Weltkirchenrat: „Sieg über den IS garantiert keine stabilen Verhältnisse“

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Das Christentum wird von Angehörigen anderer Religionen stark mit dem Westen verbunden. Diese Assoziation mache Christen zur Zielscheibe von Extremisten. Das sagen der „Ökumenische Rat der Kirchen“ und die Norwegische Kinderhilfe in ihrem Bericht über im Irak und Syrien lebenden Minderheiten.

In dem Bericht heißt es weiter, dass der religiös motivierte Hass in Syrien noch nicht so stark ausgeprägt sei wie im Irak. Rund 300.000 Christen seien vor der Gewalt in dem Bürgerkriegsland geflohen. Vor Beginn des Konflikts 2011 hätten unter den gut 23 Millionen Syrern rund 1,7 Millionen Christen gelebt. Heute seien es noch 1,4 Millionen.

Die Autoren betonen, dass ein Sieg der irakischen Armee und ihrer Verbündeten über den IS keine stabilen Verhältnisse garantieren würde. Vielmehr seien neue Machtkämpfe zwischen den großen religiösen Gruppen der Schiiten und Sunniten möglich. Minderheiten wie Christen und Jesiden könnten dann leicht zu Opfern werden.

Vor dem Irak-Krieg im Jahr 2003 lebten etwa 700.000 Christen im Irak.

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