Christliches Medienmagazin PRO:

Theologe besorgt um religiöse Substanz von Gottesdiensten

Das Christliche Medienmagazin PRO veröffentlichte einen Artikel zum Thema Gottesdienst, in welchem der Theologieprofessor Reinhard Thöle zu Wort kommt. Thöle hat den Eindruck, „dass die religiöse Dimension des Gottesdienstes in eine moralische Dimension verengt wird.“ Ihm sei das zu wenig. Er fordert, dass das Heilige wieder mehr Platz einnehmen solle.

Link: „Theologe besorgt um religiöse Substanz von Gottesdiensten“ (PRO)

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1 KOMMENTAR

  1. Religiöse Substanz von Gottesdiensten

    Vielleicht muss man Theologe sein und/oder Herrn Thöle‘ s Buch gelesen haben, um präzise zu argumentieren. Ich kann mit beidem nicht dienen, aber mit 38 Jahren Erfahrung als KIRCHENVORSTEHER – auf der untersten Ebene der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, als das „Leitende geistliche Kollegium“. Von Kindheit an haben mich Predigten gefesselt, ist mir der Heilige Geist in der Gemeinschaft der Gemeinde begegnet, oft auch im Abendmahl, oder im Kerzenschein von besonders gelungenen gemeinsamen (liturgisch-gestalterischen) Bemühungen. Fast 5 Jahrzehnte war ich in der damaligen Heimatgemeinde, einer Kleinstadt mit Idylle, Weltkulturerbe neuerdings und (Noch-)Inbegriff einer weltlich und kirchlich heilen Welt, gut verankert. Die Gemeinde hatte auch über 100 Ehrenamtliche, verschiedene Gemeindegruppen incl. Kantorei und Posaunenchor, zehrte aber auch schon Jahrzehnte am sogenannten Traditionsabbruch. Letzterer dient m.E. auch als Versteck, wenn niemand einen Neuaufbruch wagt.

    Was mir immer wieder begegnete: Langweilige Predigten mit richtigem Inhalt. Oder aber gottesdienstliche Ansprachen mit vielen frommen Worthülsen gespickt. Letzteres wurde mit bewusst bei der Verfassung eines Zeitungstextes, wozu mir der Gastprediger das Manuskript nachher überreichte. Es wurde mir klar, dass die frommen gutgemeinten Schlagworte keinen konkreten Inhalt vermittelten. Kein Wunder, dass man solche Predigten wie manche nächtliche Träume nicht im Gedächtnis behält. Weil es um einen Diakoniegottesdienst ging, formulierte der Prediger Gedanken zur Liebe. Seine Umschreibung der Liebe erschöpften aber darin, dass man sie (gerne) übe – dies musste reichen. Und dann gibt es noch die Predigten, bei denen ich mich überwinden muss sie als grottenschlecht zu bezeichnen. Dann fehlte dem Manuskript der rote Faden des Zusammenhanges. Andere Ansprachen sind zu lang und werden mit dem Lebensalter des Predigers immer länger, so als wolle er oder sie die Zuhörenden bestrafen. Ich befürchte, dass wir nicht selten das Evangelium nicht auf die Füße unseres Lebens stellen – und damit meine ich, dass es sich zumeist nicht um abgeforderte Ethik oder den moralischen Appell handelt. Die Gleichnisse des Neuen Testamentes geben beispielhaft die Substanz vor und eignen für eine Übersetzung in unsere heutige Welt und das soziale Leben. Außerdem begegnet man im Gemeindeleben meist immer den gleichen Menschen, niemand geht mehr an die Hecken und Zäune und Kirchenvorstände etc. sind zwangsweise dazu verdonnert, die bürokratischen Rädchen am Laufen zu halten. So wird Kirche zum lahmen Gaul und schlimmstenfalls zu einem toten Pferd, was niemand mehr vermag zum Aufstehen zu motivieren. Leider stimmen auch ernsthafte Christinnen und Christen am Sonntag mit dem Füßen ab und feiern lieber Fernsehgottesdienst oder nach der Pandemie überhaupt nichts mehr. Was würde wohl dann Jesus dazu sagen, auch zu den Herrn und Damen mit theologischer Beauftragung ? Hier in meiner neuen Heimatgemeinde in der Pfalz gibt es überhaupt keine Kerngemeinde mehr.

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