- Werbung -

„Bin begeistert“: Ministerpräsident Kretschmann lobt Bibelgesellschaft

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat bei einem Besuch die Arbeit der Deutschen Bibelgesellschaft gewürdigt. Sein Appell: „Machen sie weiter so!“

Im Mittelpunkt des Besuchs des Ministerpräsidenten bei der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart stand die Vorstellung der Arbeitsfelder Bibelübersetzung, Bibelverbreitung und Bibelbegegnung, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Bibelgesellschaft. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die wissenschaftlichen Bibel-Ausgaben in den Ursprachen Hebräisch und Griechisch. Daneben wurde die „Einfach Bibel“ vorgestellt, eine neue Bibel-Ausgabe in einfacher Sprache. Sie richtet sich besonders an Jugendliche, die auf einen barrierearmen Zugang zu biblischen Texten angewiesen sind.

- Werbung -

„Die Bibel ist das meistübersetzte, meistgedruckte, meistverlegte und hoffentlich meistgelesene Buch der Geschichte“, so Kretschmann. Die Bibelgesellschaften hätten daran einen wesentlichen Anteil. „Sie machen die Bibel immer wieder neuen Generationen zugänglich und öffnen damit unzähligen Leserinnen und Lesern sowie Hörerinnen und Hörern den Zugang zu Gottes Wort.[…] „Ich bin begeistert und angetan von Ihrer Arbeit, machen Sie weiter so!“

Ebenfalls am Mittwoch besuchte Kretschmann auch das Katholische Bibelwerk.

Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart ist eine eigenständige Stiftung. Sie übersetzt die biblischen Schriften und entwickelt und verbreitet Bibelausgaben. Zusammen mit der EKD gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1483-1546) heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel.

NEWS & Themen

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?

NEWSLETTER

BLICKPUNKT - unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

13 Kommentare

  1. Antwort an Chey

    Antwort an Chey: Das Gebot „du sollst nicht töten“ in der Bibel differenziert nicht juristisch, was dies aber genau heute bedeuten würde. Denn nach damaligem Verständnis wird nicht zwischen dem Töten und Morden unterschieden. Das mag ein Jahrtausend später anders gewesen sein, aber nicht zur Zeit als Moses den Gottesberg bestieg und auch die anderen ethnischen Gruppen im Umfeld ähnliche Gesetze grobkörnig in Stein meißelten. Die überaus große jüdische Literatur und die vielen Ritualgesetze bestanden noch nicht auf dem langen Marsch in das Gelobe Land.

    Schwierig wird allerdings die Angelegenheit im Alten Testament aber dadurch, daß die Autoren der Überlieferung dieser Bibeltexte in großen Zusammenhängen die Überzeugung vertraten, die damaligen Kriege im Alten Testament seien die Kriege Gottes gewesen. Da muss man leider alttestamentarische Texte als (gute) Propagandareden für den Glauben an den einen Gott verstehen, also eher als Predigten, die immer auch menschliche Meinung und Absichten beinhalten. Das wissen alle Theologen, die deshalb keinerlei Ketzer sind. Denn wir glauben ja nicht, daß die Bibel von Engeln geschrieben wurde, sondern menschliche Überlieferung ist, in der Glaubensüberlieferung und Gotteserfahrung verarbeitet wird.
    Krieg ist mit allem was Jesus lehrte, letztlich sogar beim Verzicht sich gegen seine Kreuzigung zu wehren, nicht vereinbar. Insbesondere nicht mit der Feindesliebe. Die Auslegung der christlichen Bibel erfolgt vom Neuen Testament her und von Jesus. Auch die Ev. Kirche hat nach dem Zweiten. Weltkrieg bekannt, daß Kriege gegen den Willen Gottes Sünde sind und damit auch ihr Mitversagen ebenso im Dritten Reich begründet. Dass in den Ritualgesetzen des Judentums andere Strafen für Mord und Totschlag bestehen, begründet keine christliche Argumentation. Allerdings wird heute in einem juristischen Sinne in Kriegen durchaus nicht immer gemordet, unterstellt man daß im Kriege sich Menschen verteidigen. Aber alle kriegerischen Handlungen sind zutiefst gewaltsam und überzeugte Soldaten wollen nicht töten oder morden, sondern nur den Krieg verhindern.

    Wieso angeblich im Bibelbericht über das Apostelkonzil n i c h t berichtet wird, daß die Heidenchristen an die Speisegebote der Judenchristen nicht gebunden sind, erschließt sich mir nicht. Das steht da durchaus eindeutig und ist theologisch so bekannt wie das Amen in den Kirchen. Das kannst du jederzeit nachlesen oder die KI in deinem PC befragen.

    Nach einer sehr übereinstimmenden Überzeugung sind Katholiken und Evangelische auch der Überzeugung, dass das Leben von Anfang an heilig ist. Allerdings ist auch das Leben der Mutter genauso schützenswert wie das Leben des Ungeborenen und so kann dies eine medizinisch-ethische Abwägung zwischen dem Leben der Mutter und des ungeborenen Kindes werden. Zu weiteren Äußerungen sei aber gesagt, daß Christinnen und Christen nur selten ihr Privatevangelium schreiben, sondern in hohem Maße hier eine eigene Meinung haben. Belegt auch dadurch, daß es viele Kirchen und Konfessionen gibt, weil eben die Bandbreite christlicher Überzeugung durchaus breit ist. Die Frage was christlich relevant und damit gewissermaßen Kernbotschaft, ist einfach: Jesus fasst den Glauben zusammen Gott zu lieben, den Nächsten und sich selbst. Auch daß die Liebe Vorrang hat vor Glaube und Hoffnung. Christ:innen glauben an die Überlieferungen der Glaubens- und Gotteserfahrungen aus Jahrtausenden. Aber es scheint mir richtig zu sein, was mir eine alte Lehrerin einmal sehr eindeutig sagte, daß es privat so so viele Gottesbilder gibt wie Christen. Unser christlicher Glaube ist im Prinzip keine widerspruchsfreie und wissenschaftliche Erklärung der Welt, sondern Vertrauen in einen Gott, der geistige Realität ist und sich wie hier die Unendlichkeit und das Universum in tiefsten Inneren keinesfalls erklären lässt. Die Sinnhaftigkeit, daß Gott Mensch werden muß, ergibt sich hieraus, daß er uns nur als Mensch und Menschensohn begegnen kann. In Jesus begegnet sich quasi die zwei Ebenen aller Wirklichkeit, jene in Raum und Zeit durch den Menschensohn Jesus als die diesseitige Wirklichkeit (auch der Physik), sowie einer ewigen geistigen Wirklichkeit in Gott.

    • Du widersprichst dir selbst:

      Einerseits „Denn nach damaligem Verständnis wird nicht zwischen dem Töten und Morden unterschieden.“

      Andererseits: „Dass in den Ritualgesetzen des Judentums andere Strafen für Mord und Totschlag bestehen,“

      Es geht ja noch weiter. z.b. war das Töten von Sklaven und Kindern unter bestimmten Bedingungen legitim

      An diesem Recht hat Jesus kein Jota geändert und Paulus hat sich ausdrücklich zum weltlichen Recht bekannt.

      Zu Speisegeboten komme ich gleich, denn Zitieren mit Handy ist schwierig

    • Apostelgeschichte 15, 19ff

      Elberfelder Bibel
      19 Deshalb urteile ich, man solle die, welche sich von den Nationen zu Gott bekehren, nicht beunruhigen, 20 sondern ihnen schreiben, dass sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut. 

      1.Satz: Die Regeln sind explizit an die Heidenchristen geregelt.

      Diese dürfen kein Götzenfleisch essen, nichts ersticktes und nichts mit Blut.

      Kurzum: Natürlich gibt es strikte Speisevorschriften für Heidenchristen. Und die Apostelkonferenz fand nach Jesus Tod, also in Kenntnis all seiner Aussagen statt.

      Daran halten dich nur eben viele Christen nicht.

      Vertrau einfach weniger der KI oder dem, was du in Kirchen immer mal so hörst. Einfach selbst mal nachlesen ist der bessere Weg.

    • 62 % der katholischen Christen und 75 % der evangelischen Christen sind für eine Legalisierung von Abbrüchen in den ersten 12 Wochen:
      Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen 2024| Statista https://share.google/qoaLZAkpry9l4k7fD

      Das sind Fakten.

      > Nach einer sehr übereinstimmenden Überzeugung sind Katholiken und Evangelische auch der Überzeugung, dass das Leben von Anfang an heilig ist.

      Wie erklärst du dir diesen Widerspruch? Und woher kommt denn diese deine Aussage?

      • Moin Chey,
        zu „62 % der katholischen Christen und 75 % der evangelischen Christen …“
        Klasse Framingsversuch, gratuliere!

        Nur 1.002 Befragte!
        Keine Anzahlen, nur % (vielleicht waren es zB nur 50 Evangelen oder nur 20 BSW Anhaenger, daraus eine % Statistik fuer ganz D zu machen, ist – sagen wir mal – ambitioniert)
        Also fragliche Repraesentanz?
        Genaues Prozedere verbirgt sich hinter Paywall …

        Als Umfrage-Quelle werden N-TV und RTL genannt … Sind die polit. neutral (vgl Corona, Umwelt, Energiewende, …)?
        uamr.de/wem-gehoert-n-tv/

        Bei ethisch/moralischen Umfragen kommt es seehr auf die genaue Fragestellung an.
        Ohne den Fragewortlaut zu kennen, scheint mir das kaum ein plausibles Umfrageergebnis bezueglich Abtreibungslegalisierung zu sein.
        Anekdot. Evidenz: Aus einem Gespraechskreis weiss ich selber, wie unklar die exakte Rechtssituation fuer viele/die meisten? Buerger ist.

        Fazit: kleine Umfrage-Stichprobe, keine Detailinformationen barrierefrei erhaeltlich, Aufklaerungsabsicht oder Lobbyismus (Nov.24)? Cui bono? Eher Infotainment, als wasserdichte statistische Evidenz …

        LG Joerg

        • Die Umfragegrösse ist völlig ausreichend. Das Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen des ZDF hat z.b. eine nur leicht höhere Zahl. Die Fehlerquote liegt bei dieser Grösse bei 2-3 %, was an dem Ergebnis nichts wesentliches ändert.

          Statista gilt als neutral, was bei solchen Fragestellungen wichtig ist.

          Kann es sein, dass dir schlicht nur das Ergebnis nicht passt?

          • Moin Chey,

            die Umfragegroesse ist ausreichend, wenn sie repraesentativ gemacht wurde und auch das Wording der Fragestellung passt. Beides habe ich mangels besserer Infos in Frage gestellt. Hast du dazu Erkenntnisse/Quellen?

            Also dein Argument, weil ANDERE Expertenumfragen (FG Wahlen) bei dieser Stichprobengroesse gut funktionieren, ist hier nicht anwendbar, weil nicht klar/barrierefrei nachpruefbar ist, ob bei dieser Abtreibungslegalisierungs-Umfrage aehnlich kompetent vorgegangen wurde!

            Die allgemeine Gueltigkeit dieser Umfrage ist – fuer mich – deshalb anzuzweifeln, unabhaengig davon, ob es mir passt oder nicht.

            LG Joerg

            • Prima, Chey,

              das ist eine wesentlich bessere Umfrage👍
              bmfsfj.de/resource/blob/246478/9b685f150c5734ef76efa909234f9285/umfrage-reproduktive-selbstbestimmung-data.pdf
              Hast du sie gelesen oder nur ergoogelt?

              Da sind interessante Fragen und Antworten dabei. zB:
              S.39 „Erhalten Schwangere, die einen Abbruch wollen, nicht die Versorgung, die sie benoetigen?“
              Katholisch: nur 36,8% meinen, es reicht nicht
              Evangelisch: nur 44% meinen, es reicht nicht

              Aber auch, dass deutliche Mehrheiten finden, dass es nicht rechtswidrig sein sollte (aktuelle Loesung), nach einer Beratung abzutreiben (S.43).
              Klar, dass auch die Mehrheit dafuer ist, dass die Allgemeinheit (Krankenkassen) dafuer bezahlen soll (S.35).

              Als dtsch Buerger muss ich mich dem beugen. Als Christ finde ich diese Mehrheitsmeinungen trotzdem falsch.
              Es krankt daran, dass die Ungeborenen in einer Demokratie nicht abstimmen koennen. Die Lobby der Ungeborenen schwindet in einer Gesellschaft, in der das ICH auf dem Lebensthron sitz und keine Ehrfurcht vor Gott herrscht.
              Die Ungeborenen sind die Entrechteten, Schutzbeduerftigen, Armen, zu denen Gott sich stellt, daran glaube ich.
              Am Ende kommt Gerechtigkeit!

              LG Joerg

            • Natürlich habe ich sie gelesen, zumal der Punkt, um den es hier geht, eher gegen Ende kommt.

              >Als dtsch Buerger muss ich mich dem beugen. Als Christ finde ich diese Mehrheitsmeinungen trotzdem falsch.

