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Christian Today

„Herzzerreißend“: Entsetzen über Abtreibungspläne in Schottland

Ein Expertengremium empfiehlt der schottischen Regierung, Abtreibungen bis zur Geburt zu erlauben. Christliche Organisationen schlagen Alarm.

Ein von der schottischen Regierung eingesetztes Expertengremium hat Empfehlungen zur Reform des Abtreibungsrechts vorgelegt. Dies berichtet Christian Today. Der Bericht schlage unter anderem vor, Schwangerschaftsabbrüche bis zur Geburt zu erlauben – sofern zwei medizinische Fachkräfte dies „in gutem Glauben“ für angemessen halten. Bisher ist ein Abbruch nach der 24. Schwangerschaftswoche nur bei Lebensgefahr für die Mutter oder schwerer Behinderung des Kindes erlaubt.

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Christliche und lebensschützende Organisationen wie CARE for Scotland, Right to Life UK und die Society for the Protection of Unborn Children (SPUC) kritisieren die Vorschläge scharf. Caroline Ansell von CARE for Scotland nennt sie „extrem“ und „schockierend“: „Wenn sie umgesetzt werden, hätten sie herzzerreißende Folgen für Frauen und Babys.“ Die Organisationen warnen vor einer Zunahme von Spätabtreibungen und einer Aushöhlung des Schutzes ungeborenen Lebens.

Vorwurf der Befangenheit

Kritik gibt es auch an der Zusammensetzung des Expertengremiums. Dieses wurde von der früheren First Ministerin Humza Yousaf eingesetzt und von Professorin Anna Glasier geleitet, einer ehemaligen Treuhänderin des Abtreibungsanbieters BPAS. Auch die derzeitige Leiterin der BPAS-Advocacy, Rachael Clarke, war Teil der Gruppe. Right to Life UK spricht von einem „Interessenkonflikt“ und bezeichnet die Zusammensetzung als „unangemessen“.

Die Kritiker befürchten, dass die Umsetzung der Vorschläge Schottland zu einem Ziel für sogenannte „Abtreibungstouristen“ machen könnte. Zudem widersprächen die Empfehlungen dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung, die laut Umfragen eine Ausweitung der Fristen ablehnt. Michael Robinson von SPUC warnt: „Diese Vorschläge sind zerstörerisch und katastrophal für Frauen und kommende Generationen in Schottland.“

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13 Kommentare

  1. Fraglich, ob diese christlichen Nachrichten überhaupt stummen oder nur Stimmung machen sollen.

    Hier steht das nämlich anders:
    Schottlands Abtreibungsgesetze „zweckmäßig unzureichend“ | Scottish Legal News https://share.google/vrgFb2zgXIrm34EA4

    Danach geht es gar nicht um Spätabtreibungen sondern um die ersten 24 Wochen. Hier soll die Entscheidung der Schwangeren deutlich gestärkt werden.

    • Dass Befürworter und Gegner die Empfehlungen unterschiedlich darstellen, ist nicht überraschend. Die Empfehlungen (haben wir im Artikel ergänzt) würden mehr Abbrüche nach der 24. Woche ermöglichen.

      MfG, das JDE-Team

    • Deine Sichtweise ist eine reine Mogelpackung.

      Du meinst, die Stärkung der Entscheidung der Schwangeren entstünde dadurch, dass die bisherige Regelung entfällt, und sie nun frei und frank zur Abtreibung schreiten könnten ?

      Das kann ich mir vorstellen :
      Wer 24 Wo so ein kleines ungeliebtes Wesen in sich erträgt, will anschliessend nicht auch noch mit Ärzten debattieren. Verständlich. Weg damit !
      Sicher übertreibe ich es, aber ich habe kein Verständnis für Tränen, oder Gewissensbisse.
      Schon gar nicht für Ideologien einer gleichgültigen, kaltherzigen Gesellschaft, die Kinder zur Handelsware erklärt.

      “ Befürworter oder Gegner “ ? – nicht wenn es um die Schwächsten der Schwachen geht ?

      “ Schottlands Abtreibungsgesetze „zweckmäßig unzureichend“ “
      Der “ Interessenkonflikt “ scheint dir nicht aufgefallen zu sein.

      • > Du meinst, die Stärkung der Entscheidung der Schwangeren entstünde dadurch, dass die bisherige Regelung entfällt, und sie nun frei und frank zur Abtreibung schreiten könnten ?

        Du hast ein merkwürdiges Bild von schwangeren Frauen.

