One of 500: Das Evangelium als Videospiel

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Ein Adventure-Game, in dem Spieler die Geschichte rund um Jesus von Nazareth erleben – das ist die Idee hinter „ONE of 500“. Damit daraus Realität wird, haben die Macher nun eine Kickstarter-Kampagne gestartet.

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Das Story-basierte Computerspiel soll mit einer Mischung aus „packendem Game-Play“ und „realistischen Visuals“, sowie „historisch-kultureller Genauigkeit und theologischer Fundiertheit“ neue Maßstäbe setzen, heißt es in einer Pressemitteilung. Um dies zu realiseren, hat das federführende Studio Lightword Productions aus Stuttgart mehrere Experten verpflichtet, darunter „God of War“ Game Designer Mark Webster, Ex-Disney Autor Bob Garner und Professor Dieter Vieweger (Professor für Altes Testament und Biblische Archäologie + Direktor des  Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft).

Crowdfunding soll Finanzierung sichern

Der Prototyp des Spiels steht, teilte Lightword jetzt mit. Nun soll eine Kickstarter-Kampagne das nötige Geld einbringen, um das erste von fünf Kapiteln von Episode eins umzusetzen. Darin schlüpft der Spieler in die Rolle des 15-jährigen Fischerjungen Benjamin. Dafür sollen 180.000 Euro gesammelt werden. Das Gesamtbudget inklusive aller Features für die erste der sechs Episoden beziffert das Studio auf 4 Millionen Euro. Durch die Spieleförderung des Bundes müsste aber im Idealfall nur etwas über die Hälfte selbst eingebracht werden, heißt es. Die Kickstarter Kampagne läuft bis zum 20. Januar.

Videospiel ONE of 500 Straßenszene
Lightword Productions

Spielidee entstand aus Doktorarbeit

Die Geschichte hinter ONE of 500 entstand aus der Dissertation von Lightword-Gründer Amin Josua, der dafür Jugendliche nach dem Zusammenhang der Aneignung religiöser Inhalte, Medien und ihren persönlichen Lebensfragen befragte. Dabei sei deutlich geworden, dass ein großes Interesse daran bestand, sich mit biblischen Geschichten im Rahmen von Computerspielen zu beschäftigen – ansprechende Gaming-Titel jedoch nicht vorhanden waren.

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„Im Gegensatz zu dem, was viele Menschen bei einem religiösen Spiel erwarten, haben wir einen völlig anderen Ansatz“, erklärt Amin Josua. „ONE of 500 ist zwar ein Game, in dem Spieler biblische Perspektiven in ihrem kulturellen Kontext erleben und so besser verstehen.“ Jedoch könne man als Spieler frei entscheiden, welchen Weg man einschlage. Das Spiel breche bewusst mit Schwarz-Weiß-Denken.

„Ich unterstütze das Vorhaben mit ganzen Kräften, denn es ist eine wunderbare Möglichkeit, die Bibel endlich auch in die virtuelle Welt zu übersetzen“, sagt Professor  Dieter Vieweger.

Oberkirchenrat Dr. Norbert Lurz (Dezernent für Kirche und Bildung, Württembergische Kirche) sagt über das Spiel: „ONE of 500 ist nicht nur die Bibel digital neu verpackt, sondern die Bibel komplett neu übersetzt. Und zwar in die spezifische Sprache der Gamer und der jungen Generation.“ Mit diesem Spiel werde die Bibel in „faszinierender Weise erlebbar.“ (dw)

Link: Kickstarter-Kampagne One of 500

Projekttrailer:

 

 

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das Evangelium als Videospiel ?

    Das Evangelium als Videospiel ? Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich sehe zum Beispiel gerne Bibelfilme. Allerdings was man ich immer dazu denken muss besteht darin, dass eine in der Bibel geschilderte und damit überlieferte Gottesbegegnung immer auch eine tief im Inneren unserer Seele ist. Dass beispielsweise Petrus wegen seinem Vertrauen zu Jesus über das Wasser geht, zeigt ja einerseits auf ein Naturgesetzwunder, andererseits aber auch in einem doppelten Sinne ebenso, dass es hier um Vertrauen geht. Beim Videospiel über Glaubensinhalte überkommen mich Zweifel, dass das Medium Spiel hier den Glauben (auch) als eine geistliche Wirklichkeit zu sehr verdinglicht. Moses Begegnung mit Gott bei der Entgegennahme der Gesetzestafeln auf dem Sinai müsste man – auch in Form einer modernen Videospielfassung – ausstatten mit einem Boschhammer, mit dem der Schöpfer die Gebote aus dem Fels bohrt. Die Gebote werden uns aber in erster Linie ins Herz gelegt. Als Saulus einem großen Licht begegnet, dabei blind und zum Paulus wird, da hat ihn Christus gewissermaßen innerlich mit seiner Liebe überrumpelt. Die Menschen neben ihm haben das Licht wahrscheinlich nicht gesehen. Es hat ja auch Sinn, dass es von Gott keine Abbildungen gibt, sondern nur Jesus als liebenden Menschen. Menschen die Gott bzw. Jesus in einer Nahtoderfahrung erleben, haben fast keine Worte dafür dies überhaupt in Sprache zu fassen-

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