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Neuer Podcast: Hass gegen Juden – bei uns?

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, hat eine neue Podcastreihe gestartet. Er sagt: „Der Hass auf Jüdinnen und Juden in Deutschland ist real.“

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland ist auf einem Höchststand. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Bundeskriminalamts hervor, wie dessen Präsident Holger Münch zusammen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser gestern bekannt gab. „Darüber muss gesprochen werden. Denn der Hass auf Jüdinnen und Juden in Deutschland ist real“, sagt Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus.

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Unter dem Titel „Hass gegen Juden – bei uns?! Eine Gesprächsreihe zu jüdischer Gegenwart in Deutschland“ hat Klein eine neue Podcastreihe gestartet. „Antisemitismus hat viele Gesichter. Je nachdem, woher er kommt – von rechts, von links oder aus dem Islamismus, zeigt er sich anders. Genau darüber möchte ich mit den Gästen meiner neuen Podcastreihe sprechen und zugleich konkrete Herausforderungen, Ursachen und Möglichkeiten der Bekämpfung von Antisemitismus diskutieren“, wird Klein in einer Pressemitteilung zitiert.

Jede der zunächst fünf angesetzten Folgen soll einen anderen Schwerpunkt haben und eine bestimmte Erscheinungsform von Antisemitismus in den Fokus nehmen. Den Auftakt macht der Bestsellerautor und Jurist Michel Friedman. „Jeder rassistische Hass, den wir zulassen, ist ein Hass auf die Demokratie“, sagt er in dem Gespräch mit Felix Klein, das sich um den Zusammenhang von Antisemitismus und Rechtsextremismus dreht.

19 Kommentare

  1. Der Holocaust – Wo war Gott? Ein sehr gutes Buch, um die biblische Perspektive dazu erkennen zu können. Autor ist Arthur Katz, ein amerikanischer Jude, der den Herrn Jesus finden durfte.
    Je mehr sich die Menschen, aber auch die Christen von Gott entfernen, um so schneller entwickelt sich der Antisemitismus. Da werden dann ganz schnell der biblische Johannes und der Apostel Paulus zu Antisemiten.
    Wenn wir die biblische Wahrheit den Menschen (Juden und Heiden) vorenthalten, ist das ein Drama.

    • Katz war geborener Jude. Er wurde später Christ (war also kein Jude mehr).

      Und seine Thesen kann man auch sehr kritisch sehen.

      Ich habe einige Bücher von Juden über die Shoah gelesen, wo sie auch nach einem Grund suchten. Und zu sehr verschiedenen Antworten kamen, oft auch zu keiner Antwort.

      Ich denke nicht, dass dieser Grund bei den Opfern, den Juden, zu suchen ist sondern bei den Tätern. Denk mal darüber nach.

      • Gottes Wort ist auch und gerade für Israel das Kursbuch!
        „Das Lied des Mose“ 5.Mose 32 sehr interessant
        3. Mose 26
        Gottes Wort gibt uns Antwort auf alle Fragen – ein Wunder!

        • Ich denke, die Juden kennen Ihre Tora und brauchen dafür keine Christen, die sie ihnen erklären.

          Und dann noch aus Opfern Schuldige machen.

  2. Der Holocaust bedeutet Unfassbares, unfassbares Leid, ja, das Gräulichste, was Menschen sich ausdenken können, um andere Menschen in die Hölle zu schicken. Aber er bedeutet nicht, dass man sich nie mehr zu entschuldigen braucht. Auch Frauen und Männer die Unsägliches erlitten haben, können irren.

        • Kann ich. „selbst die Deutschen“ heisst nach normalen Sprachgebrauch “ alle Deutschen“.

          Vielleicht liegt es ja an deinem Schreiben (oder Denken)

  3. „Hass gegen Juden bei uns ? Warum dieses Fragezeichen, ein Ausrufezeichen wäre treffender gewesen.
    Aber richtig erkannt, der Hass kommt aus der linken, der rechten und ganz sicher aus der islamischen Ecke.
    Unsere muslimischen Mitbürger bekommen den Antisemitismus sozusagen mit der Muttermilch mitgeliefert und ich vermute, unsere Erinnerungskultur und Staatsräson interessiert sie reichlich wenig ! Erschreckend, dass Muslime weltweit und nicht nur im Nahen Osten das Massaker der Hamas bejubelt haben.
    Wundern tu ich mich schon seit Jahren, dass die meisten Leute zwar die irrationale Dimension des Judenhasses erahnen, aber die geistliche dahinter nicht wirklich verstehen. Der Hass auf das „alte Bundesvolk“ ist eigentlich gegen Gott selbst gerichtet und wen wunderts, dass die Christen weltweit die am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft ist, auch das „neue Bundesvolk“ kommt nicht ungschoren davon.
    Ich unterstelle, dass „Präventionsarbeit“ die nur auf moralischen und humanistischen Fundamenten aufbaut, nicht den Kern der Sache trifft und ins Leere läuft !

    • links, rechts und islamisch.

      Leider keine abschließende Aufzählung.

      Der Antisemitismus kam und kommt auch immer noch aus der christlichen Ecke.

      Aus der atheistischen auch.

      Und auch aus der guten bürgerlichen Mitte.

      Er ist universell und weit verbreitet.

