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Schlagwort: Antisemitismus

Foto: nito100 / iStock / Getty Images Plus

Antisemitismus bezeichnet die Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden, die nicht auf dem Verhalten einzelner Menschen beruht, sondern allein auf ihrer Zugehörigkeit zum jüdischen Volk oder zur jüdischen Religion. Er äußert sich in Vorurteilen, Stereotypen, Diskriminierung und Gewalt – und reicht von abwertenden Klischees bis hin zu offen feindseligen Übergriffen.

Antisemitismus ist kein neues Phänomen, sondern hat eine lange Geschichte – auch innerhalb des Christentums. Als Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, jeder Form von Judenfeindschaft entschieden entgegenzutreten.

>>> Zur Definition von Antisemitismus siehe auch die Informationen der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.


Texte zum Thema:

Antisemitismus-Affäre: Dritter Priesterseminarist darf bleiben

Ein wegen antisemitischer und rassistischer Vorfälle beschuldigter Student des Würzburger Priesterseminars darf bleiben. Ein Sprecher des Erzbistums Bamberg, sagte am Dienstag der junge Mann habe "glaubwürdig sein Bedauern" über die Vorfälle erklärt.

„Unbegründet“: Weltkirchenrat weist Antisemitismus-Vorwurf zurück

Der Weltkirchenrat hat den Vorwurf der Judenfeindschaft als "unbegründet" zurückgewiesen. "Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat niemals antisemitische Positionen vertreten", sagte Olav Fykse Tveit, der Generalsekretär des Verbandes mit 350 Mitgliedkirchen, dem epd in Genf.

„Antisemitische Propaganda“: Neutestamentler rügen Weltkirchenrat

Zwei evangelische Theologieprofessoren haben dem Weltkirchenrat Judenfeindschaft vorgeworfen. Die Abschlusserklärung eines Treffens von Kirchenrepräsentanten Ende Mai in Beirut überschreite jegliche bisher bekannte antiisraelische und antisemitische Propaganda des Rates, heißt es in ihrem Offenen Brief.

„Undifferenziert“: Pfarrer kritisiert Evangelikale für Umgang mit Israel

Einen undifferenzierten Umgang mit dem Staat Israel sieht der Landespfarrer für interreligiösen Dialog der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Andreas Goetze, bei den Evangelikalen. Das hat er am Montag bei einem Vortrag zum Thema Antisemitismus in Berlin erklärt.

Experte: Nahostkonflikt prägt Antisemitismus in Deutschland

Der Frankfurter Antisemitismusexperte Micha Brumlik sieht die moderne Judenfeindschaft in Deutschland stark durch den Nahostkonflikt geprägt. "Antisemitische Vorstellungen werden heute vor allem auf die Handlungen israelischer Politiker übertragen", sagte er am Donnerstagabend in Hannover bei einem Vortrag zur Geschichte der Judenfeindschaft.
Jochen Klepper

Ein leiser Rebell: Vor 80 Jahren starb der Lieddichter Jochen Klepper

Jochen Klepper gilt als einer der bekanntesten Kirchenlied-Dichter des 20. Jahrhunderts. Im Advent 1942 nahmen sich Klepper, seine jüdische Frau Hanni und Tochter Renate das Leben.

Mursi: „Amen“ zu Gebet um Judenvernichtung

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hat den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi für dessen Teilnahme an einem antisemitischen Gebet kritisiert. Die Einrichtung forderte die US-Regierung dazu auf, den "wachsenden Chorus von Antisemitismus in Ägypten, angeführt von der Muslimbruderschaft", zu verurteilen.

Berlin: Rabbiner angegriffen

Ein Überfall auf einen jüdischen Rabbiner hat in Berlin Entsetzen ausgelöst. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sprach am Mittwoch von einem «feigen» Angriff auf den 53-jährigen Mann. Er war am Vorabend im Stadtteil Schöneberg zusammen mit seiner Tochter von vier mutmaßlich arabischen Jugendlichen beleidigt und geschlagen worden. «Es ist eine Attacke auf das friedliche Zusammenleben aller Menschen in unserer Stadt», erklärte Wowereit. Der Rabbiner erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Experten: Antisemitismus in Deutschland nach wie vor tief verwurzelt

Antisemitismus ist einem Expertenbericht zufolge in der deutschen Bevölkerung nach wie vor weit verbreitet.

Jüdischer Zentralrats-Chef: „Antisemitismus vergiftet Menschen bis heute“

Zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz warnt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, vor einem Fortbestehen von Antisemitismus.