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Pfarrer: „Es braucht den Gottesdienst, um Gott einen Platz im Alltag einzuräumen“

Die Theologin Hanna Jacobs sprach sich kürzlich für die Abschaffung des Sonntagmorgengottesdienstes aus. Der Theologe Justus Geilhufe hat darauf mit einem Plädoyer für die „Feier des Sonntagmorgens“ reagiert.

Der traditionelle Sonntagsgottesdienst sollte nach Ansicht des sächsischen Pfarrers Justus Geilhufe auch in Zukunft selbstverständlicher Teil des kirchlichen Lebens sein. «Hinter der Feier dieses Sonntagmorgens steht mehr als Konservativismus und Traditionsbewusstsein», schreibt Geilhufe in einem Gastbeitrag für das evangelische Online-Portal «chrismon.de» (Freitag). Der 34-jährige Geilhufe ist Gemeindepfarrer in Freiberg.

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Er reagierte damit auf einen Gastbeitrag der Theologin Hanna Jacobs (wir berichteten) in der «Zeit»-Beilage «Christ und Welt». Jacobs hatte sich dafür ausgesprochen, auf den klassischen Sonntagsgottesdienst zu verzichten und stattdessen andere Gottesdienstformen anzubieten. Der Sonntagsgottesdienst sei vom Aussterben bedroht, da ohnehin nur gut zwei Prozent der evangelischen Kirchenmitglieder sonntags in die Kirche gehen.

Geilhufe: „Jeder Teil des lutherischen Gottesdienstes ist dann die Verkündigung dieses Wunders“

Es brauche den Gottesdienst, um Gott einen Platz im Alltag einzuräumen, schreibt Geilhufe und spricht davon, dass der Gottesdienst den Alltag verändern könne. Der Gottesdienst in seiner gewachsenen Gestalt verweise auf Jesus Christus. Recht verstanden sei diese Tradition «nicht hohl, sondern sehr lebendig». Die Gemeinde komme traditionellerweise sonntags früh zum liturgischen Gottesdienst zusammen, weil das der Tag Jesu Auferstehung sei. «Jeder Teil des lutherischen Gottesdienstes ist dann die Verkündigung dieses Wunders.»

Geilhufe schreibt, nach seiner Beobachtung leuchte auch kirchenfernen Menschen ein, dass es den Sonntagsgottesdienst in seiner alten Form gebe. Was es aber offenbar brauche, sei ein «neues Hineinführen und Erklären der Form».

Hier finden Sie den gesamten Beitrag.

Quelleepd

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11 Kommentare

  1. Dem Pfarrer ist auf jeden Fall zuzustimmen, dass Gott seinen festen Platz am Sonntagmorgen braucht. Irgendwo würde doch dieser Gesellschaft etwas fehlen, wenn Gott nun völlig ausgeklammert würde!! Und sehr gut ist er in Gottesdiensten/Messen am Sonntagmorgen zu erfahren (aber nicht nur da). Das ist doch irgendwo auch ein Symbol. Werde mich übrigens aller Voraussicht nach morgen früh wieder auf den Weg dorthin machen…

  2. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche wichtig ist!
    Eine Freikirche ist vielleicht lebendiger, ja.
    Aber, es braucht tatsächlich den Gottesdienst!!!!
    Egal in welcher Kirche!

    Gott lebt auch in der evangelischen Kirche!
    Nur eben etwas ruhiger und zentrierter.
    Die Botschaft kommt sehr deutlich rüber….

    Der heilige Geist spricht immer durch den Pastor….und es ist auch in evangelischen Gemeinden für jeden etwas dabei!
    Gott braucht seinen Platz -ja!!!

    Und jeder Mensch ist Anders und nimmt Kirche, Glauben, eine Predigt, den heiligen Geist anders wahr!

    Jesus liebt jeden Menschen!!!!

    Nicht nur Freikirchen….
    Jesus liebt jeden Menschen, der sein Wort hören will!

    Und ein Abendmahl ist das Anteilnehmen an Jesus selbst.
    Auch in der evangelischen Gemeinde.
    Ich finde es schön, dass es so viele unterschiedliche Gemeinden und Kirchen gibt!
    Da findet jeder seinen Platz im Reich Gottes!
    DENN wir sind Alle Kinder Gottes!

    Ich denke Gott sieht unsere Herzen!
    Nur ER!

    Und er weiß sicher um leere Kirchenbänke in der evangelischen Gemeinde.

    Und doch freut ER sich über Jeden Einzelnen der kommt!

    Und Übrigens: Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst gibt es auch in der evangelischen Kirche!!!!!

    Auch ein Austausch!
    Nur sind natürlich dann nicht allzuviele Leute dort.

    Aber auch jeder „Freikirchler“ darf den Unterschied machen, wenn ER möchte!
    So könnte sich dann auch in evangelischen Gemeinden etwas ändern..

    Aber wenn jeder nur von seiner Gemeinde überzeugt ist…und die andere Form anklagt…kann das nichts werden.

    Freundliche Worte richten auf…und man sollte den Anderen so stehen lassen und akzeptieren wie er ist.

