In der aktuellen „plan b“-Reportage des ZDF geht es unter anderem um die Versöhnungsarbeit der christlichen „Hoffnungsträger Stiftung“ in Kolumbien.
„Mut zur Versöhnung – Frieden statt Feindschaft“: Die ZDF-Reportage erzählt unter anderem die Geschichte von Kelly Diaz. Die Kolumbianerin war noch ein Kind, als Terroristen ihren Vater erschossen. Jetzt, 22 Jahre später, trifft sie den Mörder im Gefängnis. Sie will ihm verzeihen, um endlich ihren Frieden zu finden. Jahrelang hat sie sich auf diesen Moment vorbereitet, als Teilnehmerin an einem einzigartigen Versöhnungsprojekt. Initiiert hat es Tobias Merckle mit seiner christlichen „Hoffnungsträger Stiftung“.
„Für beide Seiten ist es ein befreiender Prozess. Die Opfer lassen Hass und Rachegefühle hinter sich, die Täter stehen zu ihren Verbrechen und erfahren Vergebung“, sagt er. Doch damit ist das Ziel noch nicht erreicht. Anschließend bauen Opfer und Täter gemeinsam vom Bürgerkrieg zerstörte Orte wieder auf – die sogenannten Dörfer der Versöhnung.
Filmemacherin Arlette Gruoner begleitet in ihrer Reportage Tobias Merckle bei seiner Versöhnungsarbeit in Kolumbien. Außerdem geht es um die Auseinandersetzung zwischen Migranten und christlichen Trump-Wählern in den USA sowie um die Münchner Initiative „Youth Bridge“, die zum Beispiel die Begegnung zwischen Muslimen und Juden fördert.
Der Film ist in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Vergebung wurde himmlischer :Ladenhüter
„Mut zur Versöhnung – Frieden statt Feindschaft“: Die ZDF-Reportage erzählt unter anderem die Geschichte von Kelly Diaz. Die Kolumbianerin war noch ein Kind, als Terroristen ihren Vater erschossen. Jetzt, 22 Jahre später, trifft sie auf den Mörder im Gefängnis. Sie will ihm verzeihen, um endlich ihren Frieden zu finden. Jahrelang hat sie sich immer auf diesen Moment vorbereitet, als Teilnehmerin an einem einzigartigen Versöhnungsprojekt. Initiiert hat es Tobias Merckle mit seiner christlichen „Hoffnungsträger Stiftung“. Da kann ich dazu nur kommentieren, dass seit der sersönlichen Vergebung des damaligen Papst seinem Attentäter gegenüber kaum jemand – außer Kelly Diaz – wirklich noch richtige Vergebung verschenkt. Es scheint mir, die Vergebung ist praktisch als unkomfortabel angesehen und aus jeder Mode gefallen. Dabei ist das Kind in der Krippe und der Mann am Kreuz doch der globale Aufruf, dass auch wir unseren Schuldigeren vergeben. Manchmal denke ich, dass jeder erwartet Jesu Vergebung auf Golgatha gelte immer ihm oder ihr, aber wir hätten keine Schlussfolgerungen zu ziehen:. Es ruft „ahme mich nach“ – vergib den Mitmenschen gern.
Frieden mit Gott ist auch immer Versöhnung mit Menschen. Oder umgekehrt. So einfach ist dies