Papst Leo XIV. hat mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert. Im Mittelpunkt stand die Lage im ukrainischen Oleschky in der Region Cherson.
Papst Leo XIV hat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Das teilte der Vatikan am Freitag mit. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die humanitäre Lage in der Stadt Oleschky in der Region Cherson.
Der Papst äußerte nach Angaben des Pressesaals des Heiligen Stuhls „tiefe Besorgnis“ über die Situation vor Ort. Er forderte eine Waffenruhe, damit Lebensmittel und medizinische Hilfe die Menschen in der Stadt erreichen können. Zugleich bat er darum, der Zivilbevölkerung eine freiwillige und sichere Evakuierung zu ermöglichen.
Zu einer möglichen Reaktion Putins auf die Bitte des Papstes machte der Vatikan keine Angaben. Auch über die Dauer des Telefonats oder weitere Inhalte des Gesprächs wurde nichts bekannt.
Der Heilige Stuhl bekräftigte nach dem Gespräch seinen Einsatz für Dialog und Frieden. Konkrete Verhandlungen oder weitere Schritte wurden in der knappen Mitteilung nicht angekündigt. Oleschky liegt in der Region Cherson.
Nach Lungenoperation wieder im Vatikan
Das Telefonat fand wenige Tage nach einer Lungenoperation des Papstes statt. Am 13. Oktober wurde ihm nach Angaben des Vatikans der untere Lappen der rechten Lunge entfernt. Die während des Eingriffs vorgenommene Gewebeuntersuchung bestätigte, dass Papst Leo XIV. an Lungenkrebs leidet. Die Operation verlief demnach ohne Komplikationen.
Der Genesungsverlauf wurde anschließend als regelrecht und stetig verbessert beschrieben. Nach Kontrolluntersuchungen entließ die Gemelli-Klinik den Papst am 17. Oktober. Einen Tag später leitete Leo XIV. wieder das Angelusgebet und dankte den Menschen für ihre Gebete.
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