    Gott hat den Plan!
    Und die Übersicht….

    liebe Grüße
    Meike
    ich liebe Jesus, auch in der evangelischen Kirche!

    • Stellt sich nur die Frage, ob ein Gottesdienst denn immer nur oder überhaupt den Mustern der üblichen Gottesdienst-Events entsprechen muss. Gottesdienste können auch völlig anders aussehen.

  3. „feministisch-theologische Lesekreis“ Wenn ich das schon lese, weiß ich, woher der Wind pfeift – aus dem lesbisch-woken Lager. Der macht auch vor Pfarrerinnen nicht halt und sie sind wahrcheinlich auch noch stolz drauf.
    Nein, in der Gemeinde, im Gottesdienst muss Gottes unverfälschtes Wort verkündigt werden, nicht mehr und nicht weniger.
    Das Abendmahl sollte nicht mit einer Weinprobe verwechselt werden, ich glaube, ich höre da solche Ideen aus dem ehrlich gesagt unbiblischen Vorschlägen der Pfarrerin raus. Es ist grotesk, dass eine Person plötzlich aus irgendeiner Versenkung auftaucht und HalliGalli machen will.
    Ich gehe in die Freie evangelische Kirche, war vorher in der Calvary Chapel, dort sind sehr viele junge Leute, Familien und dort habe ich mich als „Alte“ etwas einsam gefühlt, aber durch eine Trauerfeier in der FeG habe ich viele Menschen in meinem Alter getroffen, mit denen Gemeinschaft möglich ist.
    Nach dem Gottesdienst findet immer ein Kaffeetrinken statt und die Predigt ist auch oft Bestandteil der Gespräche.
    In diesem Sinne: Sonntagmorgen ist Gottesdienstzeit und das soll auch so bleiben.
    Und PfarrerInnen vor leeren Kirchenbänken sollten ihre Verkündigung überprüfen, wen oder was stellen sie in den Mittelpunkt ihrer Predigt? Haben sie den Heiligen Geist, der sie führt und leitet? Oder den Zeitgeist?

    • „Und PfarrerInnen vor leeren Kirchenbänken sollten ihre Verkündigung überprüfen, wen oder was stellen sie in den Mittelpunkt ihrer Predigt? Haben sie den Heiligen Geist, der sie führt und leitet? Oder den Zeitgeist?“

      Vorsicht, bitte! Das suggeriert: Wer viele Besucher hat, der spricht Gottes Wort. Wer wenige Besucher hat, der nicht. Wer die meisten Besucher hat, der verkündet das Evangelium „am besten“? So simpel ist es zum Glück nicht. Gott ist größer. Der Geist weht, wo er will. Und wo zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind, da ist er mitten unter ihnen. Oder etwa nicht? 😉

  4. „Es brauche den Gottesdienst, um Gott einen Platz im Alltag einzuräumen, schreibt Geilhufe …“
    Also, wenn man dazu einen Gottesdienst braucht, sollte man sich überlegen, welche Qualität der eigene Glaube hat. Hoffentlich doch nicht nur ein Event-Glaube, oder?

    • Diese Aussage hat mich ehrlich gesagt auch schockiert. Gott ist der Schöpfer der Welt und ICH soll ihm einen Platz einräumen???
      Irgendwie verstehen viele die Macht und Herrlichkeit unseres Gott und Vaters nicht, der Heilige Geist ist irgendwie etwas Unbestimmtes, er lebt bestimmt nicht in den wiedergeborenen Christen – doch, tut er, er lebt in mir!
      Und Jesus Christug, der Sohn Gottes, ist für meine Sünden und Schandtaten am Kreuz gestorben – Halleluja!
      Das muss im Mittelpunkt der Verkündigung stehen und nicht die Ansage einer Weinprobe – es schüttelt mich grad…

      • Ich finde die Aussage hingegen sehr richtig.

        Der Alltag ist doch oft sehr bestimmend. Da sich ganz bewusst bestimmte Zeiten für das bewusste Zusammensein mit Gott zu reservieren halte ich für sehr sinnvoll und hilfreich.

        Das heißt ja nicht, dass man sonst ohne Gott unterwegs ist.

        • Sonntag ist eigentlich nicht Alltag, oder? Doch, dieses Zitat impliziert, dass man sonst Gott keinen Platz im Alltag einräumt.

          • Es kommt ja noch ein Satzteil danach, den ich so verstehe, dass Gottesdienst eben ausstrahlt in die ganze Woche des Alltags.

            Und ist nicht Sonntag oft schon (zumindest teilweise) Alltag für viele, auch Christen?

            Vielleicht ist es aber auch meine derzeitige persönliche Erfahrung, die hier zu einer anderen Sichtweise führt. Ich habe vor gar nicht mal so langer Zeit diese regelmäßige gemeinschaftliche sonntägliche Besinnung auf Gott wieder gefunden. Und merke eben, das bei mir genau das passiert: Es strahlt in meinen Alltag aus. Und genauso verstehe ich ihn.

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