Es gibt die Bibel selbst, Bücher über die Bibel, Filme, Bilder, Predigten – und nun auch einen Podcast. „Bibelkunde Neues Testament“ nennt er sich ganz schlicht. Ins Leben gerufen hat ihn Jens Stangenberg, Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.
Jens Stangenberg
Jens Stangenberg (Foto: privat)

„Nachdem ich vor vielen Jahren die Bibel zum ersten Mal durchgelesen hatte, dachte ich: So das wars. Jetzt weiß ich, was drinsteht“, erinnert sich Stangenberg. „Dann aber dämmerte mir, dass meine Reise mit der Bibel gerade erst begann.“

Der Podcast solle dazu inspirieren, „eigenständig die neutestamentlichen Texte im Zusammenhang zu lesen“, erklärt Stangenberg. „Leider lesen laut Umfragen immer weniger Christinnen und Christen im ‚Buch der Bücher‘. Das ist schade. Für mich ist die Bibel wie ein ‚geheimnisvoller Klangraum des Heiligen Geistes‘ oder wie ein spiritueller Sprachkosmos voller Geschichte Gottes mit den Menschen. Je länger ich mich mit ihr befasse, desto spannender wird sie.“ Diese Erfahrung möchte er auch denen zugänglich machen, die nicht die Möglichkeit haben Theologie zu studieren oder komplizierte Fachliteratur zu lesen, denn „ein dynamisch-reflektierter Glaube gründet sich auf die Kenntnis der christlichen Urdokumente“, so Stangenberg.

Der Podcasts solle einen Grobüberblick über die wissenschaftlichen Theorien liefern, so der Autor, jedoch von der Tendenz her den biblischen und altkirchlichen Aussagen „eine hohe Glaubwürdigkeit zuzubilligen“ – ohne chronisch kritische Grundhaltung.

Jens Stangenberg arbeitet seit 2005 als Pastor in der Zellgemeinde Bremen.

Link: Podcast Bibelkunde Neues Testament

4 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das hört sich sehr gut an; besonders der letzte Satz der Vorankündigung. — Aber leider auch eine kritische Anmerkung von mir: Von „Christinnen“ lese ich in der Bibel nichts. Warum an dieser Stelle die dümmliche Gendersprache?? Damit „segnet“ uns die EKD doch schon genug.

    • Sehr geehrter Herr Müller, danke für die kritische Rückmeldung. Da Sie sich auf die Bibel beziehen: Das Wort „Christ“ kommt je nach Übersetzung in der Bibel nur zwei oder drei Mal vor, sehr dürftig. „Dreieinigkeit“ überhaupt nicht. Also verzichten wir auf diese Wörter ebenfalls? Wir werden Ihnen die Christinnen auch künftig zumuten, das können wir gut verantworten. Ein theologisches Problem sehen wir da wirklich nicht – eher dann, wenn „Paulus“ als Kind seiner Zeit nur von „Brüdern“ spricht. 

Übrigens kann man die EKD für viele Dinge kritisieren, aber die „-innen“ sind nun wirklich keine kirchliche Erfindung.

      

Viele Grüße
      das Jesus.de-Team

      • Die Mehrzahl von “Christ“, “Christen“, beinhaltet immer beide Geschlechter, wie es bei allen Pluralformen der Fall ist. Nur wenn es sich um eine Gruppe des selben Geschlechts handelt, sollte es eindeutig gemacht werden.

        Leider versucht eine “Randgruppe“ sich in den Vordergrund zu drängen, um einer scheinbaren Unterdrückung der Frauen in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, indem die Sprache zwanghaft angepasst werden muss. Dadurch wird sich in den Köpfen der Menschen aber nichts ändern.

        Ich hoffe nur, dass die jesus.de-Redaktion nicht irgendwann den Stern*innen-Wahn (!) mitmacht und eigentlich klar und eindeutig formulierte Texte dadurch verschandeln.

        Ich habe nichts gegen Gleichberechtigung von Mann und Frau, nur etwas gegen die Pseudo-Gleichberechtigung in unserer Sprache.

        • Die Themen des generischen Maskulinums, geschlechtergerechter Sprache oder feministischer Linguistik lassen sich an dieser Stelle nicht hinreichend abhandeln. Selbst unter Sprachwissenschaftlern gibt es da keinen Konsens (mehr). Sprache entwickelt sich. Wir werden sehen, was dabei herauskommt. „Christinnen und Christen“ finden wir unproblematisch.

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein