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EKD veröffentlicht Grundlagentext zur Bedeutung der Bibel

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat einen theologischen Grundlagentext zur Bedeutung der Bibel in kirchenleitenden Entscheidungen herausgegeben.

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Die Publikation soll laut einer Pressemitteilung der EKD „eine Anleitung zu einem verantwortlichen Gebrauch im Umgang mit der Bibel in der Kirche geben.“ Erarbeitet wurde der Text durch die Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche, Zielgruppe sollen in erster Linie Leitende innerhalb der evangelischen Kirche sein, aber auch darüber hinaus theologisch interessierte Menschen.

Im Vorwort des Textes äußerte der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: „Das Ringen um ein gemeinsames Verständnis der Bibel ist oft mühsam. Es wird für jene zur Herausforderung, die in der Kirche Verantwortung tragen: angefangen bei Kirchenältesten, Pfarrerinnen und Pfarrern über die Mitglieder in Synoden bis hin zu Kirchenleitungen. Sie alle sind herausgefordert, kirchliche Entscheidungen an der Bibel auszurichten und zugleich sachgemäß nach Maßstäben menschlicher Klugheit zu entscheiden.“
Der Text beschäftige sich mit der „der angemessenen Auslegung der Bibel unter Berücksichtigung des ‚Überlegungsgleichgewichts'“, so die Mitteilung. Man wollte Erfahrungen sowie wissenschaftliche und biblische Erkenntnisse so berücksichtigen und ins Verhältnis setzen, dass „dem Evangelium prägende und orientierende Bedeutung zukommt.“

Link: Zum EKD-Grundlagentext „Bedeutung der Bibel“

 
 

 

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3 KOMMENTARE

  1. „Bedeutung der Bibel in kirchenleitenden Entscheidungen“?
    Man kann sich ja wundern wie sehr dieses Thema zur evangelischen Kirche passt. Nur leider ist zu erwarten das man sich nicht Jesus annähern sondern sich noch weiter entfernen möchte. Dieser Jesus ist einfach zu schwierig, verlang Rückgrat, Selbstreflektion und Nächstenliebe.
    Das geht im Jahr 2021 nicht.

    Vermutlich werden jetzt manche aufschreien und sagen: Was erlaubt er sich zu sagen.
    Tatsache ist leider, das die evangelischen Kirche sich nicht wirklich christlich verhält wenn es darum geht den Menschen zu begegnen die an ein unliebsames Thema erinnern: Missbrauch
    Bei diesem Thema wird ja wirklich alles versucht um es zu ignorieren und nach Möglichkeit will man nur mit Opfern sprechen, wenn die Opfer lieb und gefügig sind. Opfer die so frech sind und ihre Meinung sagen und auf offensichtliche Defizite hinweisen, werden weggemobt bzw. es werden die Gremien einfach aufgelöst.

    Mit Jesus hat das nicht viel zu tun, sehr wohl mit der evangelischen Kirche im Jahr 2021. In der Bibel steht dazu auch einiges, aber um sie zu befolgen, muss man erst einmal anfangen sie ernst zu nehmen.

    • Nun: Das Schlagwort „Missbrauch“ ist an dieser Stelle sicher nicht das beste, aber ich gebe Ihnen im Grunde Recht. Um aber bewerten zu können, was mit dieser Bibel auslegenden Schrift anzufangen ist, müsste man es im Geist geleitet und betend durcharbeiten. Wobei Stichworte wie „Überlegungsgleichgewicht“ oder „Maßstäbe menschlicher Klugheit“ in diesem Zusammenhang sehr seltsam anmuten. Gewiss ist es richtig, beim Lesen der Bibel den Verstand zu gebrauchen. Jedoch kann unser Verstand sehr leicht getäuscht werden. Unser Bibelverständnis also nach unserem Verstand auszurichten, bzw. unserem Verstand unterzuordnen, bringt viele Probleme mit sich, deren Auswirkungen sich u.A. in den angesprochenen Missbrauchsfällen zeigen. Man muss eigentlich nicht viel verstehen, nur dass man sich Jesus beugen muss, um gerettet zu werden. Und die Ausreden sind mannigfaltig, um sich nicht vor ihm beugen zu müssen.

