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Umfrage: Kirche soll sich weniger politisch äußern

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Die Mehrheit der Deutschen (55 Prozent) wünscht sich mehr politische Zurückhaltung der Kirchen. Rund 24 Prozent teilen laut einer aktuellen Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere diese Auffassung nicht. Was auffällt: Große Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen gibt es nicht.

Unter den Kirchenmitgliedern ist der Wunsch nach Zurückhaltung bei Freikirchlern (57 Prozent) am stärksten ausgeprägt. Dahinter folgen Katholiken (53 Prozent) und landeskirchliche Protestanten (50 Prozent). Bei Konfessionslosen liegt der Anteil bei 61 Prozent.

Mehr Männer (59 Prozent) als Frauen (51 Prozent) und mehr Westdeutsche (57 Prozent) als Ostdeutsche (50 Prozent) wünschen sich Zurückhaltung der Kirchen. Unter den Sympathisanten der Parteien halten vor allem Anhänger der AfD (66 Prozent) mehr Zurückhaltung für wichtig. Dahinter folgen FDP (60 Prozent), SPD und CDU/CSU (beide 57 Prozent), Linke (53 Prozent und Grüne 49 (Prozent). In den verschiedenen Altersgruppen liegt der Anteil zwischen 61 Prozent (50- bis 59-Jährige) und 49 Prozent (18- bis 29-Jährige).

Für die repräsentative Erhebung befragte INSA im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA 2.004 Erwachsene im Zeitraum vom 18. bis 21. November.

QuelleIDEA

5 Kommentare

  1. Politik ist nicht das Betätigungsfeld der Kirchen und Gemeinden, es ist die Verkündigung der Guten Nachricht mit allem was dazu gehört.

    Allerdings sollten Politiker, die Christen sind, ihre politische Tätigkeit verstärkt aus christlicher Perspektive und Verantwortung sehen und umsetzen.

  2. Die Geschichte der vergangenen hundert Jahre zeigt, dass zwar immer wieder gefordert wird, die Kirche solle sich aus dem politischen Geschehen heraus halten. Im Nachhinein kommt dann aber der Vorwurf: „Warum habt ihr nichts gesagt..?“

  3. Die Mehrheit der Deutschen hat offensichtlich mehr Ahnung von der christlichen Theologie als die Theologen der großen Kirchen.

    Denn Jesus hat sich klar für eine Trennung von Kirche und Politik ausgesprochen.
    Aber wer in den großen Kirchen hält sich an das was Jesus gesagt hat?

    • Das sehe ich nicht so, EinFragender. Jesus hat lediglich klar dazu Stellung bezogen, dass man dem Staat nicht vorenthalten soll, was ihm zusteht. Nirgends hat er seine Nachfolger angewiesen, sich aus der Politik heraus zu halten.

    • Auch christliche Ethik hat eine politische Dimension

      „Die Mehrheit der Deutschen hat offensichtlich mehr Ahnung von der christlichen Theologie als die Theologen der großen Kirchen. Denn Jesus hat sich klar für eine Trennung von Kirche und Politik ausgesprochen“! Lieber EinFragender: Da bin ich dezidiert einer anderen Meinung. Denn der Menschensohn Jesus, der für mich genauso Gott ist, hat noch keine Kirche/n (als Institution) gekannt. Eine Politik, wie wir sie heute sehen und manchmal sogar schätzen, also mit Demokratie und verbrieften Menschenrechten, existierte damals ebenfalls noch nicht. Was politisch ist, muss nicht immer parteipolitisch sein. Natürlich hat der Gottessohn sich nicht gegen Parteipolitik ausgesprochen, die war noch lange nicht am herauf dämmern. Dagegen sind die 10 Gebote und insbesondere die Bergpredigt allerdings grundlegende wichtige Werte bzw. Botschaften der Bibel, die sich prinzipiell an alle Menschen, Völker und Nationen wenden. Bei jedem Krieg werden die 10 Gebote in die Tonnen getreten (das ist eine auch politische Aussage). Die Bergrede Jesu könnte, würde man sie weltweit wenigstens im bescheidenen Maße leben bzw. anwenden, heute bereits unsere Erde zu einem Paradies machen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und ebenso Barmherzigkeit sind grundmenschliche Angelegenheiten und sie können unser aller Leben fundamental ändern. In einem weiteren Sinne ist dies durchaus sehr politisch, denn hier geht es um öffentliche Angelegenheiten, die nicht nur wohlgehütet in Heiligen Hallen praktiziert werden. Es handelt sich darum, wie wir auch miteinander umgehen. Es geht weltlich (genauso wie christlich) immer um ein Miteinander, nicht ein Gegeneinander. Jesus hat auch Suggestivfragen gerne beantworten. Etwa: Gib Gottes was Gottes ist und dem Kaiser was des Kaisers ist. Beides kann wie zwei Seiten einer Münze sein. Denn wir Jesusfreunde und -freundinnen leben nicht im luftleeren Raum, sondern in unserer Welt, die Gottes Welt ist. Hier sollen wir Salz der Erde und Licht der Welt sein: Verantwortung ist gefragt. Die großen Kirchen halten sich an das, was Jesus gesagt hat (wie einzelne Menschen aber nicht immer ganz perfekt). Allerdings was er sagte und alles wollte, darüber darf freimütig gesprochen werden. Kirchen sind keine Theokratie, sondern dort dürfen die Menschen demokratisch mitbestimmen und niemand sollte sein Glaube voreilig abgesprochen werden. Denn die Theorie braucht eine gute Praxis.

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