deutschen Kirchensteuermodells, für die Mitgliederbindung und für Kirchen in einer Minderheitensituation wie etwa in Rumänien oder Tschechien, sagte Schöntube dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es lohne sich deshalb, in den Dialog mit anderen Kirchen zu treten.

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Im Gegensatz zur Lage in Deutschland wachse das Christentum weltweit, sagte Schöntube, der am 23. Juli als Nachfolger von Christof Theilemann offiziell in sein Amt eingeführt wurde: „Darunter sind ausländische Kirchen und Gemeinden, die die „gute Botschaft“ weiter auch zu uns tragen wollen, also „Mission“ betreiben.“ Sein Ziel sei es, die Impulse der ausländischen Partnerkirchen des Missionswerkes aufzunehmen. So könne das Missionswerk in den Transformationsprozessen der hiesigen Kirchen eine wichtige Rolle spielen.

Aufarbeitung der eigenen Geschichte

Das Berliner Missionswerk wurde 1824 gegründet und unterhält Beziehungen mit Partnerkirchen auf vier Kontinenten, unter anderem in Südafrika, Tansania, Indien, Taiwan, Japan, Korea und Kuba. Mit Blick auf die Geschichte des eigenen Missionswerkes sagte Schöntube, es sei wichtig, sich der postkolonialen Kritik zu stellen. Dies gelte auch für die „bis heute spürbaren Auswirkungen des Kolonialismus im Umgang mit unseren Partnerkirchen“.

Das Berliner Missionswerk setze sich mit der Zeit des Kolonialismus auseinander, sagte der promovierte Theologe. Unter anderem verwies er auf die neue Dauerausstellung „mission:reflexion“ in seinem Haus, die im vergangenen Jahr zum 200-jährigen Bestehen eröffnet wurde: „Wir durchforsten unsere Archive nach sogenannten Unrechtskontexten, klären, ob Dinge unrechtmäßig oder unter Zwang erworben wurden. Diese Aufarbeitung unserer Geschichte ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Identität“, sagte Schöntube.

Quelleepd

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5 Kommentare

  1. Offizielles Kirchenaustrittsverbot ???

    Liebe Chey: Lassen wir mal dahingestellt sein, ob die Kirchen nicht auch im westlichen Ausland – wenigstens als Minderheitskirchen- auch wachsen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß in Irland ein offizieller Austritt aus der Katholischen Kirche nicht möglich ist, wobei auch die Frage wäre was ein nichtoffizieller Kirchenaustritt wäre. Ich halte dies, auch eine sogenannte Abtrünnigkeitserklärung, in demokratischen Staaten auch für nicht durchsetzbar und wahrscheinlich für würde dies überall in demokratischen Staaten gegen Verfassungsrecht verstoßen. Es wäre schlicht ebenfalls unmenschlich und ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand offiziell in unseren Kirchen so etwas irgendwie verlauten lässt. Ausserdem sind die Menschen in Irland nach meiner Kenntnis nicht obrigkeitsverliebt und unkritisch, es müsste dann einen Sturm der Entrüstung geben und dies kann niemand, der für den Glauben votiert, für richtig halten.

  2. Frieden über Euch liebe Leute 🙂

    Amen zu dem was „EinFragender“ gesagt hat. Die Kirche sollte zu aller erst Jesus nachfolgen und ihn verkörpern. Als eine Gläubigen und seine Braut. Die auf Ihn Wartet und mit IHM lebt. Zu seiner Ehre. Er soll in unserer Mitte leben. Und in unseren Herzen. Zur BUße und zum Glauben. Nebenbei auch noch zu guten Taten dank Ihm.

    Und genau hier ist der Springende Punkt. So etwas wird nicht gemessen. Es gibt defakto kaum oder vielleicht gar keine Statistik auf der ganzen Welt die die Christen zählt. Viele „Ungläubige“ sind wie unten aufgeführt vom Kommentator einfach in einer Kirche weil sie kaum austreten können. Mit Ungläubige meine Ich einfach nur Menschen die nicht glauben. Also Wundervolle Wertvolle Menschen die nur nicht glauben also nicht abwertend. Leute 😉 Und viele „Gläubige“ sind nicht in einer Kirche.

    Denn Christ ist nicht der der in der Katholischen Kirche ist. Oder Evangelichen Kirche. Kein Jünger war in einer Kirche als Institution wie sie es heute gäbe- Und dennoch waren sie Christen. Nachfolger Jesus.

    Die Kirchen als Institution haben an Bedeutung hier in Deutschland verloren. Aber nicht Jesus. Er ist der selbe. Und es gibt heute viele Christen die in keiner Kirche organisiert sind. Sondern in Vereinen, Loosen Treffen oder manche auch (leider) alleine unterwegs.
    Es gibt sogar Menschen die Ihren Glauben an Jesus heimlich leben. Gerade in anderen Kulturkreisen hier in Deutschland mit einer Familie die offen eine andere Religion lebt.
    Da gibt es einige die heimlich Christ sind. 🙂

    Von daher: Die Lage ändert sich. Sie ist eher komplexer. Manche Dinge sind besser und manche schlechter. Aber ob es per se weniger Christen gibt das ist nicht einfach zu beantworten.
    Viele haben einfach keine Lust auf Politik in Ihrer Kirche, auf Missbrauch oder auf nervige Theologische Inhalte.
    Viel und damit meine Ich besonders viele Junge Menschen wollen Jesus wirklich kennen lernen. Und lieben Lernen 🙂

    Und das wünsche Ich auch den Großen Kirchen. Lieber eine Kirche mit 10 Menschen die in Liebe zusammen leben und Jesus ehren als eine volle Kirche in der Streit und Geld herrscht.

    Netten Abend euch. 🙂
    und Gottes Frieden.

  3. Die Kirche wächst dort, wo die Kirche Jesus Christus ist.
    Dort wo man sich den Zeitgeist anbiedert und damit unglaubwürdig wird, dort schrumpft die Kirche.

  4. Ich denke nicht, dass das ein deutsches Problem der Kirchen ist.

    Meines Wissens sind die Zahlen in nahezu allen westlichen Ländern rückläufig. Zumindest in denen, wo ein Austritt aus der Kirche erlaubt ist (ist ja interessanterweise nicht in allen westlichen Ländern möglich. In Irland waren z.B. die Austrittszahlen derart hoch nach den dortigen Missbrauchsskandalen, dass man den Austritt schlicht verboten hat; in Spanien ist er ebenfalls nicht möglich, was wohl auch mit den Verstrickungen der kath. Kirche in der Franco-Ära zu tun hat)

    „In Irland ist ein formaler Kirchenaustritt, wie er in Deutschland üblich ist, nicht möglich. Die katholische Kirche in Irland hat die Möglichkeit, einen offiziellen Austritt zu erklären, abgeschafft. Es gibt zwar eine historische Praxis, bei der Gläubige eine „Abtrünnigkeitserklärung“ abgeben konnten, aber diese wurde 2011 abgeschafft, und es wird nicht mehr im Taufregister vermerkt, wenn jemand seinen Austritt erklärt. “
    Quelle: google-KI

    Ich wage mal die These: Je demokratisch rückständiger eine Gesellschaft, desto höher die Gläubigenrate.

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