Der frühere bayerische Ministerpräsident gibt offenbar viel auf das Wort der Kirche in politischen Debatten. Der CDU-Politiker Armin Laschet schätzt ihre Stimme momentan als schwach ein.
„Wenn die Kirche es nötig hat, sich einzumischen, dann hat vorher meistens die Politik etwas falsch gemacht“, sagte der frühere CSU-Chef Seehofer der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Die Forderung, die Kirche aus der Politik herauszuhalten, zeigt eher die Schwäche der Politiker, die das fordern.“
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) etwa hatte im Bundestagswahlkampf im Frühjahr die Kirchen für ihre Einmischung in die Asylpolitik kritisiert, auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) beklagte im April eine übertriebene Einmischung der Kirchen in die Tagespolitik im Stile einer Nichtregierungsorganisation (NGO).
Seehofer verteidigte die Kirchen. „Wer schaut denn darauf, dass Politiker tatsächlich tun, was sie sagen?“, fragte der Katholik Seehofer. „Auch das gehört zu den Aufgaben der Kirche – an Wahrhaftigkeit erinnern und der Politik auf die Finger zu schauen.“ Gerade bei Grundsatzfragen wie der Bewahrung der Schöpfung oder dem Lebensschutz müssten Christen „kritische Wächter“ sein.
Armin Laschet: „Kirche ist gefordert“
Wie die Katholische Nachrichtenagentur berichtet, sieht der CDU-Politiker Armin Laschet in der aktuellen Weltlage die Kirche gefordert. In einer von Kriegen, autoritären Tendenzen, sozialer Kälte und Klimawandel bedrohten Welt brauche es „die Kirche als Ort, wo Menschen Trost und Zuspruch finden“, sagte Laschet in einem Interview der Salzburger Kirchenzeitung „Rupertusblatt“. Umso bedauerlicher sei es, dass die Stimme der Kirche derzeit so schwach sei und sie zu sehr mit sich selbst und ihren Strukturen beschäftigt sei.
Quellen: epd, kna

Die Kirche beleuchtet schon allein durch ihre Lehrautorität eher den Hintergrund einer Politik, die sich im Vordergrund abspielt. Dadurch zeigt sie Probleme dort auf, wo sich kirchlicher Einfluss an Grenzen hält, sodass er nicht über den Staat regiert, sondern ihre Würde vom Staat verteidigt weiß. Diese Aufgabe hat Herr Horst Seehofer in diesem Fall wohl erfüllt, da er als ehemaliger Innenminister gerade heute eben diese Verantwortung öffentlich macht.
Kirche und Staat können erst als Autoritäten aus ihrem jeweils selbst erarbeiteten Vermögen schöpfen, was ihren Wert für die Gesellschaft repräsentiert, sodass sich jede Person ihres jeweils eigenen Gewissens als Mensch gewiss sein kann, da an ihm nichts verloren geht.
Hiermit danke ich Herrn Horst Seehofer für die Antwort auf meinen an ihn gerichteten Brief aus dem Jahr 2018. Auch wenn sie auf sich warten ließ, so reicht mir dieser Beitrag auf jesus.de, um die Tragweite meines Briefes anhand der Fragen:
»Was ist in dieser Zeit geschehen?
Wodurch wurde ich auf die Veränderungen aufmerksam?
Woran ist das Netzwerk gewachsen, das mich zu aktuellen Themen integriert, indem es mir einen Zugang dazu verschafft hat?«
zumindest einigermaßen nachvollziehen zu können.
Dafür danke ich den Menschen, die meine Würde durch Ihre Beiträge wiedererkannten und sie in dem Sinn zutage förderten, den ich hier gerade kennenzulernen beginne, indem er sich mir erschließen will. Das braucht Zeit und eben Menschen, die sie miteinander teilten, um ihr den Schrecken zu nehmen, den sie gerne einmal verbreitet, um sich der Affäre zu entziehen, die den Alltag ohne sie niemals erreichen kann.
Die richtige gute Haltung als Gläubige
„Wenn die Kirche es nötig hat, sich einzumischen, dann hat vorher meistens die Politik etwas falsch gemacht“, sagte jetzt der frühere CSU-Chef Seehofer der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Die Forderung, die Kirche aus der Politik herauszuhalten, zeigt eher die Schwäche der Politiker/innen, die dies fordern.“ Absolut richtig. Umgekehrt hätte dies alles ein Geschmäckle. Denn die Kirche/n müssen aus der Perspektive des Evangelium, (aber dies ist immer die Liebe zu Gott, unsere Nächstenliebe und auch unsere positive Eigenliebe), unbedingt Stellung nehmen. Ich denke da vorallem an die Bergpredigt und die aus unserem christlichen Glauben kommenden Menschenrechte, sowie das Völkerrecht. Wenn da in der Politik Defizite sind, dann müssen wir reden. Christlich ist auch eine im gesunden Maße praktizierte Selbstkritik. Sie ist uns aufgetragen, in dem wir zuerst den eigenen Balken aus dem Auge ziehen. Diese ebenso gleichnishafte Aussage ergibt auch den Sinn, daß ein solch schwerer Balken nur mit Mithilfe gutwilliger Menschen möglich ist. Konkret wäre es eine gute Haltung, sich auch gerne (geschwisterlich und freundlich) im Dialog korrigieren zu lassen. Wir Christinnen und Christen sollten stets versuchen zu unterscheiden zwischen unserer Meinung und der Wahrheit. Niemand von uns hat absolute Wahrheit, die steht nur Gott zu, dessen Gedanken und Absichten immer höher als unser Denken.