              Es wäre nett , wenn sich die Politik diesem Mehrheitswillen beugen würde, zumal dieser alles andere als knapp ist. Weil sie ja Bürgerwillen umsetzen sollen.

              Von dir als Bürger erwarte ich das nicht. Und natürlich kannst du das falsch finden und auch dagegen argumentieren und auch agieren. Denn Demokratie bedeutet ja nicht, dass Minderheiten zu schweigen haben.

              Ich erwarte nur, dass zur Kenntnis genommen wird, was die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung und auch unter Christen ist. Das wird ja gern bestritten.

              Politik muss kurzfristig nicht dem Mehrheitswillen folgen. Wenn sie es aber auch langfristig nicht tut, führt das zu Staatsverdrossenheit.

              Das muss ich beim Thema Migration akzeptieren und Abtreibungsgegner eben beim Thema Abtreibung.

  2. Christinnen und Christen brauchen Glaubenswissen

    Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat bei einem Besuch die Arbeit der Deutschen Bibelgesellschaft gewürdigt: „Machen sie weiter so“!
    Es geht beim Glauben vorallem um die Liebe zu Gott, dem Nächsten und auch sich selbst. Sodann ist Glauben ja nicht nur eine Lehre, oder ein Für-wahrhalten von Glaubensüberzeugungen (also mehr als nur Meinung): DOCH DEUTLICH MEHR „GLAUBENSWISSEN“ HALTE ICH FÜR SINNVOLL. Trotzdem dies derzeit kein großer Trend ist, gilt immer noch eine Erfahrung aus vielen Jahrzehnten: Eher fragwürdige Glaubensgemeinschaften (ich benutze nicht gerne das Wort Sekte) haben immer schon Zulauf gehabt, weil Menschen mit Negativ-Erlebnissen mit ihrer eigenen Gemeinde, auch ihrer Kirche, oder wegen dem religiösen Routinebetrieb, sich haben abwerben lassen. Ich führe dies auch zurück auf einen Mangel an Wissen. Die Sektierer oder Esoteriker sind dagegen gut informiert, aber oft auch mit sachlichen Falsch- und Fehlmeldungen unterwegs. Handwerkszeug dagegen sind nicht nur eigene Bibelkenntnisse, sondern auch vertieftes Wissen. Gute theologische Bücher sind dann gut, wenn sie verständlich bleiben. Früher gab es die Stundenbücher, die sich Themen widmeten und auch vermittelten, dass theologisches Denken keinerlei Hexenwerk ist. Erbauliche christliche Literatur zu lesen ist sicher beglückend. Aber ein wenig über biblische Zusammenhänge zu wissen, ebenfalls sinnstiftend.

    Oft besteht hierzu aber keine Bereitschaft oder sogar Leidenschaft, sich (solide) Kenntnisse anzueignen. Da denke ich an ein kürzliches Erlebnis mit einer mir gut bekannten älteren Dame, die im Museum entsetzt war über die Dokumentation über das Werden des Menschen. Sie: „Aber ich glaube doch, daß die ersten Menschen Adam und Eva waren“! Dabei sind manche Antworten auch einfach und da müssen auch die Antwortgeber nicht verunsichert sein. Bei der ganzen Schöpfungsgeschichte handelt es sich um eine Art Antikes Glaubensbekenntnis, welches zugleich auch ein guter Schöpfungshymnus ist. Dabei ist nicht unlogisch, daß diese Texte von der Erschaffung des Menschen bis zum Turmbau zu Babel durchaus sehr prägnant Gottes Wort ist. Man muss nur die Texte auslegen und wissen, daß es auch lehrreiche Geschichten gibt, ebenso Psalmen eigentlich Gesänge waren und die 10 Gebote als Moses auf den Gottesberg stieg, auch nach Überzeugung heutiger Rabbiner bereits in der Umgebung der Israeliten so etwas wie ein ethisches Gerüst waren, welches durch Gesetze zur Kultur gehörte. Moses hatte dort auf dem Sinai eine sehr große und innerliche Gotteserfahrung und dazu muss man nicht annehmen, daß der Schöpfer aller Dinge, der Vollkommenheit im Geist der Liebe ist, dort auch die Gesetzestafeln mit einem Presslufthammer aus den Felsen schlug. Ein wortwörtliches Verständnis kann auch den Geist, der in den Zeilen steckt, eher ersticken. So will uns das Brotwunder Jesus nicht als Magier schildern, weil die eigentliche Botschaft nicht ist, dass er mit kaum mehr als 5 Broten 5000 Menschen sattbekam. Sondern das eigentliche Wunder im Wunder war, dass alle ihre Marschverpflegung für einige Tage teilten. Jesus hat damals in der Wüste wie ein guter Hirte gearbeitet, oder wie ein achtsamer Sozialarbeiter, der sie zu gemeinsamem Leben ermunterte.