  2. Die Bibel legt jeder aus, nicht nur der Theologe

    Selbstverständlich darf und muss man die Bibel auslegen. Jede/jeder legt die Bibel aus, wenn er einen Text liest und sich fragt, was dieses Bibelwort wirklich für ihn bedeutet: Ebenso ist es gleichermaßen Auslegung, wenn dies unbewusst geschieht. Zweitens gilt zumeist weitgehend Meinungsgleichheit von liberal bis evangelikal, dass die Bibel (immer!) Gotteswort durch Menschenwort ist. Für mich bedeutet dies, dass alles was dort geschrieben und berichtet wird, auch Wahrheit ist. Und zwar eine Wahrheit, die der Himmel uns in Form dieses Buches der Bücher gibt. Wesentlich enthält die Heilige Schrift, neben anderen Literaturformen, die Glaubenserfahrungen aus Jahrtausenden von Moses bis in die Urgemeinde, also die Weitererzählung von Gottesbegegnungen durch die Brille des herrschenden Weltbildes. Wobei allerdings die überlieferten Schriften eigentlich einzuordnen sind wie Predigten. Sie sind formuliert, erzählt und später verschriftlicht von Menschen. Und Menschen haben, unter der Wirkung des Heiligen Geistes, sich daher für die Aufnahme von Texten in den Kanon der Bibel entschieden oder auch abgelehnt. Die Bibel ist also nicht vom Himmel gefallen und frommen Menschen von Engeln in die Feder diktiert worden. Dies nennt man – wenn ich mich als Nichttheologe hier nicht irre- Sachinspiration, d.h. es geht um Wahrheit ganz grundsätzlich, aber nicht im wörtlichen Sinne. Verbalinspiration bezeichnet sich die Annahme einer wörtlichen Wahrheit der Bibel. Dann wurde die Welt in wörtlich sechs Tagen erschaffen, Adam und Eva als erste Menschen haben das Paradies (einen Garten im Fruchtbaren Halbmond im Morgenland) verlassen und dann doch andere Menschen getroffen. Eva wurde aus der Rippe des Adam geschaffen. Außerdem ist die Welt eine Scheibe aufgrund der vier Ecken der Erde. Dabei ist die Schöpfungsgeschichte vor allem ein antikes Glaubensbekenntnis und eine in einem antiken Weltbild ausgedrückte Wahrheit. Dennoch ist unsere Paradiesferne eine Realität, der Alte Adam ist Wahrheit und der Neue Adam als Jesus Christus ebenso. Allerdings der magere und in etwas elitärer Sprache verfasste Text der Kirchenverlautbarung lässt dann das Missverständnis entstehen, hier würde der Glaube verwässert. Wahr ist auch, dass es unterschiedliche Frömmigkeitsformen gibt, etwa liberale Sichtweisen und solche die evangelikal sind. Ich selbst lehne Schubladendenken ab. Ein Christ ist Christ.

    Zudem glaube ich, dass Gott so große Barmherzigkeit und Liebe ist, sodass man sich kein Bild von ihm machen kann und die Wahrheit über ihn – soweit sie uns überhaupt gegeben zu erkennen – immer eine geistig-geistliche ist. Viele der biblischen Texte transportieren – neben einem möglichen wörtlichen Verständnis – ebenso wichtige Wahrheiten und/oder Vertrauen in Gott. Wenn Petrus über das Wasser geht, und dann doch sinkt, geht es hier um Vertrauen. Wer Jesus bzw. Gott vertraut und von ihm sogar unmögliches erwartet oder erbetet, ist wie jemand der übers Wasser geht. Vertrauen und Glauben können tatsächlich als ganz reale Kraft Wirklichkeit völlig zu verändern. Denn auch das im Neuen Testament berichtete Brotwunder darf jede/r durchaus wörtlich verstehen, weil nichts dagegen spricht dass Jesus Wunder tut. Aber es geht hier nicht nur um das äußere Wunder. Sondern das eigentliche Wunder im Wunder dieser Brotvermehrung besteht doch darin, dass alle das wenige Brot geteilt haben und das Wenige dabei viel mehr wurde. Vielleicht macht uns alles was wir teilen in Wirklichkeit reich. Ebenso die Begegnung des Abram mit Gott, sein Kampf mit dem Schöpfer bei dem seine Hüfte ausgerenkt wurde, kann ja durchaus eine ganz tiefe innere Gottesbegegnung gewesen sein. Abram heißt danach ab sofort Abraham. Jedenfalls ist diese Form einer Begegnung mit Jesus Christus auch eine solche, wie sie Saulus vor Damaskus erlebte, der ein großes Licht sah, davon zeitweise blind wurde und dann vom Mörder der Christen zum treuen Nachfolger Jesu sowie zum Apostel Paulus wurde. Wie anders kann so eine Gotteserfahrung ausgedrückt werden als mit dieser Erzählung vom hellen und warmen Licht der Liebe Gottes, wenn eigentlich jedem von uns hierfür die Sprache fehlen würde. Ähnliches erleben Menschen mit einer Nahtodeserfahrung. Diese Menschen haben nach meiner Überzeugung unaussprechliches erlebt, was es kaum ermöglicht, dafür eine Sprache und Begriffe zu finden. Fundamentalismus ist jedenfalls meiner Überzeugung nach der untaugliche Versuch, den Glauben in engen Buchstaben einzukerkern und damit zugänglicher zu machen. Leider verdinglichen manchmal auch Dogmen den Glauben. Warum sollte Jesus durch eine Jungfrauengeburt in die Welt gekommen sein, wenn Gott doch wirklicher Mensch wurde. Ein wirklicher Mensch wird von einer Frau nach den Naturgesetzen geboren. Er wird auch Eltern haben, die keine Josefsehe führten. Vielleicht war ja auch nur eine junge Frau gemeint, so scheint es doch im Urtext zu stehen. Wir setzen unsere ganze Hoffnung ja auf einen Schöpfer und Erlöser aller Menschen und des ganzen Universums, der alle Wirklichkeit umfasst und dessen Gedanken alles haben entstehen lassen. Also auch bei Moses auf dem Berg Sinai kann es furchtbar geblitzt haben, weil Gott alles möglich ist. Aber ein Gott der mir in meiner Seele begegnet, ist ebenso unfassbar.

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