  2. Ungeborene Menschen sind kein medizinischer Müll

    Ein Expertengremium empfiehlt der schottischen Regierung, Abtreibungen bis zur Geburt zu erlauben. Christliche Organisationen schlagen Alarm.
    Ich würde nie endgültig den Stab über einer Menschin oder einem Menschen brechen, wenn sie (oder sie und er) abtreiben. Aber heißt es nicht in in 3000 Jahre alter Grundregel (nicht nur der 10 Gebote) dass Töten nicht erlaubt ist? Das hat seinen guten Grund. Wir sind nämlich Menschen, die Geist von Gottes Geist sind (sogar gewissermaßen aus Gott gemacht). Wir sind zu wertvoll, als nur wie ein Blinddarm oder ein Magengeschwür. Das Leben ist Leben von Anfang an und jeder Mensch auf Erden wird von Gott immer geliebt, als sei er der Einzige im unendlichen Universum. Also wer ungeborene Menschen wie Abfall behandelt, vergeht sich an Gott und damit an der Liebe selbst. Ungeborene Babys sind kein medizinischer Müll. Genauso wie Menschen am Ende des Lebens zur Kostenvermeidung nie einfach abgeschafft werden: Im Prinzip ist dies gleiches Problem wie diese völlige Lieblosigkeit des Lebens gegenüber bei einer Abtreibung. Mit den Tieren machen wir es schlimmer, obwohl die auch Gefühle und oft sogar Trauer praktizieren. Sie sind nur für den Markt wichtig, wenn sie krank sind werden sie zu Millionen gekeult und es zählt nur ihr Gewicht als das Fleisch auf vier Beinen. Ich vergleiche hier zwar Mensch und Tier, aber was beide vereint, dass sie aus Leben bestehen, was wir behandelt wie Dreck
    Irgendwie haben wir ja vielleicht doch ein verstecktes schlechtes Gewissen, gibt es doch Weltraum- und Horrorfilme mit Aliens, die nur kommen um uns als Lebensmittel zu verwenden und gnadenlos wie Termiten fressen. Das sagt doch klar, was doch in dem Unterbewusstsein stattfindet.

    • Mit der Bibel kommst du hier nicht weiter. Wie ich schon mehrfach belegt habe (offensichtlich ohne jeden Erfolg, der Text der Bibel scheint nicht zu gelten, wenn er nicht passt), stellt die Bibel das Leben selbst von geborenen Kindern ins Ermessen der Eltern. Ungeborene gelten als sachliches Eigentum der Eltern. Und Todesstrafendrohungen gegen Kinder findet man ebenfalls, z.b. wenn sie ihre Eltern nicht ehren.

      Gegen Abtreibung hilft nur eines: Eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft. Aber davon sind wir weit entfernt. Politisch oft genau bei denen, die gegen Abtreibungen sind.