    Die größte Leistung des Glaubens und auch der Heiligen Schrift besteht jedoch darin, daß hier Glaubens- und Gotteserfahrung aus Jahrtausenden überliefert werden, so wie viele von uns im Bericht über ihren Glauben eine persönliche Bibel schreiben könnten. Da könnte manche Christ:in also dann eigene Wunder schildern. Alles was wir erleben, was wir denken, oder was wir tun, ist nur möglich weil Gott am Anfang allen Seins hierfür die Grundlage legte. Gott ist in allen Dingen, er will daß ich schreibe, dass ich glaube und dies kann er mir vermitteln auch über Texte in der Bibel, die ich konsequent auf das persönliches Leben beziehe. Daher halte ich die Bibel für sehr wertvoll, aber noch wertvoller ist, unseren Glauben und alle Hoffnung wirklich gut zu leben. Menschen sind selbst wie eine Bibel. Auch hierzu leistet die Deutsche Bibelgesellschaft einen sehr guten Dienst.

    Des Landesvaters Kretschmer`s Lob an der Bibelgesellschaft geschieht zurecht. Der Grüne Kretschmer ist nicht nur ein grüner Klimaschützer, er ist ebenso Realpolitiker sowie Wertkonservativer und ein sehr guter Katholik. Das Gute an unserem Glauben ist auch, daß wir als Christinnen und Christen nicht Perfektionisten sind im Glauben und Leben, aber dass viele „gute Menschen sein wollen“, auch wenn sie in den politischen Parteien sich für Menschenrechte, Liebe, Flüchtlinge, eine anständige Sprache und für den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen: Kein Hass und Hetze.

    • Ich finde auch, man sollte seinen eigenen Glauben kennen. Und für mich als früherer Christ und heutiger Andersgläubiger ist es oft schwierig, wenn ich merke, wie wenig viele Christen ihre Religion kennen. Das sind durchaus auch Christen, die gern andere wie mich bekehren wollen.
      Ich diskutiere ja gern über den Glauben, sonst wäre ich auch nicht hier.

      Aber wie mit solchen Gläubigen umgehen, die ja gegen Sachargumente geradezu immun sind. Da wird behauptet, es stände was in der Bibel, man beweist ihnen durch Nennung und Zitat der Bibelstelle, dass das nicht stimmt, es kratzt sie aber nicht.

      Beispiele: angebliches Tötungsverbot in den 10 Geboten (widerlegt bei goldenen Kalb), keine Speisegesetze bei Heidenchristen (widerlegt in der Apostelkonferenz, dort steht das genaue Gegenteil), Ungeborenes ist bereits ein Mensch (widerlegt bei Mose bei der Aufzählung der Strafen für Mord, Totschlag und Tötung eben dieses Ungeborenen).

      Ich könnte die Liste noch sehr lang weiterführen. Das waren nur die letzten Punkte.

      Ich glaube, 50 % der Christen wissen nicht, was Pfingsten gefeiert wird oder das Ostern der höchste christliche Feiertag ist und nicht Weihnachten.

      Letztlich scheinen sich viele Christen ihr Privatevangelium selbst zu schreiben. Es geht nicht mehr darum, was das Christentum lehrt sondern was es ihrer Meinung nach lehren sollte.

      Ja, die Bibel ist auslegungsbedürftig. Aber doch nicht willkürlich. Nur Not muss man eben als Christ auch mal sagen ‚meine Religion lehrt zwar diesen Punkt, den trage ich aber nicht mit‘. Das wäre ehrlich. Erfordert aber Rückgrat.

      • da merkt man meine evangelische Herkunft.

        ‚Allein die Schrift‘ gilt natürlich nur für evangelische Christen.

        Bei katholischen Christen kommt ja die kirchliche Tradition und die kirchlichen Dogmen hinzu. Aber im Prinzip gilt das gleiche.

WAS KANNST DU ZUM GESPRÄCH BEITRAGEN?

Bitte gib hier deinen Kommentar ein
Bitte gib hier deinen Namen ein