Die Neuapostolische Kirche ist nun Vollmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Es ist das Ergebnis eines langen ökumenischen Annäherungsprozesses.
Wie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) mitteilt, ist die Neuapostolische Kirche (NAK) seit dem 1. Juli 2026 Vollmitglied. Alle 20 stimmberechtigten Mitgliedskirchen hätten dem Antrag zugestimmt, heißt es. Die offizielle Aufnahme soll im September bei einer Mitgliederversammlung in Berlin gefeiert feiern.
Die Neuapostolische Kirche hatte den Antrag auf Vollmitgliedschaft im vergangenen Jahr gestellt. Mit rund 300.000 Mitgliedern gehört sie zu den größten christlichen Kirchen in Deutschland. Der ACK-Vorsitzende Christopher Easthill erklärte: „Ich freue mich sehr, dass alle Mitgliedskirchen der ACK der Aufnahme der Neuapostolischen Kirche als Vollmitglied zugestimmt haben.“ Dies sei Höhepunkt und gleichzeitig der Beginn weiterer gemeinsamer Schritte. „Wir verstehen die Vollmitgliedschaft als Ermutigung und Verpflichtung zugleich, zur versöhnten Einheit in der Vielfalt der Kirche Christi beizutragen“, sagte Apostel Arne Herrmann, Ökumenereferent der Neuapostolischen Kirche.
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland wurde 1948 gegründet. Mit der Neuapostolischen Kirche gehören ihr nun 21 Kirchen an. Weitere vier Kirchen sind Gastmitglieder. Die Neuapostolische Kirche ging im 19. Jahrhundert aus katholisch-apostolischen Gemeinden in Hamburg hervor. Kennzeichnend für die Neuapostolische Kirche sind ihre apostolische Leitungsstruktur, die Betonung der Sakramente (Taufe, Abendmahl, Versiegelung) und eine ausgeprägte Endzeiterwartung.
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