      • Chey: Töten ist immer töten

        Hallo Chey: Das was du schreibst, mag eine jüdische Auffassung in der Antike gewesen sein, sicherlich keine heutige, auch nicht heutiger zudem liberaler Jüdischkeit, sowie nie christlicher. Dieses „du sollst nicht töten“ bedeutet nicht zu töten. Es kann hier nicht mit modernen Maßstäben entschieden werden, ob dies nur für das (damalige) Zivilleben galt. Eigentlich kann dies nicht so sein, da dieser Unterschied nicht bestand. Dass auch die biblischen Texte der hebräischen Bibel bzw. des Alten Testamentes Krieg (mit dem Töten) zudem immer als Gottes Wille ansahen, ganz entschieden im Unterschied zum definitiven Wortsinn der Geschehnisse vom Sinai, bleibt also Widerspruch. Hier ist eindeutig auch die in der Antike übliche Überlieferung religiöser Propaganda festzustellen. Auch zu Zeiten von Moses hatte man Gegner durch verbale Propaganda sowie vorauseilende Grausamkeiten der Israeliten in Kriegen, abgeschreckt. Das Problem ist, auch die Bibel des Alten Testamentes muss man immer auslegen und nicht in der Wörtlichkeit von Bibeltexten sehen.Sonst wird aus Widerspruch vielfach nur (Un-)Sinn. Nachdem die Gebote von Gott an Moses auf den Sinai übergeben wurden, also jenem strikten Verbot zu töten, feierte dann bei Moses Rückkehr das Volk am Fuß des Berges eine Orgie. Sodann soll Moses vom Schöpfer selbst seinen Auftrag erhalten haben, 3000 Israeliten blutig hinzumetzeln. Kein Mensch vermag zu glauben, dass ein Schöpfer aller Dinge so widersprüchlich wäre und seine ureigenen Grundregeln absurd selbst außer Kraft setzte. Den rachsüchtigen Gott haben wir in allen Jahrtausenden erfunden, wenn es uns politisch notwendig erschien und er wurde im Krieg oft blutig mit-verteidigt. Heute darf ethisch jeder Jude und die Christin gerne daran fest auch daran glauben, dass der Himmel kein Feuer auf uns wirft und die Klimakatastrophe uns nicht himmlisch bestraft. Es sind Unmenschlichkeiten, die sich auch in der Praxis des Lebens und in Abtreibungsgesetzen oftmals auch widerspiegelt. Es macht keinen Unterschied, ob dann die Hamas brutal tötet, israelisches Militär im Häuserkampf im Gazastreifen, die US-Amerikaner ganze Hausstände mit Frauen und auch Kindern durch Drohnen bei Terroristen zerstückeln, oder ob meine Partnerin kein Kind auf diese Welt bringen will und es also medizinisch zerlegen lässt für die medizinischen Abfalltonne. Dies mag juristisch keinerlei Mord sein, vielleicht sogar auch nie Totschlag, aber dies sind unsere heutigen juristischen Begrifflichkeiten. Es gibt philosophisch keinen definierbaren Anfang menschlichen Lebens, aber Menschen die nie leben. Übrigens liebe/r Chey zum Abschluss: Todesdrohungen in der Bibel gegen die Kinder, wenn sie ihre Eltern nicht ehren, oder dass sie nur ein sachliches Eigentum der Eltern sind, ist einfach auch unreflektierte Härte der Wüstenwanderung gewesen. Im Bibelmuseum in Frankfurt kann jeder sich gut informieren, warum Abraham auch so viele Frauen hatte. Ganz einfach: Dass am Ende von Abrahams Leben wenigstens noch eine jener lebte, die ihn bei Alter und Gebrechlichkeit noch pflegen und nachts in aller Wüstenkälte noch zu wärmen vermochte. Denn die damaligen Heiligen Männer unserer schönen Bibelfilme waren nur Kinder ihrer Zeit, wie wir heute Kinder heutiger Zeiten bleiben werden. Bibeltexte sind immerzu nur Gottes Wort durch das Menschenwort, also auch von menschlichen Absichten. Sogar die Menschen zur Zeit Jesu waren nie dumm. Sie wussten laut Bibel, dass wir Wahrheit immer nur wie im dunklen Spiegel sehen. Es steht ganz eindeutig in der Bibel, dass wir am Ende nur von Gott erfahren können, war reinste Wahrheit ist.

        • > Moses auf den Sinai übergeben wurden, also jenem strikten Verbot zu töten, feierte dann bei Moses Rückkehr das Volk am Fuß des Berges eine Orgie. Sodann soll Moses vom Schöpfer selbst seinen Auftrag erhalten haben, 3000 Israeliten blutig hinzumetzeln. Kein Mensch vermag zu glauben, dass ein Schöpfer aller Dinge so widersprüchlich wäre und seine ureigenen Grundregeln absurd selbst außer Kraft setzte.

          Eben. Nun kann man entweder alles irgendwie völlig entgegen dem drehen, was dort steht oder einsehen, dass das Gebot nicht von töten sondern von morden spricht.

          Du darfst ja gern gegen das Töten sein (das bin ich auch, wenn auch mit Ausnahmen), aber die Behauptung, es wäre biblisch und in den 10 Geboten enthalten, ist nun mal falsch.

          • Töten ist immer Töten

            Nein Chey, das Grundproblem deiner Äußerung vom 19. November um 15.43 Uhr ist, dass du nicht akzeptierst, dass man auch nach evangelischer und katholischer theologischer Auffassung die Bibel an Werk und Person Jesu auslegen muss. Wenn jeder Satz in der Bibel Wahrheit wäre, bzw. als Gottes Wille angesehen würde, dann wäre dies wirklich grausam und nicht im Sinne von Sinn und rotem Faden des Neuen Testamentes. Die sollst nicht töten heißt du sollst nicht töten. Und weil dies so ist hat die Ev. Kirche nach dem furchtbaren 2. Weltkrieg auch ein Schuldbekenntnis abgelegt. Aber dies lautet tatsächlich, dass Krieg gegen den Willen Gottes ist. Aber wenn Krieg gegen den Willen Gottes ist, dann ist auch das Töten von ungeborenem Leben gegen diesen Willen. Was ja nicht bedeutet, dass ich Soldaten oder die abtreibenden Menschen hasse. Du irrst hier allgewaltig. Ich denke auch, dass religiöse Judentum tickt ethisch ebenso Mir ist nicht bekannt, dass das Rabbinat die Abtreibung für eine legitime Regelung hält. Es glaubt auch kein wirklicher Christ, oder er sollte es nicht, dass Gott das Verbot des Tötens erlässt und sogleich selbst dagegen verstößt. Dann darf man Gott auch zu einem Kriegsgott machen, ganz entgegengesetzt dem, dass Jesus am Kreuz auch die Gewaltlosigkeit der Liebe lebt.

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