      > Erschreckend, dass Muslime weltweit und nicht nur im Nahen Osten das Massaker der Hamas bejubelt haben.
      Aber nicht überraschend. Schließlich hat die Hamas nach dem Massaker nicht zum Kampf gegen Israel aufgerufen sondern zum Angriff auf die Juden weltweit. Denn darum geht es ihr. Das sollten diejenigen vielleicht mal bedenken, die jetzt so -oft ebenfalls mit antisemitischen Tönen- für die Palästinenser eintreten.

      • Ja, das ist so. Man sollte aber den korrupten Netanjahu mit seiner ultrareligiösen Clique nicht vergessen. Netanjahu denkt nur an sein politisches Überleben, nicht an sein Volk.

      • Keine Nation ist hassenswert. Keine, nie, nimmer. Selbst die Deutschen dürfen, vielleicht, eines Tages mit der Gnade der Vergebung rechnen. Vielleicht, denn wer könnte einen Holocaust verzeihen? Den Unverzeihlichen.

        • Nun, ich bin Deutscher. Ich sehe aber nicht, warum ich Gnade oder Vergebung bezüglich des Holocaust brauche. Oder wer mir ihn verzeihen sollte.

          Mein Großvater wurde in einem KZ ermordet. Mein anderer Großvater saß zeitweilig aus politischen Gründen im Gefängnis. Bin ich und meine Familie dadurch vielleicht gar keine Deutschen? Bin ich jetzt davon nicht betroffen? Warum nicht, ich bin Deutscher und ich bin nicht mein Großvater. Ein Enkel eines Täters ist aber auch nicht sein Großvater.

          Erklär’s mir bitte, wo ich als Deutscher hier Vergebung brauche.

          Die Shoah muss Mahnung sein. Und auch heute noch kann man sich mit Leugnung oder gar Gutheißen mitschuldig machen. Aber Deine Pauschalierung solltest Du mal überdenken.

          Viele Opfer der Shoah waren Deutsche. Oder waren die Juden in Deutschland auch keine Deutschen? So begibt man sich eher in die nationalsozialistische Denkweise. Leider an beiden Rändern nicht ganz selten.

          PS. Zum anderen post: Bezüglich Netanjahu sind wir einer Meinung

          • Der zweite Eintrag war allgemein. Nicht direkt an sie. Hatte mich beim Abschicken vertan.

            • Ich hatte ihn auch allgemein aufgefasst.

              Und eben die Allgemeinheit ist das, dem ich widerspreche

          • Vergebung, Gerechtigkeit und Erlösung sind himmlische Themen

            Hallo Chey: Es gibt neben erfreulicherweise viel Wahrheit zumindest hier in den Kommentaren Deutungsprobleme. Ich bin kein Nazi-Heilrufer gewesen, dazu müsste ich noch viel älter sein. Aber auch kein Anhänger rechtsradikaler Ideen. Also muss ich mich nicht entschuldigen. Dies wird dann von keinem so gefordert. Was aber unbedingt nicht kommen darf, wäre die Erinnerungen und Geschehnisse des Dritten Reiches und die ganze Genese dieses absolut grausamen Geschehens zu vergessen: Somit ist jede Schluss-Strich-Idee unter diesem Thema, wie es leider auch bei der AfD sehr anklingt, daher absolut falsch. Noch gibt es überlebende Zeugen, die in Schulen gehen und öffentlich berichten, wie jüdische Menschen und andere an die Diktatur unangepasste Leute verfolgt und meist ermordet wurden. Damit dies aber niemehr in Zukunft geschieht ist Erinnerungskultur Pflicht. Vergeben darf jeder jedem. Wäre ich ein KZ-Insasse gewesen, ist meine Vergebung (logischerweise an noch lebende Täter) eine hohe ethische Haltung. Solche Leute hat es immer gegeben. Es hat auch schon Eltern gegeben, die dem Mörder ihres Kindes vergeben haben. Mit Vergebung sagt und meint niemand, das Unrecht sei doch eigentlich nicht so schlimm gewesen. Sogar der Papst Johannes Paul II hat seinen Attentäter im Gefängnis besucht und ihm vergeben. Dies muss auf den Täter großen Eindruck gemacht haben und nach meiner Einschätzung lag dies schwerer auf dessen Gewissen, als wenn der Besucher ihn nicht besucht und stattdessen gehasst hätte. Grundsätzlich kann Hass und Hetze nicht wie der Teufel mit dem Belzebub bekämpft werden – sprich: Ich sollte mich nicht auf eine solche untere Ebene/Niveau begeben.

            Aber gegen jeden Hass und alle Hetze muss kathegorisch vorgegangen werden. Toleranz gegen Intolerante macht sie noch intoleranter und gibt ihnen nachträglich recht. Die juristische Verfolgung von Menschen, die gegen alles kämpfen was uns ein Werten immer noch heilig ist, hat mit Vergebung oder Nichtvergebung nicht das geringste zu tun. Hier geht es um Gerechtigkeit.

            • Das sehe ich genauso.

              Wie ich inzwischen ja auch etwas umfangreicher erklärt habe, ging es mir um die Pauschalierung ‚die Deutschen‘.

              Und da muss man aufpassen, dass man da nicht plötzlich auch Opfer (oder Unbeteiligte) zu Tätern macht. Oder eben Menschen damit indirekt ihr Deutschsein abspricht. Denn auch viele Opfer der Nazis waren nun Mal Deutsche.

              Wer allerdings heute z.B. SS oder Shoah verharmlost oder SA-Sprüche wieder gesellschaftsfähig machen will (um mal auf aktuelle Fälle einzugehen), der macht sich auch noch als Spätgeborener an den damaligen Verbrechen schuldig.

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